Ian Hooper – 2 AM Rockstars Solo-Tournee im Club Volta, Köln
Der Abend begann mit Julian Pförtner, der mit einer akustischen Martin-Gitarre auf die Bühne kam und eine beeindruckende 30-minütige Performance hinlegte. Pförtner, ein deutscher Sänger und Songschreiber aus Bad Wimpfen, der auf Englisch singt, verbindet Country- und Folk-Einflüsse in seinem Sound und promotet derzeit sein Debüt-Album "Dreaming Wide Awake".
Vom ersten Song an wurde er vom Publikum herzlich empfangen, das seine Musik mit großer Begeisterung und Unterstützung aufnahm. Als Vorprogramm hatte Pförtner keine Schwierigkeiten, die Stimmung anzuheizen – er erntete Applaus, Lächeln und sogar Mitsingen während "Treat Me Like a Ghost". Seine Verbindung zum Publikum war offensichtlich und am Ende seines Auftritts holte ihn der Applaus für eine Zugabe von "Dreaming While Awake" zurück auf die Bühne. Der Auftritt endete mit tosendem Applaus und war ein klarer Erfolg für diesen vielversprechenden jungen Künstler.
Ian Hooper mit optimistischeren Sound
Ian Hooper, der seit 2008 in Berlin lebt, beschreibt sich selbst als "Folk- und Country-Künstler aus dem Pazifischen Nordwesten". Mit über einem Jahrzehnt Erfolg zusammen mit Mighty Oaks – darunter fünf Studio-Alben und Auftritte bei großen Festivals wie dem Montreux Jazz Festival, Rock am Ring und Lollapalooza – hat sich Hooper fest auf der internationalen Bühne etabliert. Ohne sich von der Band zu entfernen, beschreitet er nun neue Wege als Solo-Künstler und tendiert zu einem optimistischeren, poplastigeren Sound.
Im Club Volta präsentierte Hooper Songs aus seinem neuen Album "2 AM Rockstars" in einer intimen Atmosphäre, die die Barriere zwischen Künstler und Publikum aufhob – keine Grube, nur gemeinsamer Raum und Verbundenheit. Unterstützt von einem talentierten Quartett junger Musiker schuf er einen ausgewogenen Abend, an dem er persönliche Geschichten (das Herzstück seines Songwritings) mit einer Mischung aus Midtempo- und Upbeat-Tracks aus dem neuen Album sowie einigen unveröffentlichten Songs verband.
Das rund 300-köpfige Publikum reagierte während des 17 Songs umfassenden Sets begeistert, klatschte bei "I'll Wait for You" mit und begeisterte sich besonders für das mitreißende "Happy". Kein einziger Song blieb ohne Applaus und Jubel.
Nach einer kurzen Pause kehrte Ian Hooper für eine Zugabe mit vier Songs zurück. Am Klavier sitzend sprach er über seine Liebe zur Country Music und sein Bekenntnis, lieber eigene Songs zu schreiben als Cover-Versionen zu spielen, obwohl er eine rührende Ausnahme machte. In sanftes weißes Licht getaucht und von leichtem Bühnennebel umgeben, leitete Hooper die Zugabe mit einer herzlichen Interpretation von Tyler Childers' "Nose on the Grindstone" ein. Es war ein intimer, ehrlicher Moment, der den Geist des Abends verkörperte: authentisch, gefühlvoll und zutiefst menschlich.
Die ultra-intime Kulisse der Zugabe
Die restlichen drei Songs der Zugabe wurden auf wirklich einzigartige Weise dargeboten. Die Band verließ leise die Bühne und begab sich in die Mitte des Publikums, wo sie sich von den Fans umgeben ließ, um ein komplett akustisches Finale zu spielen. Diese spontane Aktion verwandelte das Ende des Abends in ein noch intimeres Erlebnis – nur Stimmen, Instrumente und herzliche Geschichten. Ian Hooper teilte persönliche, vom Leben inspirierte Songs, die tief nachhallten, und als sich das Publikum eng um die Band versammelte, fühlte sich die Verbindung völlig echt an. Es war einer dieser seltenen Live-Momente, in denen die Grenze zwischen Künstler und Publikum einfach verschwand.
Ian Hooper spielt heute noch in München und am Sonntag in Berlin. Termine vieler anderer Künstler stehen in unserem Terminkalender.









