Parker Barrow - Hold The Mash

CD Cover: Parker Barrow - Hold The Mash
 

Parker Barrow kehren mit "Hold The Mash" zurück, ihrem zweiten Album in voller Länge und dem Nachfolger von "Jukebox Gypsies" aus dem Jahr 2023. Die Band aus Nashville schöpft weiterhin aus den Genres Southern Rock, Blues Rock und klassischem Hard Rock und zeigt diesmal eine klarere Ausrichtung, wobei sie die bei ihrem Debüt eingeführte Formel eher verfeinert als neu erfindet.

"Hold The Mash" ist das zweite Stuio-Album der Band Parker Barrow

Angeführt von Sängerin Megan Kane und Schlagzeuger Dylan Turner hat sich Parker Barrow ihren Namen nach dem berüchtigten Verbrecherduo Bonnie Parker und Clyde Barrow gegeben, wobei diese Anspielung eher als Inspiration für die Identität der Band dient als als wiederkehrendes Thema. Die aktuelle Besetzung wird durch die Gitarristen Alex Bender und Will Tipton, Bassist Kyle Priber sowie Keyboarder Eric Safka vervollständigt, deren Beiträge dazu beitragen, der Band einen volleren Sound zu verleihen.

Musikalisch ist "Hold The Mash" im Bluesrock verwurzelt, integriert jedoch Elemente des Southern Rock und des klassischen Hardrock. Slide-Gitarren, bluesbasierte Riffs und eine warme, organische Produktion dominieren das Album und erinnern an Bands wie Lynyrd Skynyrd, The Allman Brothers Band und The Black Crowes, ohne sich dabei vollständig auf Nachahmung zu verlassen. Auch wenn das Album selten weit von seinem etablierten Sound abweicht, ist das Songwriting durchweg stark genug, um von Anfang bis Ende zu fesseln.

"The Healer" eröffnet das Album mit geschmackvollem Slide-Gitarrenspiel und legt die bluesige Ausrichtung des Albums fest. "Blinded" legt die Messlatte noch höher und verbindet ein raues Southern-Rock-Riff mit einer von Kanes stärksten Gesangsdarbietungen auf der Platte. "Novocaine" tendiert leicht in Richtung geradlinigen Hardrocks und erinnert an die Rauheit von Bad Company oder Nazareth, behält dabei aber genug Southern-Flair bei, um sich nahtlos in den Fluss des Albums einzufügen.

Die ruhigeren Momente auf Hold The Mash erweisen sich als lohnenswert

Die ruhigeren Momente erweisen sich als ebenso lohnenswert. "Olivia Lane" beginnt als zurückhaltendes Akustik-Blues-Stück, bevor es sich allmählich zu einem elektrischen Finale ausweitet, in dem die kantigen Gitarren und der selbstbewusste Gesang auf wunderschöne Weise die Oberhand gewinnen. "Ruby's Reckoning" folgt einem ähnlich reduzierten Ansatz und verschmilzt Akustik-Blues- und Folk-Einflüsse zu einem der zurückhaltenderen, aber unerwartet befriedigenden Titel des Albums.

Das abschließende Epos "My Morning Song" bildet das Herzstück des Albums. Der über acht Minuten lange Titel beginnt als schwungvoller Southern-Rock-Song, bevor er in einen emotionsgeladenen, von Orgelklängen bereicherten Mittelteil übergeht, der durch ein großartiges Gitarrensolo hervorgehoben wird, das an einige der besten Momente der Allman Brothers Band erinnert. Von dort aus trägt der Song seinen Schwung bis zu einem kraftvollen Finale fort, wobei seine bluesige Selbstsicherheit und die schwebenden Gitarrenklänge stets im Mittelpunkt stehen.

Fazit: "Hold The Mash" trägt seine klassischen Einflüsse zwar stolz zur Schau, tut dies jedoch mit genügend Eigenständigkeit und starkem Songwriting, um nicht bloß nostalgisch zu wirken. Allerdings ist das Album mehr Rock als Southern Rock – ein Fehler das Album als Souther Rock zu labeln.

vgw
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