Lakelin Lemmings veröffentlicht ihr selbstbetiteltes Debüt-Studio-Album
Man kann Lakelin Lemmings absolut nicht absprechen, dass ihre Musik nicht tatsächlich Country ist. Doch es reicht eben nicht, von Cowboys und Trucks zu singen. Mit zarten sechs Jahren begann die kleine Lakelin ihr Talent mit der Familie zu teilen, gefördert von ebenfalls musikalischen Vater, einem Country-Gitarristen. Wie gut, wenn man dann in der Generation TikTok aufwächst. Diesen Vorteil hatte eins ihrer genannten Vorbilder, nämlich Dolly Parton, damals halt nicht. Miranda Lambert dann schon. Diese hatte sicher auch keinen leichten Start und deshalb sehen wir es Lakelin Lemmings mal nach, dass da sicher noch Luft nach oben ist.
Der Start der eigenen Musik
Immerhin vermarktet die Künstlerin ja ihre eigene Musik und arbeitet hart an sich. Anfangs trat sie bei Talentwettbewerben und lokalen Festivals auf. Mit 12 Jahren dann begann sie, ihre Songs nach Nashville zu bringen. Die Hartnäckigkeit machte sie bezahlt. Sie schloss einen Vertrag mit der Quartz Hill Music Group ab, wo sie ihre Debüt-Single "American Dreamin'" herausbrachte. Der Song erzielte sofort zweistellige Platzierungszahlen. Radiostationen in den USA waren begeistert und Lakelin Lemmings wurde als neue aufstrebende Künstlerin gefeiert. Nebenbei baute sie stetig ihre Follower in den sozialen Netzwerken aus.
Mit Beharrlichkeit zum ersten Album
Bis auf "Keep The Faith" hat Lakelin Lemmings auch an allen 16 Songs ihres nun ersten Albums mitgeschrieben. "Ich schreibe meistens meine eigenen Lieder, aber als mir 'Keep The Faith' vorgestellt wurde, habe ich mich sofort in den Song verliebt, weil er eine so kraftvolle Botschaft vermittelt", äußerte sie sich dazu. "Er sprach meinen eigenen christlichen Glauben und die Überzeugung an, dass man gerade in schweren Zeiten einfach weiterbeten, weiterglauben und weitermachen muss. Angesichts all dessen, was derzeit in der Welt geschieht, ganz gleich, welche religiösen oder politischen Ansichten man vertritt, müssen wir alle am Glauben festhalten."
Man mag der jungen Künstlerin diese ganze Darstellung auch abnehmen. Wenn sie in "Drive a Truck" das Country-Mädchen gibt, das auch mal die andere Seite zeigen kann, und eben keine Angst davor hat, stark und rau zu sein. Alles gut. Doch stimmlich ist sie noch meilenweit davon entfernt. Wir unterhalten uns mal in ein paar Jahren.
Keine Miley und keine Taylor
Ja, die Latte in Nashville liegt hoch. Doch gab es in der Vergangenheit sehr wohl erfolgreiche Songschreiberinnen, die es von jungen Jahren an geschafft haben, ihren Platz in der Country Music und auch Crossover zu finden. Vielleicht kann nicht aus jeder ein Weltstar wie Taylor Swift werden, doch erinnern wir uns, wie beispielsweise Mylie Cyrus begann. Sie blieb ihren Country-Wurzeln doch irgendwie immer treu und zeichnete ihre eigene Marke. Durch Extravaganz. Bei Lakelin Lemmings lässt sich ein eigener Stil in keinem ihrer Songs erkennen. Sie sendet keine besondere Botschaft. Das Album läuft durch und das war es.
Wir mögen uns hier irren und irgendwann lesen wir von Lakelin Lemmings als Country-Superstar in den Schlagzeilen der Weltpresse und ihr Album "Lakelin Lemmings" schießt durch die Decke. Vielleicht weil alle amerikanischen Teenager in ihr eine neue künstlerische Heimat finden. Doch die Wahrscheinlichkeit ist gering.
Fazit: Lakelin Lemmings erstes selbstbetiteltes Album ist "nett" und das ist auch "nett" gemeint. Sie ist das typische amerikanische Mädchen mit sehr viel Talent, das gerade ihren großen Traum verwirklicht. Wir gönnen es ihr.











