Bing Crosby - 25 Cowboy & Western Songs

CD-Cover Bing Crosby - 25 Cowboy and Western Songs
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Automatisch würde man Bing Crosby nicht mit Country & Western in Verbindung bringen. Der 1903 in Tacoma, Washington, geborene und 1977 in Madrid - bei einer Runde Golf - gestorbene Sänger steht in seiner langen Karriere vor allem für jazzige Schnulzen und - selbstverständlich! - für seine Interpretation des Iriving Berlin Songs "White Christmas". Der Tannenbaum-Klassiker aus den frühen 40er Jahren gilt nach Elton Johns "Candle In The Wind" übrigens als erfolgreichster Song aller Zeiten.

Doch der Sänger und Schauspieler half mit seiner butterweichen Stimme auch tüchtig mit, das Country & Western-Genre populär zu machen. Das bestätigt diese satt mit 25 Titeln ausgestattete Compilation "25 Country & Western Songs".

Die über 70minütige CD geht gleich mal urig los: "Mule Train", ein Klassiker der frühen Countrymusik, mit jeder Menge Yippiehs und Peitschengeschnalze. Hört man den 1949 erstmals veröffentlichten Titel, wirkt der glatt polierte Tonträger allerdings sofort völlig unpassend: das ist Musik für eine Vinyl-Scheibe, wenn nicht gar für eine schwere Schellack-Platte. Jedenfalls für ein Medium, das knarzt und hoppelt und nicht alle akustischen Unebenheiten digital bereinigt.

Na ja, aber was will man machen? Vinyl kommt nur noch für Freaks in Frage und wer hat schon noch ein funktionstüchtiges Grammophon um eine Schellack abspielen zu können? So führt kein Weg an der CD vorbei - und in diesem Fall in die Zeit der kommerziellen Anfänge des Country-Sounds.

Dabei fällt auf, dass sich auch schon früher das Genre offen für populäre Musikströmungen zeigte. Bestes Beispiel: "I'm An Old Cowhand (From The Rio Grande)", das - trotz der eindeutigen Inhalte - musikalisch ganz im Dixieland angesiedelt ist. Aber auch bei anderen Titeln verknüpft der einstige Großmeister des Schmachtgesangs Country mit jazzigen Anleihen. Kein Wunder, immerhin debütierte Bing Crosby 1930 mit dem vielsagenden und durchaus auch als Karriere-Überschrift geltenden Film "King Of Jazz".

Astreine, staubige Roots-Country gibt es auf dieser CD natürlich auch reichlich zu bestaunen. Zum Beispiel eine Live-Version des Klassikers "Riders in The Sky", das putzige "Clementine", "Ridin' Down The Canyon", "San Antonio Rose" (auch ein Hit für Bob Wills & His Texas Playboys) und das immer wieder gern gehörte "Deep In The Heart of Texas" bei dem Woody Herman & His Woodhoppers den legendären Sänger unterstützten.

Stimmkräftig helfen bei "Don't Fence Me In" und "Pistol Packin' Mama" die berühmten Andrew Sisters aus. Das singende Terzett aus Minneapolis gehörte zu den Pionieren der Jazz- und Swing - und sorgt natürlich auch im Wilden Westen für etwas Großstadt Glamour.

Fazit: Mal nicht "White Christmas", sondern frühe Country-Songs - Bing Crosby zählt nicht umsonst zu den frühen Wegbereitern der Countrymusik. Eine CD, so nostalgisch wie ein Schwarz-Weiß-Western mit Errol Flynn.

Label: Country Street (Cargo) VÖ: 21. Dezember 2007

  • Titelliste

  • Links

01 Mule Train 14 Rancho Grande (My Ranch)
02 Don't Fence Me In 15 Empty Saddles (In the Old Corral)
03 Home on The Range 16 San Antonio Rose
04 Take Me Back to My Boots & Saddle 17 Sierra Sue
05 Tumbling Tumbleweeds 18 San Fernando Valley
06 I'm an Old Cowhand (From the Rio Grande) 19 Twilight on the Trail
07 Riders in the Sky 20 Deep in the Heart of Texas
08 Clementine 21 Who Calls?
09 When the Bloom Is on the Sage 22 Riding Herd on a Cloud Tonight
10 Ride Tenderfoot, Ride 23 Last Round Up
11 Ridin' Down the Canyon 24
12 Gotta Get Me Somebody to Love 25
13 You Are My Sunshine


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