Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36180
ach ja, keith's superstar lifestyle......
die plattenlabels legen (besonders in meiner generation) weniger wert auf die eigendliche musik eines kuenstlers, als mehr auf die vermarktung seiner lebensweise. das heisst, wie der kuenstler sich kleidet, wo er lebt, was er trinkt und welches auto er faehrt , ist wichtiger als die musik, der er macht. die beiden grossen lebensstile, die im bereich country gerade gross vermarktet werden sind:
1) der lebensstil der kleinstadt im sueden der usa (pick ups, hut, boots, jeans, beer, friday night parties, nascar,....) -vertreter: brooks&dunn, toby keith, eric church, ....
2) der lebensstil des popstars (reiche haeuser, leben in californien oder jedenfalls ausserhalb von nashville,tn oder texas, viele auftritte im tv, auf mtv und im kino, chicke klamotten, extravagante haartrachten,.....)-vertreter: rascal flatts, keith urban, carrie underwood, kenny chesney.....

beide lifestyles verkaufen sich sehr gut: die fans eines toby keith beispielsweise, die in einem kleinstaedtchen in tennessee leben, werden wahrscheinlich einen chevy silverado fahren, die jeans von wrangler kaufen, die huete bei stetson kaufen....usw.
und auch die fans von urban, chesney, flatts und co. wollen ihre lebensweise ihrem idol nachahmen.......

und so wird viel geld bei der vermarktung von lifestyles eingenommen........nur leider faellt dabei die musik hintenueber........

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36181
Weshalb sollte ein Künstler die Musik neu erfinden, wenn er auf andere Weise auch Erfolg hat? Wenn ein Künstler mit einem neuen Stil Erfolg hat (wie Garth Anfang der neunziger Jahre, wobei sein Musikstil abwechslungsreicher und vielfältiger ist, als bei vielen seiner Epigonen) , dann finden sich immer Massen anderer Künstler, die sich daran anlehnen, so dass sich nach einigen Jahren die Platten einiger Dutzend Künstler ähnlich anhören. Weshalb sollte ein Tim McGraw seinen Stil ändern, wenn er mit den bewährten Rezepten beim Publikum ankommt (AC/DC wird ja auch nicht vorgeworfen, dass sie immer wie AC/DC klingen) ? Musik wird in der Regel nicht für Ästheten und Musikexperten gemacht, sondern für ein zahlungswilliges Publikum. Wenn ich von meinem Geld eine Platte kaufe, dann soll sie mir gefallen und nicht den Musikkritikern. Außerdem wird ja niemand gezwungen, die Platten zu kaufen, die gerade kommerziell erfolgreich sind.

Mir persönlich ist es ziemlich egal, wieviele Musikpreise ein Künstler bekommt. Wenn mir die Musik gefällt, dann sind Musikpreise verdient, wenn sie mir nicht gefällt, dann sind sind sie selbstverständlich unverdient :grin: Die Grammys werden ohnehin überbewertet.

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36183
Hi,

also diese Lifestyle-Argumente kann ich so nicht ganz verstehen... ich sehe da auch andere wichtigere Sachen. Keith Urban zum Beispiel macht doch gar nix besonderes mit seinen Haaren, und er trägt seit Jahren Boots, Jeans und vor allem kaputte TShirts. Das er nicht mehr IN Nashville lebt und sich ein wenig in eine Villa zurückzieht, das hat vor allem etwas mit dem Schutz der Privatsphäre zu tun. Er hat nun mal, im Gegensatz zu Brooks&Dunn oder anderen, eine Frau an seiner Seite, die Paparazzis anzieht. Wer interessiert sich schon für die Frau von Kix Brooks? Wenn sie kein Buch geschrieben hätte, dann könnte Mrs. Alan Jackson auch unerkannt über die Strasse gehen... man muss einfach akzeptieren, dass dann auch das "normale" Leben einfacher ist.

Einige Künstler zieht es auch einfach in ihre Heimat. Deswegen lebt Garth wieder da, wo er nun wohnt, deswegen ziehen sich Keith und Nicole mehr nach Syndey zurück...

Wie gesagt, ich weiss, was Du meinst, aber ich sehe das nicht so eng mit dem "Lifestyle". Wieso sollte einer einen auf "Cowboy" machen, wenn er keiner ist?

