Max McNown und die Crowe Boys spielen im ausverkauften E-Werk in Köln
Nachdem Max McNown im letzten Jahr seine Fans während seines einzigen Deutschland-Konzertes in der Hamburger Fabrik begeistert hat, entschied sich der Country-Sänger seine diesjährige Tournee auszuweiten und spielte so unter anderem auch im E-Werk in Köln. Doch bevor er die Bühne betrat, schickte er die Crowe Boys, um das Publikum anzuheizen.
Die Crowe Boys eröffneten den Abend mit einem 30-minütigen Akustik-Set
Die Alternative-Folk- und Country-Band Crowe Boys, bestehend aus den Brüdern Ocie und Wes Crowe, stammt ursprünglich aus den ländlichen Bayous von Louisiana, ist mittlerweile aber in New Orleans ansässig. Sie haben sich schnell zu aufstrebenden Stars der Americana-Szene entwickelt.
Bei diesem reduzierten Auftritt spielte Ocie Akustikgitarre und eine Bassdrum aus einem Baumstumpf, während Wes die Mandoline spielte und die Gesangsharmonien übernahm. Ihr Sound verband traditionelle Country-Geschichten mit dem reichen musikalischen Erbe von New Orleans. Die Songs behandelten Themen wie Beziehungen, Selbstfindung und persönliche Identität und wurden mit einem intimen und authentischen Charme vorgetragen, der das Publikum sofort in seinen Bann zog. Zu den herausragenden Songs gehörten: "Where Did I Go Wrong", "Made to Wander", "Let me Feel Alone" und "Bootstraps".
Max McNown liefert ein ausgefeiltes und energiegeladenes Set
Der Abend im legendären E-Werk Köln begann vor ausverkauftem Haus, trotz der intensiven Hitzewelle, die über der Stadt lag. Eine der führenden Konzerthallen Kölns war bis auf den letzten Platz gefüllt, während die Fans gespannt auf den Auftritt des aufstrebenden Country-Folk-Stars Max McNown warteten.
Kurz vor Beginn der Show erklangen aus den Lautsprechern des Veranstaltungsortes zwei bekannte Klassiker: "The Boys of Summer" von Don Henley und "I Won’t Back Down" von Tom Petty. Als letzterer allmählich in die Eröffnungsnummer des Abends überging, hätte man fast erwartet, dass das Publikum spontan mitsingen würde, um diese allseits beliebte Hymne zu begleiten. Überraschenderweise blieb das Publikum jedoch relativ zurückhaltend und sparte seine Energie für das, was noch kommen sollte.
Noch bevor er auch nur eine einzige Note gesungen hatte, hinterließ Max McNown sofort Eindruck. Als er mit seiner Band die Bühne betrat, sprang er in den Zuschauerraum hinunter, rannte an der Absperrung entlang und gab den Fans in der ersten Reihe High-Fives. Diese Geste gab den Ton für einen Auftritt an, der von Verbundenheit und echter Begeisterung geprägt war. Der Abend begann mit "Love Me Back", "Turned into Missing You", "This Side of Heaven" und "Stand Still".
Der amerikanische Sänger und Songschreiber aus Bend, Oregon, hat sich mit seiner Mischung aus modernen Country-, Folk- und Pop-Einflüssen in kürzester Zeit eine internationale Fangemeinde aufgebaut. Von Straßenmusik an den Stränden Südkaliforniens bis hin zu Millionen von Streams im Internet – McNowns Aufstieg verlief bemerkenswert schnell. Für alle, die die Geschwindigkeit seines Aufstiegs vielleicht in Frage gestellt haben, lieferte dieser Auftritt eine überzeugende Antwort auf die Frage nach seinem wahren Talent.
Max McNown verfügt über eine natürliche Bühnenpräsenz, die von einer außergewöhnlichen Live-Stimme ergänzt wird. Tatsächlich wirkt sein Gesang bei Konzerten sogar noch beeindruckender als auf seinen Studioaufnahmen. Seine leicht raue und doch warm klingende Stimme erfüllte jeden Winkel des Veranstaltungsortes, traf mühelos die erforderlichen Töne und vermittelte dabei echte Emotionen. Um ihn herum sorgte eine eingespielte und äußerst kompetente Band für präzise musikalische Begleitung, die den Songs Raum zum Atmen ließ und gleichzeitig während des gesamten Sets ein starkes Gefühl von Dynamik aufrechterhielt. Zwei Cover-Versionen wurden in die Setlist integriert: "Yellow" bildete den Abschluss von "Something to Someone" und löste tosenden Jubel aus. "Three Little Birds" wurde nahtlos in "Marley" übergegangen, begleitet von einem massiven Mitsingen.
Vergleiche mit Zach Bryan sind unvermeidlich. Sowohl Fans als auch Kritiker haben McNowns raue Stimme, sein gefühlvolles Songwriting und seine ungeschliffene Authentizität als Eigenschaften hervorgehoben, die ihn fest in der zeitgenössischen Americana- und Indie-Folk-Szene verankern. Doch obwohl diese Ähnlichkeiten leicht zu erkennen sind, hat McNown gezeigt, dass er weit mehr ist als nur ein Mitläufer aktueller Trends. Sein Auftritt präsentierte einen Künstler mit einer unverwechselbaren Stimme, wachsendem Selbstbewusstsein und der Fähigkeit, die Bühne sowohl mit Energie als auch mit Aufrichtigkeit zu beherrschen.
Auf der Setlist standen bekannte Songs wie "Done For", "Heart You Didn’t Break", "Forever Ain’t Long Enough" und natürlich "A Lot More Free" sowie "Better Me for You (Brown Eyes)".
Am Ende des Abends war klar, dass die Begeisterung um Max McNown nicht nur das Ergebnis von Streaming-Zahlen oder Social-Media-Hype ist. Sie basiert auf starken Songs, fesselnden Auftritten und einer echten Verbindung zum Publikum – Qualitäten, die in Köln voll zur Geltung kamen.
Max McNown spielt heute noch ein Konzert in München, das natürlich, zusammen mit vielen weiteren Veranstaltungen, in unserem Terminkalender steht.









