Black-Grass-Nacht in Köln mit The Bridge City Sinners

Bridge City Sinners live in Köln

Seit mehr als einem Viertjahrhundert machen wir nun schon CountryMusicNews.de und immer wieder überraschen uns Bands, von denen wir noch nie gehört haben, aber ihre Konzerte ausverkaufen. The Bridge City Sinners ist so eine Band, die gestern im ausverkauften Luxor spielten.

The Bridge City Sinners traten vor ausverkauftem Haus im Luxor in Köln auf

The Bridge City Sinners sind eine Dark-Folk- und Folk-Punk-Band aus Portland. Die 2016 gegründete Band ist dafür bekannt, traditionelle Instrumentierung von Appalachen-String-Bands mit einer wilden, kompromisslosen Punkrock-Attitüde zu verbinden und so einen unverwechselbaren Stil zu kreieren, der oft als "Y'allternative" oder "Death Folk" bezeichnet wird. Die Gruppe hatte bescheidene Anfänge und bestand ursprünglich aus der Sängerin Libby Lux und dem Kontrabassisten Scott Michaud, die beim Trampen auf den Gehwegen im ganzen Land als Straßenmusiker auftraten. Nachdem sie in Portland eine vollständige Besetzung gefunden hatten, bauten sie sich stetig eine treue Underground-Fangemeinde auf.

Johanna Rose & the Dreamboats erfüllen den Raum mit New-Orleans-Flair

Die Vorguppe war Johanna Rose & the Dreamboats, eine Musikgruppe aus New Orleans unter der Leitung der Sängerin, Songschreiberin und Kontrabassistin Johanna Rose. Bekannt für ihren charakteristischen "Gutter Jazz"- und "Gutter Folk"-Stil, präsentiert Rose eine rauchige, chaotische und ungezähmte akustische Mischung aus Jazz, Blues und Straßenpoesie, die den Geist von New Orleans einfängt und gleichzeitig eine rohe, zeitgenössische Note bewahrt.

Die fünfköpfige Band bestand aus Resonatorgitarren, einem Kontrabass und einer lebhaften Bläsersektion aus Saxophon, Posaune und Klarinette. Gemeinsam schufen sie einen satten Vintage-Sound, der das Publikum in die goldene Ära der New-Orleans-Musik entführte. Das warme Zusammenspiel von Streichern und Bläsern bildete die perfekte Grundlage für Johanna Roses kraftvollen und ausdrucksstarken Gesang, der das Herzstück der Darbietung bildete.

Während des 45-minütigen Sets hatte jedes Bandmitglied Gelegenheit, zu glänzen. Instrumentalsoli waren großzügig in die Arrangements eingewoben, sodass jeder Musiker sein Talent unter Beweis stellen konnte, während die geschlossene Energie des Ensembles erhalten blieb. Diese Momente unterstrichen sowohl das individuelle Können der Musiker als auch die starke Chemie innerhalb der Gruppe.

Der Auftritt stieß auf begeisterte Resonanz beim Publikum, dessen Energie im Laufe des Sets stetig wuchs. Als die Band die Bühne verließ, hatte sie den Saal erfolgreich angeheizt und das Publikum bestens auf den Headliner des Abends vorbereitet. Ihre temperamentvolle Mischung aus Jazz, Blues, Folk und New-Orleans-Flair erwies sich als perfekter Auftakt und war selbst ein unvergesslicher Auftritt.

Bemerkenswerte Songs aus dem Set: "Frenchmen Street", "Rats", "Hecate", "Devil Song" und "Real One".

Auch in Köln gewannen The Bridge City Sinners neue Fans hinzu

Der Abend der The Bridge City Sinners begann nach einer kurzen Umbaupause mit "Port Street Strut", "Midnight to Vice" und "Heavy", was die Stimmung im Saal sofort anheizte und den Ton für den Abend angab. Die Popularität der Band war während des gesamten Auftritts deutlich zu spüren, da das begeisterte Publikum – bestehend aus Fans aller Altersgruppen – von den ersten Akkorden an voll und ganz mitging.

Die fünfköpfige Band spielt ausschließlich traditionelle akustische Saiteninstrumente, ohne Percussionisten oder Schlagzeuger. Ihre Besetzung umfasst Resonatorgitarre, Kontrabass, Banjo und Fiddle, wodurch eine einzigartige Mischung aus Jazz der Prohibitionszeit, Bluegrass, Delta-Blues und dunklen Punk-Einflüssen entsteht. In Kombination mit stimmungsvollen, oft eindringlichen Texten ergibt sich ein unverwechselbarer Bluegrass- oder "Blackgrass"-Sound, der sich von zeitgenössischen Folk-Punk-Bands abhebt.

Das rasante akustische Picking der Band wurde perfekt ergänzt durch Libby Lux' düstere, bildhafte Texte und ihren kraftvollen Gesang. Ihr dynamischer Stimmumfang verlieh jeder Darbietung sowohl Intensität als auch Emotion, während die Musikalität der gesamten Gruppe während des gesamten Sets eine unerbittliche Energie aufrechterhielt. Die Gesamtatmosphäre fühlte sich an wie eine Reise zurück in die Prohibitionszeit, neu interpretiert durch eine moderne Punk-Brille und durchdrungen von einem rebellischen Geist.

Auf der Setlist standen Fan-Favoriten wie "Break the Chain", "Repent and Repeat", "Devil Like You", "Pick Your Poison" und "Sinners Saloon", um nur einige zu nennen. Jeder Song wurde mit begeistertem Applaus bedacht, was die starke Verbindung zwischen der Band und ihrem Publikum noch einmal unterstrich.

Am Ende des Abends war klar, warum die Bridge City Sinners überall, wo sie auftreten, eine wachsende und leidenschaftliche Fangemeinde anziehen.

The Bridge City Sinners haben noch einige Konzerte in Deutschland vor sich und Tickets können online bestellt werden. Viele Konzerte weiterer Künstler findet man in unseren Terminkalender.

vgw
Anmelden