Was die Musik angeht, so gebe ich Dir recht... bei Keith fand ich die Vorgänger aus besser.. aber man wird sehen, was noch kommt. Was mich mehr wundert ist, dass hier immer der "Garth-Stil" oder "Garth-Sound" angesprochen wird... gibt es den? Garth macht für mich, vor allem in seinen späteren CDs, mit die vielseitigste Musik in der Szene. Da klingt eben nicht jeder Song gleich.

Was die "Eintönigkeit" von einigen Künstlern angeht... wieso nicht? Ich bin auch kein grosser Fan davon, aber hey... es gibt offensichtlich zig MIllionen Musikhörer in den USA, denen das gefällt... kann man einem Künstler vorwerfen, dass er den Markt bedient? Es wird gekauft! DAS ist wichtig. Es gibt genug Leute, die so etwas haben wollen. JEDER Künstler arbeitet so... früher war das so, und heute erst recht. Schaut doch mal die Wurzel von Carrie.. sie ist eine "American Idol" Gewinnerin. Was passiert "normalerweise" mit so einem Künstler? Ein Jahr ausschlachten, dann kommt die nächste Staffel, der nächste Gewinner. Also muss man, wenn man realistisch ist, als Künstler zugeben, dass man im Normalfalle nur 2-3 Jahre hat, dann kommen andere nach. Also finde ich es nicht verwerflich, wenn man in diesen 2-3 Jahren versucht, ein wenig die Rente zu sichern.

Selbst künstlerisch wertvolle Musiker haben das immer wieder so gemacht. Erst, wenn man es sich leisten kann, dann wandelt sich auch die Einstellung. Extrembeispiel ist zB. Billy Joel, der mit Songs wie "We didnt Start The Fire" Kohle stapelt, obwohl er den Song eigentlich nicht mag. Bruce Springsteen verabscheut zutiefst sein erfolgreichstes Album, aber damals musste man noch Geld machen...

Wie gesagt... solange Carrie über 7 Millionen Käufer in den USA findet, kann das nicht alles so falsch sein, was sie macht.

Marc
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36185
Garth macht für mich, vor allem in seinen späteren CDs, mit die vielseitigste Musik in der Szene. Da klingt eben nicht jeder Song gleich.

Garth selbst ist vielseitig und abwechslungsreich. Ich habe nie verstanden, weshalb Musikkritiker bei Garth oft von einem "nivellierten Sound" gesprochen haben. "Gleich" klingen die Songs eher bei manchen seiner Epigonen.
.. kann man einem Künstler vorwerfen, dass er den Markt bedient?

Nö. Wer eine Platte veröffentlicht, bietet eine Ware an, die Käufer finden muss. Sonst kann der Musiker seinen Beruf an den Nagel hängen.
Wie gesagt... solange Carrie über 7 Millionen Käufer in den USA findet, kann das nicht alles so falsch sein, was sie macht.

Marc

Gut gesagt :wink:

Das er nicht mehr IN Nashville lebt und sich ein wenig in eine Villa zurückzieht, das hat vor allem etwas mit dem Schutz der Privatsphäre zu tun.

Kann ich gut verstehen. Meine eigene Lieblingssängerin ist ja nicht nur wegen der Steuervorteile aus den USA in die Schweiz umgezogen, sondern auch weil sie außerhalb der USA ihr Privatleben besser abschirmen kann.

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36186
Marc schrieb: Bruce Springsteen verabscheut zutiefst sein erfolgreichstes Album, aber damals musste man noch Geld machen...
:shocked: ... wo hast du das denn her? Das kann ich so nicht recht glauben.

