Hiho,
weiter geht es , ein neuer Monat steht an und so ist auch ein neuer
Promosampler in den USA an die Radios verschickt worden.
Welche dieser Singles macht Lust auf mehr von dem Album, oft sind
PromoSingles sogar ein Vorgeschmack auf neue CDs. So weiss man
oft erst durch die Promo, dass ein Künstler wieder aktiv ist.
wer hätte Chancen in den deutschen Charts, was gefällt Euch, was
nicht? Hättet ihr auch DIESE Songs zur Single gemacht?
Kennt ihr alle Künstler, über wen sollte man mehr
erfahren hier bei CMN, wer macht neugierig, wer ist inzwischen
antiquiert?
All das sollt und dürft ihr hier in diesem Thread
diskutieren. Viel Spass damit.
Hier nun die CountryRadio-PromoSingles-April-2008:
01 Taylor Swift - Picture to Burn
02 Rascal Flatts - Every Day
03 The Lost Trailers - Holler Back
04 Brad Paisley - I'm Still A Guy
05 Clint Black - Long Cool Woman
06 George Strait - I Saw God Today
07 Emily West - Rocks In Your Shoes
08 Blake Shelton - Home
09 Julianna Hough - That Song In My Head
10 Jo Dee Messina - I'm Done
11 Steve Earle with Allison Moorer - Days Aren't Long Enough
12 LeAnn Rimes - Good Friends And A Glass Of Wine
13 Carter's Chord - Young Love
14 Levi Web - Two Hearts
15 Jennifer Hanson - 73
16 Brittany Clark - Start Talkin' Love
17 Mica roberts (ft. Toby Keith) - Things A Mama Don't Know
18 Crystal Shawanda - You Can Let Go
19 Kelly Weaver - I Can't Let Go
Da ist sie, die Taylor, die sich seit gefühlten 24347 Jahren
in den Top3 der Albumcharts hält? Wieso? Keine Ahnung... vielleicht,
weil sie so ein wenig das "Mädel" von nebenan ist. Der Song macht
Spass, hat Power, aber stimmlich schwankt es dann doch sehr.
Erinnert mich ein wenig an eine Avril Lavigne des Countrys. Musikalisch
ist ein vielleicht ein wenig die Ersatzbefriedigung nach dem Wegfall
der "alten" Dixie Chicks, die einen sehr ähnlichen Stil hatten. Wie
gesagt, Taylor ist für mich ein Phänomen, was ich nicht wirklich
erklären kann... Fakt ist, dass die und ihr Management sehr geschickt
waren, denn ich bin mir 100% sicher, wenn die erste Single nicht den
Namen "Tim McGraw" gehabt hätte, dann würden wir nicht so viel über
die Dame reden, denn sie wäre nur eine unter vielen.
Rascal Flatts sind ja eigentlich ein Garant für gute Musik. Eigentlich.
Was mich ein wenig stört ist dann doch die Durchschaubarkeit der Songs.
So ist "Every Day" eine Ballade, ruhiges Piano am Anfang und ein paar
Strings.... sanfte Stimme... und doch, ich kenne die Band ja und weiss,
dass der grösste Fehler sein wird, nun lauter zu machen. Und genau das
passiert... beim Refrain dreht der Mischer schon ein wenig höher.
Gegen Ende des Songs wird der Soundpegel dann in meinen Ohren schon
wieder gar unerträglich laut, man nennt sowas Powerballade, aber es
ist eben eine wie die andere... Laut, das macht den Song in meinen
Augen kaputt... dann doch lieber sowas wie "Stay" von Sugarland.
The Lost Trailer drehen nun ein wenig auf. Ein Song, der in den Fuss
geht und mir gefällt... Wäre mal auf der letzten Big&Rich mehr
von solchen Sachen gewesen, denn ich finde schon, dass man das ein
wenig vergleichen kann. Mehr davon.
Brad Paisley... schade eigentlich... bis jetzt war keine seiner Singles
von der aktuellen CD schlecht... und nun? Auch wieder Fehlanzeige.
Kein Grund, was dagegen zu sagen. Stimme geil, Song geil, Text geil,
Musik geil, und dann noch ein echtes Stück für Kölner, denn es gibt
nicht viele Songs im Country, bei denen man einfach schwungvoll
mitschunkeln kann! Ich mag Brad nicht nur wegen seinem Gitarrenspiel,
sondern vor allem wegen seinem Humor. Er ist einer der wenigen (neben
Rodney Carrington vielleicht) in der Szene, der offen und ehrlich
über die Wahrheiten zwischen den Geschlechtern spricht... Ach Saibot,
Ich brauche Deine Hilfe: Gibt es eine Studioversion oder eine gute
Liveversion des Toiletsongs? Ich will doch mal meine Frau glücklich
machen...
Clint Black ist und bleibt einer der Giganten der 90er Jahre. Eine
Schande, dass es in den letzten Jahren sehr still geworden ist. Nach
einer Ballade meldet er sich nun mit einem Rocker zurück. Das markanteste
an dem Song ist eindeutig die Stimme. Clint ist einfach unverkennbar.
Auch wenn es rockig zugeht, ist es nicht zu modern. Er versucht nicht,
einen der jungen Wilden zu imitieren, sondern der Song passt einfach
zu ihm. Clint hatte neben seiner Countryschiene ja immer schon einen
leichten Hang in den Rock'n'Roll und den leicht swingenden Blues.
Wirklich guter Song, der allen Gstaadkartenbesitzern das Wasser im
Mund zusammen laufen lässt.. Einzig Clints Markenzeichen, sein
Mundharmonikaspiel, das fehlt hier leider... aber man kann nicht alles
haben.
Nicht nach Gstaad kommt George Strait. Schade eigentlich. Big George
hier mit seiner neuen Single aus dem neuen Album, was uns am 1. April
in den verspäteten Osternestern serviert wird. Der Song ist solide
Countryware, der Text ein wenig Kitschig, wie er üblicherweise von
werdenen Vätern geschrieben wird. Wenn man dieses Teil ins Deutsche
übersetzen würde, dann wäre es eine Hitsingle von Pur, sogar
musikalisch. Ich hoffe, dass es auf dem Album ein wenig mehr
Überraschungen und Abwechslung gibt, als sonst.... warten wir ab.
Emily West schraubt dann wieder am Tempo, damit es nicht zu sanft wird.
Der Song ist nett, nichts, was wirklich herausragend ist, aber ich
würde mir im Radio auch deswegen keinen neuen Sender suchen. Eine
gelungene Mischung vieler alter, bekannter Elemente, aber mit Schwung
dargeboten und deswegen kein Fehlgriff.
Blake Shelton haut uns danach eine Ballade um die Ohren. Kaum zu
glauben, es wird Frühling, wenn man sich diesen Sampler so anhört.
Ein schöner Song über die Sehnsucht, wieder nach Hause zu kommen.
Stimmlich sehr gut gesungen und perfekt zusammengesetzt mit dem
Harmoniegesang von Miranda Lambert, die man hier sanft im Hintergrund
mitschweben hört.... guter Song, wenn auch nichts Neues.