Ben Gallaher bringt Kraft und Herz in sein neues Album "Time"
Ben Gallaherwuchs mit den Country-Größen der 90er Jahre wie Brooks & Dunn, Tim McGraw und BlackHawk auf und machte sich als Teenager auf den Weg, um sich ganz der Musik zu widmen. Dieser Weg führte ihn seitdem auf die Bühnen Amerikas, wo er gemeinsam mit Blake Shelton, Lynyrd Skynyrd, Hank Williams Jr. und Lee Brice auftrat und sich einen Ruf als einer der aufregendsten Live-Performer des Country-Rock erarbeitete.
Nach seinem Umzug nach Nashville hat sich Ben Gallaher schnell einen Namen als dreifache Bedrohung gemacht - als Sänger, Songschreiber und mitreißender Leadgitarrist. Sein riffbetonter Stil und seine raue Stimme wurden von Kritikern gelobt, American Songwriter bezeichnete ihn als "vielversprechenden jungen Songwriter" und CMT hob seine "authentische Kunstfertigkeit" hervor. Sein viraler "Stomp"-Riff explodierte online mit über 36 Millionen organischen Aufrufen, inspirierte mehr als 10.000 von Fans erstellte Videos und wurde von Legenden wie Peter Frampton gewürdigt. Wide Open Country hat ihn bereits als einen der "10 TikTok-Country-Sänger, die man im Auge behalten sollte" ausgezeichnet, ein Beweis für seinen wachsenden Einfluss. Auf seinem neuen Album "Time" wird Gallahers mitreißendes Gitarrenspiel von einer All-Star-Besetzung unterstützt.
Ben Gallaher seine Einflüsse aus dem 80er-Jahre-Rock stolz zur Schau
"Time" ist ein mutiges, kraftvolles Statement, das Gallaher als eine der vielversprechendsten Stimmen des Country-Rock etabliert. Während viele seiner Kollegen auf Poliertheit oder Pop-Glanz setzen, trägt Ben Gallaher seine Einflüsse aus dem 80er-Jahre-Rock stolz zur Schau und mischt Bryan Adams' raue Stimme mit Keith Urbans Drive und Rascal Flatts' Optimismus. Das Ergebnis ist eine Sammlung von Songs, die sich sowohl im Country-Radio als auch in einer Arena voller hochgereckter Feuerzeuge (oder eher Handybildschirme) zu Hause fühlen. Von rockigen Songs bis hin zu introspektiven Balladen lebt "Time" von der Balance zwischen großen Riffs und rohen Emotionen.
Das Album beginnt mit "I'll Take You", einem sonnendurchfluteten Rocksong mit einem Gitarrenriff, das irgendwo zwischen Bryan Adams und Rascal Flatts angesiedelt ist. Es reitet auf einer Welle der Freude und Liebe - "downhome over downtown and home grown over store bought" - und gibt den Ton für ein Album an, das sowohl das Leben als auch die Musik mit unverhohlener Energie feiert. "Rearview" hält die Dynamik mit einem eher countryartigen Riff aufrecht, behält aber das gleiche luftige, euphorische Gefühl bei. Wenn Gallaher davon singt, mit seiner Freundin Auto zu fahren und "zu singen, als würde der Himmel dich hören", wirkt das wie eine frühe Hymne von Keith Urban - unbeschwert, gitarrenlastig und voller Open-Road-Vibes.
An anderer Stelle lehnt sich "Betcha Money" noch stärker an Gallahers Bryan-Adams-Einflüsse an. Die Rauheit in seiner Stimme ist typisch für die 80er Jahre, obwohl die Texte fest in der Country-Tradition verwurzelt bleiben - sie erzählen davon, wie ein Mädchen mit Merle-Haggard-Platten, Camouflage-Hüten und Angelausflügen zum "Country-Fan" wird. Ein weiteres großartiges Gitarrensolo versetzt den Song in Rock-Gefilde und macht ihn zu einem der herausragenden Uptempo-Stücke. Später im Album setzen "Dirt Ones" und "Mistakes" die Reihe der hymnenartigen Songs fort. Ersterer ist ein kraftvoller Midtempo-Rocker darüber, seinen Wurzeln treu zu bleiben, in dem Ben Gallaher erklärt: "Du wirst eine Menge Kilometer zurücklegen, bevor du ans Ziel kommst." Der zweite Titel ist düsterer und erinnert mit seiner 90er-Jahre-Post-Grunge-Schwere an Bryan Adams' "Run to You" in Kombination mit Nickelback, während Gallaher singt: "Ich habe viel aus meinen Fehlern gelernt, um zu wissen, dass ich wahrscheinlich noch mehr machen werde."
"Time" beweist, dass Ben Gallaher nicht nur Einflüssen hinterherjagt
Aber Gallaher hat nicht nur rockige Songs im Repertoire - er versteht es auch, das Tempo zu drosseln und in die Tiefe zu gehen. "Bullet" schaltet einen Gang zurück und ist eine stimmungsvolle Midtempo-Ballade, die teils an The Calling, teils an Hinder erinnert, dabei aber immer einen Country-Rhythmus beibehält. Der hymnische Refrain - getragen von dem Versprechen, dass er sich für seine Geliebte eine Kugel einfangen würde- mündet in ein sengendes Gitarrensolo, das die emotionale Wucht unterstreicht. "Where Do You Go?" geht mit zurückhaltenden Gitarren und rauen Vocals noch einen Schritt weiter, wenn Ben Gallaher fragt: "Wohin gehst du, wenn dein Zufluchtsort weg ist?" Es ist ein herzzerreißender Track, der zart genug ist, um zu schmerzen, aber seine raue Stimme sorgt dafür, dass er dennoch, wie eine Hymne wirkt.
Der Titelsong des Albums, "Time", schlägt eine nachdenkliche Note an und verbindet Banjo-Klänge mit einem gleichmäßigen Rockrhythmus. "Ich wünschte, ich könnte mich wie die Zeit weiterbewegen", singt Gallaher und vermittelt damit eine Zeile voller hart erarbeiteter Weisheit. Es ist die Art von nachdenklichem Song, die das Album von einer bloßen Präsentation kraftvoller Riffs zu etwas Bedeutungsvollerem erhebt. Dieses Thema setzt sich mit "Kinda Can’t Say No" fort, das mit Akustikgitarren und einem cleveren, mitreißenden Refrain das Hin und Her des Zurückfallens in eine alte Beziehung einfängt, selbst wenn man weiß, dass "das letzte Mal ein Desaster war". Es ist eine arena-taugliche Ballade mit genug Verletzlichkeit, um ins Herz zu treffen.
Fazit: Insgesamt ist "Time" ein hochwertiges Album, das Country-Geschichten mit der Kraft von Rockhymnen verbindet, getragen von Ben Gallahers unverwechselbarer rauer Stimme und seinem mitreißenden Gitarrenspiel.











