Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36159
Kommerzieller Erfolg ist aber keine Begründung für alle Awards - zumindest nicht für die Grammys.
Wenn es danach ginge, müssten Bon Jovi den Schrank damit voll haben. Aber sie haben gerade mal einen und auch dieses Jahr wieder mal nur Nominierungen. (und den einen, den sie haben, gab es im Country-Genre letztes Jahr).
Also da passt für mich so einiges nicht zusammen.
Bei den Grammys sollte es mehr um Qualität und nicht um Quantität gehen. Und wieso die Musikschaffenden der Jury Carrie nun für die beste Countrysängerin halten (bzw. ihre Performance von Before he cheats) lässt sich nun leider mit den Verkaufszahlen nicht so recht erklären. Es sei denn da haben die gevotet, die von Country keine Ahnung haben und nur das kennen, was man so im Radio hört.
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36160
"Sollen" und "Sein" sind verschiedene Dinge :grin: - gerade bei Musikpreisen. Johnny Cash hat die verdiente Anerkennung für sein Spätwerk zu Lebzeiten bei den Grammys und nicht bei den CMAs bekommen.
Es sei denn da haben die gevotet, die von Country keine Ahnung haben und nur das kennen, was man so im Radio hört.

Bei den CMAs (wo Carrie bereits mehrere Awards bekommen hat), gehe ich mal davon aus, dass die Leute, die für Preisverleihungen zuständig sind, mehr kennen, als das was man im Radio hört. :wink: Erfolg im Radio allein ist kaum das ausschlaggebende Kriterium bei Preisverleihungen - ob bei den Grammys oder den CMAs.

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36164
ich hatte mir eigendlich vorgenommen, die verleihung live im tv zu sehen, aber die show war einfach so schlecht, dass irgendwann "prince of bel air" unterhaltsamer war......
irgendwie komisch, denn die cma show 07 war schon so schlecht......
und neben der show war die verteilung der awards meiner meinung nach auch nicht sehr gelungen z.b. Foo Fighters fuer bestes rockalbum versteh ich nicht.
den komischen umbrelle-ella-ella.....-song find ich zwar auch n bisschen laecherlich, aber mal ehrlich: welcher hip hop song ist nicht ein bisschen laecherlich? (und das sagt einer, der grad in der stadt von will smith zum hip hop fan mutiert.....)
den auftritt von alicia keys fand ich auch nicht schlecht, aber das lag ehrlich gesagt weniger an der musik als an ihrem outfit :shocked: :kiss:

im country bereich war der grammy fuer carrie doch abzusehen, oder? ich schreib mal ganz offen: ich finde, carrie ist der perfekte repraesentant fuer die country music , wie sie derzeit ist: unkreativ, dem mainstream so weit angepasst, dass es langweilig ist und trotzdem erfolgreich, da der teil der bevoelkerung, der alben kauft (weiblich, zwischen 9 und 13 jahren), auf kreativitaet und individuellen sound der kuenstler wenig wert legt.
ich wuensche und hoffe, dass mal eine neue generation von kuenstlern auf die bildflaeche tritt und mal was frisches und kreatives auf die buehne bringt. ein individueller sound (wie ihn sich z.b. dierks bentley traut) kann dabei schon ein grosser schritt sein.
aber im moment legen die kuenstler (und da schliess ich sogar meinen helden keith urban ein) mehr wert auf den superstar-lifestyle als auf die musik. das heisst fuer mich, dass country musik auf den level von mtv pop abgeflacht ist. die geniale idee, mit der gath brooks gekommen ist (country und pop/rock zu vermischen) artet langsam in unkreativen mainstream artists aus.
allerdings, denke ich, gibt es hoffnung auf neue kreative kuenstler (die momentan groesstenteils noch ziemlich erfolgslos sind). denn wieviel schlimmer kann es werden?

ich hoffe, ich hab euch jetzt nicht zu sehr geschockt und zugetextet.....

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36168
Also ich kenne durchaus sehr gute HipHop Texte... ich mag zB. die Fanta 4 da sehr.

Das mit Keith und dem Superstar-lifestil verstehe ich nicht... werd da mal konkreter, was Dich da stört.

Garth die Schuld am heutigen Mainstream zu geben ist Unsinn.. Garth ist immer noch viel traditioneller als viele Neulinge... nein, eigentlich wiederholt sich eine Sache, die schon Mitte der 70er GENAU SO passiert ist... damals sind die Countryleute auch hingegangen und haben plötzlich des Geldes wegen seichten Pop gemacht.... raus kam Musik wie von Dolly, Kenny Rogers, Bellamy Brothers, Alabama usw usw usw... all diese Weichspülerschnulzenheinis, die eher in den Pop als in den Country passten...

Genau das pasiert im Moment auch wieder.... und was es braucht, das ist eine neue wilde Gruppe, wie damals die "Hat Acts". Wer das sein könnte? Keine Ahnung. Das ahnte man damals nicht und ich bin sicher, dass wir es jetzt auch nicht vorraus schauen können.

