Home Free begeistert in der Fabrik Hamburg

Home Free begeistert in der Fabrik Hamburg

Home Free begeistert mit energiegeladener Show in Hamburg

Die Fabrik in Hamburg war nahezu ausverkauft, als die US-amerikanische A-cappella-Band Home Free am vergangenen Mittwochabend die Bühne betrat. Die fünf Sänger, die sich 2001 in Mankato, Minnesota zusammengefunden haben, sind bekannt für ihre einzigartige Mischung aus Country Gesangsharmonien und Beatbox, geschickt verfeinert durch den Gebrauch einer Loop-Station. Mit ihrem außergewöhnlichen Stil haben sie sich in den letzten Jahren eine große Fangemeinde aufgebaut und begeistern ihre Zuhörer weltweit.

Schon der erste Song des Abends zeigte, dass Home Free perfekt eingespielt ist. Es ist das sechste Konzert ihrer Europatournee und ihre Energie springt sofort auf das Publikum über. Über die gesamte Show saß jeder Ton, jede Harmonie tadellos. Eine durchweg überzeugende Gesangsperformance. Besonders Sänger Tim Foust versprühte in seinen charmanten und humorvollen Ansagen zwischen den Songs eine tolle Stimmung. Er schaffte es, das Publikum immer wieder zum Lachen zu bringen und eine lockere Atmosphäre zu schaffen. Ungezwungen und gelassen bewegten sich die vier Sänger Austin Brown, Rob Lundquist, Tim Foust und Adam Chance auf der Bühne und lassen mitunter sogar kleine Choreografien mit einfließen. Der Beatboxer Adam Rupp steht meist in zweiter Reihe, umringt von zwei Mikrofonen und seiner Loop Station. Mit der kann er kurze Passagen oder Grooves aufnehmen und sie nach Belieben wiederholt abspielen. Das verleiht dem Hörgenuss einen musikalischen Tiefgang, der zu keiner Zeit den Wunsch nach Instrumenten aufkommen lässt.

Das Publikum sang gemeinsam mit Home Free ihre Lieblingsstücke

Das Programm des Abends hatte eine mitreißende Spannungskurve. Neben den beeindruckenden Chorarrangements gab es auch ruhigere Stücke mit solistischen Gesangsparts, bei denen die Bandmitglieder ihre entsprechenden Stimmlagen präsentieren konnten. Auch die vergleichend echten Imitationen von Instrumenten wie der Bluesharp, veredeln Hits wie "I'm a Man of Constant Sorrow". Immer wieder wurde das Publikum aktiv in die Show miteinbezogen und sang gemeinsam mit der Band ihre Lieblingsstücke. Home Free mischten ihre bekannten Hits mit neuen Veröffentlichungen, was für Abwechslung sorgte und die Fans begeisterte. Für Abwechslung sorgte auch der Beatboxer Adam Rupp mit sicheren Grooves und toller Dynamik.

Ferner brach die Show im zweiten Drittel mit dem üblichen Programm und baute einen längeren Beatbox Solo Abschnitt ein. Obwohl Adam Rupp technisch beeindruckende Schlagzeug-Sounds imitierte, fehlte es für eine Solo-Vorstellung an Vielfalt und Einbezug weiterer Instrumente. Die scheinbare Hommage an Beatboxlegende Tom Thum gelang nicht ganz, dennoch kam viel Energie an und das Publikum würdigte es mit angemessen lautem Beifall.

Die Gruppe beendete die Show mit "Country Roads", sowie Medleys aus Hit wie "Ring of Fire" und "Never Gonna Give You Up".

Einziger Wermutstropfen des Abends war, dass die CDs der Band noch beim Zoll in Berlin hingen und somit nicht zum Verkauf angeboten werden konnten. Dies war jedoch nur eine kleine Enttäuschung in Anbetracht der gelungenen Show.

Insgesamt war das Konzert von Home Free eine gelungene Show aus Country mit gelegentlichen Pop Einflüssen, performt von exzellenten Vokalisten. Die Band überzeugte mit ihrer Energie, ihrem harmonischen Gesang und ihrer sympathischen Interaktion mit dem Publikum. Eine klare Empfehlung für die Konzerte in München (23.09.23) und Köln (26.09.23), siehe auch unseren Terminkalender.

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