War auch im Doug Seegers Konzert und bin wieder mal mit gemischten Gefühlen nach Haus gegangen. Der Künstler ist erste Sahne, keine Frage; aber die Lokalität? Ne, bitte nicht nochmal. Google nennt das Ding einen "quirligen Independence Club", es ist aber eher ne heruntergekommene schwarz gestrichene Bruchbude mit versifften Toiletten und ner verdreckten Spiegelwand... Am schlimmsten aber war der Sound: Extrem starker Bass, den man noch in den innersten Eingeweiden spüren konnte

Nichts dagegen zu sagen, wenn's zur Musik bzw Party passt; aber hier waren eigentlich eher die Stimme und der Text wichtig, und die gingen im voll übersteuerten Rest ziemlich unter. Dazu noch ne Brummschleife, die niemanden interessierte, da macht man's einfach lauter, dann hört man die nicht mehr... Es ist schade, wenn durchgeknallte Mischpult-Freaks einem das Erlebnis so vermiesen können... Klar is der Jung stolz auf seinen Bass-Wumms, aber hier wär Weniger etwas Mehr gewesen. So verlässt man das Konzert leicht gefrustet mit klingelnden Ohren, erst nach einigen Minuten kann man seinen Partner wieder in normaler Lautstärke verstehen. Aber immerhin sind die zwei gekauften CDs im Auto wunderbar zum Nachhören, und endlich versteht mein Weibi auch die Liedtexte
Aber 200 Besucher? So viele passen da garnicht rein, ich hätt's auf maximal 80 bis 100 geschätzt, bzw anders gesagt: Der Raum war sehr locker besetzt.