Noch zu American Idol: mach nicht den Fehler und verwechsel American Idol mit DSDS. Das ist zwar der deutsche Ableger, aber da funktioniert es genauso.
Bei American Idol läuft es ganz anders (und meiner Meinung nach erheblich besser). Das wird eher als Talentsuche betrachtet, die es eigentlich auch sein soll. Den Musikern steht danach der gesamte Musikmarkt offen. Alle Genres, alle Richtungen. Und längst nicht nur für ein Jahr. Sicher ist bei manchen die Karriere nicht so tragfähig (oder sie machen "nicht die Musik, die wir kennen oder die bis nach Europa schwappt), aber es gibt auch einige große Namen:
Jennifer Hudson - gewann den Oscar mit ihrer Rolle in Dreamgirls
Chris Daughtry - gründete nach American Idol die Band Daughtry, die handfesten Rock macht und die erfolgreichste Newcomer Rockband ist, seit Jahren. 6 Millionen verkaufte Alben, allein mit dem Debut
Kelly Clarkson - muß man nichts zu sagen kennt man. American Idol ist lange her, sie ist noch da.
Fantasia Barrino (Künstlername Fantasia) - macht R&B, hat selbst über 2,8 Mio Platten verkauft und kassierte bis heute unzählige Awards für Kollaborationen.
Und im Country: Kellie Pickler, Bucky Covington.
Nun ja, es sind nicht immer die Gewinner, die den größten Erfolg danach haben. Aber das spricht eben meiner Meinung nach auch dafür, daß man diese Show als Talentbörse betrachtet.
Für mich ist American Idol genau das falsche Argument, um es zugunsten von Carrie Underwood zu werden.

Ja, es gibt Künstler, die für sich die wirtschaftliche Entscheidung treffen (müssen): ich brauch jetzt kommerziellen Erfolg um überleben zu können und Fuß zu fassen.
Mein Eindruck ist allerdings, den ich von Carrie Underwood gewonnen habe: nicht mal zu dieser Künstlerromantik taugt sie. Ehrlich gesagt wirkt sie auf mich wie eine Marionette: sie sagt nie eine eigene Meinung, entweder hat sie keine oder ihr ist eingetrichtert worden, bloß keinem vor den Kopf zu stoßen. Sie schreibt nicht ihre eigenen Songs (entweder kann sie es nicht oder sie darf es nicht) und sie hat nicht mal ihren eigenen Stil und imitiert immer gerne die "alten" Größen. Entweder hat sie ein besch****** Management, daß sie total verbiegt. Dann wünsche ich ihr, daß sie die Leute los wird, Geld genug hat sie inzwischen. Oder sie ist damit so ganz glücklich, daß sie nichts eigenes, originelles abliefern muß, um Erfolg zu haben. Dann, ganz ehrlich, wünsche ich mir, daß der Hype lieber heute als morgen vorbeigeht.

Für mich ist Carrie Underwood kein Repräsentant von Einfallslosigkeit im Country, denn ehrlich: ich sehe ihn nicht. Selbst die Rascal Flatts haben etwas unverwechselbares und eigenes. Keith Urban klingt so, daß viele ihm vorwerfen, er sei kein Country. Dierks Bentley ist wieder ganz anders ... usw. usw.
Für mich steht Carrie Underwood dafür, was ich am weiblichen Country zu tiefst verabscheue:
"Mädel, mach dir die Haare hübsch, zieh was schnuckeliges an, sexy, aber bloß nicht zu sexy um die konservativen zu verschrecken. Sei schön brav und skandalfrei. Mach bloß nicht den Mund auf und lächle lieb. Du findest alles toll.
Wir schreiben dir schon einen Song, der dich erfolgreich macht. Du mußt ihn nur singen."
Es ist ja nicht nur Carrie, die dieses Phänomen repräsentiert, aber ihre prominenteste Vertreterin:
Countryblondchen mit hübscher Stimme, aussehen, wie einer Countryblondchen-Klon-Maschine entsprungen und genauso viel im Hirn (zumindest zeigen sie es nicht, wenn sie etwas im Hirn haben).
Keine Ecken und Kanten!

Ich mag dann lieber Gretchen Wilson oder Jennifer Nettles, die zwar auch blond sind, aber sich auch mal den Mund verbrennen, weil sie eine eigenen Meinung haben. Die auch mal ungeschminkt zu einer Pre-Award Party gehen, mit Jeans, Shirt und Schal um den Hals. Die ihre eigenen Songs schreiben können und auch mal musikalische Wagnisse eingehen. Und eben Ecken und Kanten haben.
... it’s because country music acts feel privileged to be performing for their fans, whereas rock stars feel that their fans should be privileged to be in their presence. (Anthony Kuzminski)

