Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

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Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36135
Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

Schön... Keith hat mal wieder zugeschlagen... das finde ich natürlich toll... so kann es weiter gehen, alle 2 Jahre so einen Preis :grin:

Gratulation an alle... finde schon, dass die Preise ok sein, wenn auch der bei der "Gruppe" für die Eagles ein wenig weh tut....

Nebenbei muss ich mal wieder ein wenig schocken, denn auch eine meiner Lieblingsbands hat mal wieder zugeschlagen: Grammy für Slayer mit "Final Six"... den Song kann man sich bei Youtube auch anhören, wer will.

Marc
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36138
Ich habe mir das gestern nach in voller Länge angeschaut (und heute zum Glück einen Urlaubstag).
Ich fand die ganze Show, dafür das es das 50. Jubiläum sein sollte dann doch eher enttäuschend.
Die Performances, vor allem die wo Musiker mit anderen Musizieren oder etwas außergewöhnliches darbieten, waren schon toll. Davon gab es nur zu wenig.
Von Countryseite haben Brad Paisley und Carrie Underwood performt.
Für mich ist der Carrie Underwood - Hype, der ihr jetzt sogar einen Grammy einbringt, überhaupt nicht nachvollziehbar.
Ich bin daher nicht so sehr traurig, daß Song of the Year (den ohnehin nicht Carrie bekommen hätte für "Before he cheats", sondern ihre Songwriter, denn sie hat nicht ein Tönchen daran mitgeschrieben) an Amy Winehouse ging. Amy ist ein Junkie und Säufer, aber musikalisch liefert sie etwas wirklich außergewöhnliches ab.
Die Performance von Carrie war solide, sie hat alle Töne getroffen bei "Before he cheats". Es gab ein paar Stomp-artige Percussion-Tänzer und ihre Frisur war ...äh... viel (erinnerte irgendwie an die 80ger Jahre Blondchen, die sich auch immer so auftoupiert haben für Volumen). Und das war dann schon das besondere. Zu wenig für die Grammys für mich.
Brad Paisley hat auch eine solide Performance gebracht, aber die war im Vergleich zu den anderen Performances regelrecht einfallslos und leblos. Schade irgendwie! Ein bißchen der Show anpassen und Show machen, wäre eher die Devise gewesen. Und so haben dann Alicia Keys (die ich nicht mal wirklich mag), Beyonce Knowles mit Tina Turner (die wirklich erstreckend zurecht gestrafft war) und sogar Kanye West (dessen Musikrichtung nicht mal meine ist), mich irgendwie mehr gefesselt, als die Countryperformer.

Die Countrygrammys sind, finde ich, nicht gerechtfertigt zum größten Teil. Ich glaube, es wird Zeit, daß Genre-Grammys auch nur von den echten Genrevertretern der Jury gewählt werden dürfen. Ich schätze, das Ergebnis sehe anders aus.

Ich kann auch man andere Entscheidungen nicht verstehen. Das ein Song mit einem dämlichen Text "umbrella, ella, ella, e,e, a, a..) Rap (HipHop?) Song des Jahres werden kann. Sorry, aber da dürften sich die Vertreter dieses Genres auch leicht mißverstanden fühlen.

Schade, das Dierks Bentley nicht eine seiner vier Nominierungen nach Hause nehmen konnte.
Bon Jovi haben ihrer 20jährigen Bandgeschichte alle Ehre gemacht und nach dem letztjährigen Ausrutscher trotz Nominierungen wieder keinen Grammy bekommen.
Bruce Springsteen hat das New Jersey Kontingent vermutlich wieder ausgeschöpft und bis auf Rockalbum alle Nominierungen verwandelt.
Rockalbum ging an das schlechteste in der ganzen Liste (sorry, Foo Fighters).
Also, alles wie jedes Jahr.

Doch eine riesige Überraschung: Herbie Hancock zeigt es allen Jungspunden und räumt völlig überraschend (sogar für die Laudatoren) Album des Jahres ab. (Damit wurde dann auch verhindert, daß Amy Winehouse es den Dixie Chicks nach getan hätte. Sie hat bis auf diesen, alle nominierten Preise mitgenommen und das waren nicht wenig. Song of the year, Record of the year, New Artist... hab ich was vergessen?).

Zwei Performances sind mir in bester Erinnerung:
Lang Lang (der chinesische Pianist) spielt mit Herbie Hancock, begleitet von einem Swingorchester "Rhapsody in blue"
Amy Winehouse performt via Satellite aus London. Finger weg von den Drogen, Mädel. Dann bist du eine große.
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36140
countrygirl schrieb: ...
Für mich ist der Carrie Underwood - Hype, der ihr jetzt sogar einen Grammy einbringt, überhaupt nicht nachvollziehbar.
...

Für mich ist das nachvollziehbar: Nashville sucht nach Künstlern, die für ein junges Publikum attraktiv sind. Carrie Underwood erfüllt dafür die besten Voraussetzungen: sie besitzt Talent und Stimme und sie sieht gut aus.
countrygirl schrieb: Ich kann auch man andere Entscheidungen nicht verstehen. Das ein Song mit einem dämlichen Text "umbrella, ella, ella, e,e, a, a..) Rap (HipHop?) Song des Jahres werden kann...
...

Verstehe ich auch nicht. Ich bin aber froh, dass Rihanna nur einen Grammy bekommen hat. Wenn sie alle 6 Grammys bekommen hätte, für die sie nominiert war, dann würde sie wahrscheinlich glauben, sie sei eine bedeutende Künstlerin :grin:

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36141
Robby schrieb:
...
Für mich ist der Carrie Underwood - Hype, der ihr jetzt sogar einen Grammy einbringt, überhaupt nicht nachvollziehbar.
...