Marc
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36169
Ich kann die Verallgemeinerung von Ludwig gar nicht so nachvollziehen. Ich höre und erlebe im Country viele Richtungen und sehr interessante, originelle, Crossover- Sachen, die wirklich frisch sind. Einen Abgesang auf Originalität würd ich da nicht singen.
Ich würde mir nur wünschen, daß so etwas auch von Jurys, wie die Grammys belohnt würde und nicht auf das naheliegend, kommerziell erfolgreiche zurückgegriffen wird.
Denn es gibt genug interessantes, auch unter den nominierten. Nur gewinnen die selten die Preise bei solchen Events.
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36170
...raus kam Musik wie von Dolly, Kenny Rogers, Bellamy Brothers, Alabama usw usw usw... all diese Weichspülerschnulzenheinis, die eher in den Pop als in den Country passten...

Marc taktvoll wie man ihn kennt :grin: Wenn jemand so über "Islands In The Stream" von Kenny und Dolly herzieht, dann kann ich seeehr pöse werden :wink:

Dafür kann es nur eine angemessene Strafe geben :tongue:

(klick hier)
www.cosgan.de/images/midi/boese/s020.gif

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36172
Du kannst mich hauen, wie Du willst... es ist nun mal die Wahrheit, dass Anfang der 80er Country in den Seichtpop gedriftet ist.... Ich sag ja nicht, dass diese Songs schlecht sind, aber fakt ist auch, dass ein Kenny und eine Dolly nix mit zB. einem LeDoux gemein hatten. Die Zeiten ändern sich halt.

Einen Namen hab ich ganz vergessen... Mr. Lenorstimme Gill ist auch so ein Fall, der erst nachher dann auch wieder besser wurde.

Marc

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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36173
Dolly gab ihr Debüt bereits mit 13 in der Grand Ole Opry. Nana, wenn das in den Achtzigern war ist sie viel jünger als ich dachte. :grin: Aber Dolly hat mehrmals bewiesen, dass sie die Wurzeln ehrt.
Bereits in den 60ern/70ern gab es die Outlaws und eine Rückbesinnung zu den Wurzeln und zur künstlerischen Freiheit. Man unterschied damals explizit zwischen Country Rock und Country Pop. Man betrachte nur die popprinzessin Tammy Wynette, wie sie ein reaktionäres aber belanglose "Stand By Your Man" trällert. Schrecklich! Das schlimme ist, das so etwas auch noch gekauft wurde/wird - und zwar wirklich viel davon.
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36174
Marc schrieb: Garth die Schuld am heutigen Mainstream zu geben ist Unsinn.. Garth ist immer noch viel traditioneller als viele Neulinge...
Er zu seinen Anfangstagen schon viel traditioneller als durchschnittliche Nashvielle Sound jener Zeit. Zudem hat er traditionelle Instrumente wie die Fiddle und Kleidung wie den Cowboy-Hut wieder Salon-Fähig gemacht. Klar hat er ein breites musikalisches Spektrum von Rock, Blues, Gosple bis hin zu swinigen Sachen und eben auch Pop-Balladen, aber was soll daran falsch sein?
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Re: Gewinnner der 50. Grammy Verleihung

18 Jahre 4 Monate her
#36179
ich wollte garth keinesfalls schuld zuschreiben. im gegenteil, ich finde die musik, die er gewagt hat, total klasse. nur sein erfolg hat viele kuenstler dazu verleitet, seinen stil zu immitieren. so wurde der country-pop ganz gross ......und wie sieht die oberliga der country szene heute aus? carrie underwoods neues album hoert sich genauso an wie rascal flatts' "still feels good", ein kenny chesney traut sich nix neues, da er ja eh erfolg hat und geld macht, ein tim mcgraw bringt ebenfalls nichts neues.......usw.usw.....alles klingt gleich und daher ist alles irgendwie langweilig. bei jedem "neuen" song, der rauskommt, hab ich das gefuehl, ihn schonmal gehoert zu haben, da alles so schrecklich gleich klingt. das macht die musik langweilig und unattraktiv. selbst ein keith urban, der mit "golden road" und "be here" einen ganz eigenen, unverwechselbaren, genialen sound hervorgebracht hat, ist sich inzwischen mit "romeo's tune", "everybody" und aehnlichen songs dem heutigen mainstream country sound angepasst. es verkauft sich ja auch und ist sicherer, als was eigenes, neues zu riskieren. ich sag ja nicht mal, das die neues sachen von kenny, keith, tim und co. schlecht sind, nur ich hoere keinen unterschied zwischen ihnen. und wenn dann die sogenannten "new"comer ihre erste single veroeffentlichen, dann klingt die wie tausend andere songs, die es in den country charts in den letzten 4 jahren gab. da kann die single "tim mcgraw" einer taylor swift auch ein klasse song sein. nur wenn er genauso klingt wie 100 andere songs von 20 anderen kuenstlern, dann nimmt das dem song irgendwie die originalitaet......
das macht mich irgendwie traurig..... :cry:

aber ich moechte jetzt nicht alle kuenstler, die es gibt schlecht machen. leute wie dierks bentley oder little big town.....machen mir hoffnung. nur die gewinnen komischerweise keine grammies (womit wir wieder beim thema waeren)

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