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36190
ja, die gruende, warum ein kuenstler seinen stil nicht aendert oder einen erfolgreichen stil nachahmt sind klar ($). nur das ist irgendwo schade, da dabei so ein einheitsbrei rauskommt......
nochmal zu garth: vielleicht ist es falsch ruebergekommen, aber ich wollte nie seine musik anfechten. seine musik war und ist was neues, frisches und eigenes und vor allem was vielseitiges. wen ich kritisieren wollte, sind die ganzen nachahmer, fuer die garth ja nichts kann.
ich wollte auch nicht sagen, dass es keine kuenstler gibt, die etwas eigenes wagen. z.b. dierks bentley oder the wreckers heben bzw. hoben sich vom rest etwas ab. nur: the wreckers haben sich aufgeloest, dierks durfte bei den cma's 07 nicht singen......usw.
die kuenstler, die nichts neues rausbringen, versteh ich auch. warum sollte man etwas neues riskieren, wenn das geschaeft gur laeuft? nur ein kenny chesney animiert mich inzwischen nicht mehr, seine platten zu kaufen, genau wie ein tim mcgraw und andere......leider gibt es aber immer noch genug fans, denen die musik gut genug erscheint......acdc wirft man nicht vor, dass sie wie acdc klingen.....gutes argument......allerdings denke ich, dass die beibehaltung eines eigenen stils irgendwann dazu fuehrt, dass immer die gleichen alten fans die neuen cds ihres idols kaufen, immer die gleichen leute zu den konzerten gehen....und dass keiner daran interessiert ist, dass der kuenstler sich neu probiert (siehe z.b. george strait). das ist jetzt auch nichts schlimmes, nur als kreativ wuerde ich das nicht unbedingt beschreiben.

zum lifestyle nochmal: ne, ich finde auch nicht, dass sich ein australischer gitarrist nicht als cowboy ausgeben muss, wenn er es nicht ist. ich wollte nur ausdruecken: sobald der ruhm, die awards, das geld, usw. ueber die musik gestellt werden, wird die musik schlechter. (als beispiel dazu der carrie hype: bei ihr wird keine musik gemacht, bei ihr wird eine carrie verkauft, d.h. lange weisse kleider, 300 $-frisuren, rote-teppich-reden,usw. stehen im vordergrund.) und bei keith wird das geld auch grad immer mehr und die musik schlechter, daher befuerchte ich, dass fuer ihn der rockstar-lebensstil wichtiger werden koennte als die eigendliche musik, die er macht.....

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36200
und bei keith wird das geld auch grad immer mehr und die musik schlechter, daher befuerchte ich, dass fuer ihn der rockstar-lebensstil wichtiger werden koennte als die eigendliche musik, die er macht.....

Also diese Befürchtung kann ich nun ganz und gar nicht teilen. Ich fürchte eher, dass bei ihm das Privatleben immer wichtiger wird und er immer weniger Musik macht!

Auf der einen Seite beklagst Du Dich, dass ein George Strait sich nicht neu probiert und auf der anderen Seite beklagst Du Dich, weil sich ein Keith Urban neu probiert!
Veränderungen oder etwas Neues ist also nur gut, wenn es Dir gefällt, oder wie soll ich das jetzt verstehen?
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36209
Die Verkaufszahlen sprechen dafür, dass Millionen Musikhörer und Plattenkäufer die Musik von Carrie Underwood mögen, also hat sie ihre Existenzberechtigung. Für manche ihrer jungen Fans wird Carrie Underwood die Einstiegsdroge sein, bevor sie andere Country-Künstler für sich entdecken. Dass Carrie ihre Songs nicht selbst schreibt, würde ich ihr nicht vorwerfen: Songs schreiben und Songs interpretieren sind unterschiedliche Begabungen: die einen haben beide Begabungen andere haben sie nicht (Elvis, Frank Sinatra oder Meat Loaf - hervorragende Interpreten und Entertainer, keine Songschreiber; Bob Dylan - genialer Songschreiber, miserabler Interpret und Entertainer. Faith Hill ist auf fremde Songschreiber angewiesen, trotzdem höre ich ihre CDs aus den 90er Jahren sehr gerne). Carrie steht am Anfang ihrer Karriere - kein Mensch kann vorhersehen, ob sich künstlerische Originalität noch einstellt.



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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36216
Ich will ja kein öl ins Feuer gießen, aber mir ist Carrie Underwood (auch wenn der Hype übertrieben ist) doch wesentlich lieber und sympathischer als die verkiffte und abgewrackte Amy Winehouse.

Die Musik ist selbstverständlich Geschmackssache.

Monti.
Herzlichst,
Monti.

