Das Wetter zwingt Bywater Call vom Open Air- zum Club Konzert

Bywater Call live in Köln

Bywater Call ist eine kraftvolle siebenköpfige Southern-Soul-, Roots-Rock- und Blues-Band aus Toronto, Kanada. Die 2017 von der Leadsängerin Meghan Parnell und dem Gitarristen Dave Barnes gegründete Gruppe hat sich mit ihren rauen, energiegeladenen Live-Auftritten und ihrem vielseitigen Sound, der Rock, Blues, New-Orleans-Funk und R&B nahtlos miteinander verbindet, schnell einen weltweiten Ruf erworben.

Bywater Call lassen sich nicht in eine Schublade stecken und spielen in Köln bluesigen, gefühlvollen Roots-Rock

Der Name der Band wurde von einer Reise inspiriert, die Parnell und Barnes in das historische Viertel Bywater in New Orleans unternahmen, dessen reiches musikalisches Erbe ihren groovigen Stil bis heute prägt. Ihre Musik deckt das gesamte emotionale Spektrum der Höhen und Tiefen des Lebens ab und reicht von zarten Soul-Balladen bis hin zu mitreißenden Rock-Hymnen im Stadionformat.

Bywater Call machten ihren letzten deutschen Stopp der "Broken Souvenirs Tour 2026" in Köln. Ursprünglich für die Außenbühne geplant, wurde das Konzert aufgrund des unvorhersehbaren Wetters in den Yard Club verlegt. Die siebenköpfige Band betrat um 20:00 Uhr ohne Vorband die Bühne und hatte keine Mühe, das Publikum im ausverkauften Sall vom ersten Song an zu begeistern.

Bywater Call verkauft den Yard Club aus

Schon beim Eröffnungssong "Josie" wurde sofort deutlich, dass Meghan Parnell eine der besten Stimmen im modernen Blues-Rock besitzt. Drei-Minuten-Songs gab es nirgends; fast jeder Titel ging weit über seine Studiolänge hinaus und bot reichlich Raum für die ausgiebigen instrumentalen Erkundungen der Band.

Beim zweiten Stück, "As If", war die Jam-Session in vollem Gange, mit einem mitreißenden Wechsel zwischen Gitarren- und Trompetensoli. Dieses Zusammenspiel setzte sich den ganzen Abend über fort, mit Duellen zwischen Saxophon und Gitarre, Duellen zwischen Trompete und Gitarre und Momenten, in denen alle drei Instrumente abwechselnd Soli spielten. Dave Barnes lieferte auf seiner Gibson Standard Les Paul hervorragende Fingerpicking- und Slide-Einlagen, die er durch das gesamte Set hindurch einflocht.

"Is This Thing On" verlangsamte das Tempo und zog das Publikum in einen ausgedehnten Mitsing-Part, der um einen einprägsamen "ooo-ooo-ooo"-Refrain herum aufgebaut war. "Sunshine" bot ein jazziges Saxophon-Solo, das die bemerkenswerten genreübergreifenden Fähigkeiten der Band weiter unter Beweis stellte.

Die Setlist umfasste Titel aus allen drei Studioalben der Band und bot gleichzeitig einen Vorgeschmack auf Material ihres kommenden vierten Albums, das voraussichtlich im Juli erscheinen wird. Die Publikumslieblinge "Sweet Maria", "Ain’t No Friend of Mine" und "Everybody Knows" rundeten einen äußerst erfolgreichen Abend ab.

Viele Konzerte weiterer Künstler findet man in unseren Terminkalender.

vgw
Anmelden