Für mich ist das nachvollziehbar: Nashville sucht nach Künstlern, die für ein junges Publikum attraktiv sind. Carrie Underwood erfüllt dafür die besten Voraussetzungen: sie besitzt Talent und Stimme und sie sieht gut aus.

Wie viele andere Künstlerinnen des Country. Welche Sängerin im Country hat eigentlich keine gute Stimme und Talent?
Ich finde das Carrie erschreckend unoriginell, uninspiriert und verwechselbar ist.
Sie passt ganz gut in den Country-Mainstream Geschmack vor allem für Männer: hübsch, aber nicht bedrohlich hübsch. Eher so Typ: das gutaussehende Mädel von nebenan. Bloß nicht mit einer eigenen Meinung anecken oder sich mal musikalisch etwas wagen, um dem Countryhörer nicht vor den Kopf zu stoßen und immer schön lächeln. Die Männer gucken ihr gerne zu und sie weckt noch so etwas wie Beschützerinstinkt, die kleinen Mädels wollen sich mit ihr identifizieren.
Und nun gehöre ich leider in keine der beiden Zielgruppen. Erwarte von einer Musikerin ein bißchen mehr, als ein hübsches Stimmchen und eine auftoupierte Blonde Mähne und Cheerleaderlächeln. Für mich ist sie typisch in ihrer Art, aber dafür umso weniger verständlich, warum nun ausgerechnet sie Preis über Preis absahnt.
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36143
Das wünschenswerte Maß an Originalität fehlt ihr bisher tatsächlich: auf mich wirkt sie musikalisch wie eine jüngere Ausgabe von Faith Hill, ihr Outfit bei der diesjährigen Grammy-Performance erinnert mich ein wenig an Shanias Auftritt 1999. Vielleicht entwickelt sie sich ja noch weiter.

Ob Musikpreise verdient sind oder nicht - darüber mache ich mir lieber nicht allzu viele Gedanken. Johnny Cash hat vor seinem Tod viele Jahre keine CMA Awards mehr bekommen: die Anerkennung für sein Spätwerk bekam er bei den CMA Awards erst nach seinem Tod. Und beim diesjährigen Grammy für Barack Obama ist der politische Hintergrund allzu durchsichtig.

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36145
Solange man so wenig Originalität und "Eigenes" und Profil zeigen muß, um sämtliche Preise abzukassieren, wird das wohl nichts mehr.
Im Moment tröste ich mich nur damit, daß so ein Riesenhype meistens in unserer Zeit genauso schnell verfliegt, wie er kommt. Und in ihrem Fall hoffe ich das jetzt wirklich mal. Es macht keine Spaß mehr Awardshows zu gucken, vor allem die Female- Awards, wenn Mrs. Underwood nominiert ist. So langsam bekommt Faiths damalige Reaktion bei den CMA (?) Awards für mich ja schon fast sympathische Züge. :grin:
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36147
countrygirl schrieb: ...
. So langsam bekommt Faiths damalige Reaktion bei den CMA (?) Awards für mich ja schon fast sympathische Züge. :grin:

Faith Hill hätte wahrscheinlich auch dann so reagiert, wenn der Preis an eine andere Kollegin gegangen wäre: sie hatte fest mit dem Preis gerechnet, und hat in diesem Moment die Selbstkontrolle verloren. Dafür ist sie ja in den Wochen danach auch abgestraft worden (zu Recht, denn so was gehört sich nicht).

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36150
nanana... sooo schlimm ist das nun alles nicht... Carrie hat nen guten Lauf, den ich ihr gönne, auch wenn es nicht 100% ein Geschmack ist... und wieso nicht weiter in diesem Stil machen, solange es noch geht? Ich finde das ok und ich hoffe, dass sie spätestens beim 4. oder 5. Album dann eigentständige Sachen macht, wenn die Rente gesichert ist und man auch mal Experimente machen kann... Seien wir mal ehrlich, wenn sich die DebutCDs von einigen heutigen Superstars anhört, dann merkt man, dass es schon immer so war, dass man sich dem Markt angebiedert hat, um erst mal einen Namen zu kriegen. Wenn man dann den Namen hat und auch ein wenig finanzielle Sicherheit, DANN kann man auch mal die Musik machen, die vielleicht mal ein wenig anders ist. Aber wie gesagt, am Anfang haben das viele gemacht und da schliesse ich meine Helden Garth und Keith ein.

Marc
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36151
Mit dem Unterschied, daß es für ihre Debuts nicht gleich Grammys und Awards ohne Ende gehagelt hat.

Mein Problem ist nicht das, was Carrie Underwood macht. Das machen viele Countrymusiker und das hat auch ihre Berechtigung.
Mein Problem ist der ungerechtfertigte Hype. Zu viele Awards für eine nicht wirklich herausragende Leistung.
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36153
Meine eigene Lieblingssängerin hat auf ihrer Debut-CD auch ziemlich beliebig geklungen. Dafür gab es allerdings (zu Recht) weder Musikpreise noch Chart-Erfolge. :wink:

Vielleicht kommt ja bei Carrie die Originalität noch. Ihr jetziges Album war mit Sicherheit nicht das letzte.

Der Hype ist gerechtfertigt - aus wirtschaftlicher Sicht. Man kann der Musikindustrie nicht vorwerfen, dass sie ein "Produkt" dem Verbraucher vermitteln will. Die Rechtfertigung liegt im Erfolg. Und schlecht ist Carries Musik nun wirklich nicht.

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