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36221
Mit ein paar kurzen Eindrücken möchte ich mich mal wieder zurückmelden:

1. Carrie Underwood. Meine allgemeine Meinung zu ihr habe ich ja schon regelmäßig kundgetan, "Before He Cheats" finde ich einen ihrer besseren Songs. Aber ihre Stilberatung ist beim Auftritt und noch viel mehr beim Kleid für den restlichen Abend total gescheitert. Es ist in sehr vielen Fällen nur schwer verständlich, warum KünsterIn A viel mehr Erfolg hat als KünstlerIn B, obwohl letztere/r objektiv betrachtet (was auch immer das ist) vielleicht besser ist. So funktioniert nun mal der Markt, und das kann man CU nicht vorwerfen.

Das zweite Album ist oft sehr schwer, vor allem wenn das erste sehr erfolgreich war. Da kann ich auch keinen Vorwurf machen, auf Bewährtes zu setzen. An den Songs hat sie offizell teilweise mitgeschrieben (wie viel, weiß keiner hier). Vielleicht ist sie auch so wie sie sich darstellt / dargestellt wird, das weiß ebenfalls keiner hier. Und in den wenigen Interviews die ich gesehen oder gelesen hat, kam sie mir nicht so unclever vor. Aber neues Ungemach droht an der Blondinen-Front, denn mit Julianne Hough (eigentlich Tänzerin und einigen vielleicht aus Dancing with the Stars bekannt) hat die Klon-Maschine bereits das Nachfolgemodell in petto. Mal sehen, wie sie sich schlägt.

2. Grammy's allgemein: Die meisten der Kategorien kann ich kaum beurteilen, da ich zuwenig kenne. Und so wird es auch vielen der Abstimmenden gehen, keiner kann sich in allen Genres gleich gut auskennen - was ganz natürlich zur Folge hat, das die Ergebnisse oft seltsam erscheinen. Da gebe ich nicht wirklich viel drauf.

3. Kenny Chesney: das finde ich nun seltsam. Gerade er hat doch wirklich einen relativ eigenen Stil, den er recht konsequent verfolgt und der ihn leicht erkennbar macht. Einerseits wird kritisiert, keiner hat einen eigenen Stil - andererseits wirft man ihnen vor, sie machen immer nur das Gleiche und probieren nicht neues :undecided:. Und wenn doch mal einer etwas wagt, wie AJ bei seinem (gerade noch) aktuellen Album, dann wird er gleich für seine Verhältnisse kommerziell abgestraft. Folge: Small-Town-Southern-Man-Kost so wie wir es von ihm kennen und mögen, womit wir wieder beim Lifestyle sind. Go Kenny - und Go AJ.

4. Amy Winehouse: Ich muss vorab sagen, dass ich weder von ihr noch allgemein in ihrem Genre viel kenne. "Rehab" lief zur Feier des Tages gestern im Radio, aber ich habe nach einer halben Minute abgeschaltet. Das klingt für mich genauso gut oder schlecht wie "Umbrella" oder was weiß ich. Aber es mag sein, dass sie die Awards musikalisch verdient hat und dann ist es auch ok so. Vielleicht kann mir ja jemand erklären, was das ist.

"Amy ist ein Junkie und Säufer" wurde bereits richtig festgestellt. Das sind in der Branche leider viele, aber das macht es nicht weniger problematisch. Und man kann natürlich argumentieren, dass es auf die musikalische Leistung ankommen sollte (was sowieso nicht unbedingt der Fall ist, wie wir bereits festgestellt haben). Aber gerade den "Newcomer"-Award finde ich in ihrem fall fraglich bis benklich, wenn man den Einfluss der Stars auf junge Menschen bedenkt. Sie wird so ja quasi als Vorbild dargestellt. Klar, es ist eine Krankheit, und ich kenn auch ihre Geschichte nicht. Trotzdem halte ich es für problematisch, zumal sie in einem Song wie "Rehab" ja geradezu damit zu kokettieren scheint (wie geschrieben, ich habe es nicht zuende gehört und vielleicht täusche ich mich ja auch). Da ist mir ein braves Blondinen-Modell wie CU ehrlich gesagt auch noch lieber.

Damit schließt sich der Kreis für
Stefan
I think I know why country listeners are seeking out music with some substance and grit and message. It's because the values spelled out in these songs are mostly lacking throughout our society today.

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