The Band Loula - Sweet Southern

CD Cover: The Band Loula - Sweet Southern
 

Die Band Loula - Logan Simmons und Malachi Mills sind beste Freunde und stammen aus dem Norden des US-Bundesstaates Georgia. Sie haben einen unverwechselbaren Sound entwickelt, den sie "Swampgrass" nennen und der auf eindringlichen Akustikklängen, rauen Harmonien und fesselnden Geschichten basiert. Ihr Major-Label-Debüt gab es im August 2024 mit der Veröffentlichung von "Don't Call Me", das sie gemeinsam mit Dave Barnes geschrieben haben und das den Grundstein für ihre gefühlvolle und raue Country-Ästhetik legte. Anfang 2025 setzten sie ihren Erfolgskurs mit "Running Off the Angels" fort, einer kulturell aufgeladenen, eindringlichen Ballade, die sie gemeinsam mit Peyton Porter geschrieben haben. Das Duo gab am 23. Mai 2025 sein Debüt in der Grand Ole Opry, wo es Standing Ovations erhielt und sich als kraftvolle Live-Band etablierte.

The Band Loula bringt Swampgrass-Freude auf ihrer neuen EP "Sweet Southern Summer"

Die Begeisterung hielt bis in den Sommer 2025 an, als die Veröffentlichung ihrer Debüt-EP "Sweet Southern Summer" angekündigt wurde. Das sechs Titel umfassende Projekt, produziert von John Osborne (Brothers Osborne), enthält bereits veröffentlichte Songs wie "Can't Please 'Em All", "Running Off the Angels" und den Titelsong "Sweet Southern Summer". Die neueste Single "I Love Leavers", die gemeinsam mit Marcus Hummon geschrieben wurde, erschien kürzlich. Das Duo beschreibt sie als "ein Lied über all die nichtsnutzigen Idioten, die wir hätten verlassen sollen, aber nicht verlassen haben" - eine Hymne auf die harte Wahrheit über Herzschmerz und Rückfälle.

"Sweet Southern Summer" ist eine mutige Vorstellung eines der faszinierendsten neuen Duos der Country Music. Auf sechs Tracks verbinden Logan Simmons und Malachi Mills sumpfigen Southern Grit, Gospel-Einflüsse und Bluegrass-Funk zu einer Klangpalette, die sowohl vertraut als auch völlig neuartig wirkt. Produziert von John Osborne von Brothers Osborne mit zusätzlichen Akzenten von Greg Bieck, zeigt das Album das Talent des Duos The Band Loula für lebhafte Geschichten und messerscharfe Harmonien, während es gleichzeitig an die Traditionen von The Civil Wars, Delta Rae und sogar klassischen Rockgrößen wie Led Zeppelin anknüpft. Es ist ein Album, das von den Texturen des Lebens im Süden durchdrungen ist - Hitze, Schmutz, Sünde, Erlösung und ironischer Humor - und das von Anfang bis Ende Aufmerksamkeit verlangt.

"Sweet Southern" ist die Art von Platte, die dazu bestimmt zu sein scheint, Türen zu öffnen - auf Bühnen, in Playlists und in Herzen.

Die EP beginnt mit "Running Off the Angels", einer von südlichem Voodoo geprägten Hymne, die von Malachis leidenschaftlichem Gesang und einer atmosphärischen Geigenmelodie getragen wird. "Hallelujah, ich bin gerettet", singt sie und gibt damit den Ton für eine Geschichte über Teufel, Engel und Erlösung im Bible Belt an. Mit seinen sumpfigen Untertönen steigert sich der Track zu einem Crescendo, das die Grenze zwischen rootsigem Folk und klassischem Rock-Bombast verwischt. Hier gibt es eine dramatische Wendung, die an The Civil Wars in ihrer eindringlichsten Form und Delta Rae in ihrer theatralischsten Form erinnert, bevor sie in einen letzten Abschnitt übergeht, der Anklänge an Led Zeppelins legendären "Stairway to Heaven" enthält. Es ist eine Eröffnungserklärung, die The Band Loula als furchtlose Genre-Bender ankündigt.

Mit "Karma's the Devil", dem herausragenden und vielleicht explosivsten Track der EP, wird es düsterer. Der Song beginnt mit Malachis feurigem Gesang über einer Hammondorgel wie eine Gospelhymne, bevor er in einen kraftvollen Mix aus Slide-Gitarren, hämmernden Percussions und rauen Harmonien übergeht. "Du wirst deinen Meister finden, Karma ist der Teufel", singt sie und vermittelt dabei gleichermaßen Wut und Erlösung. Der Groove treibt mit einer Energie voran, die auch in einer Southern-Rock-Arena der 80er Jahre nicht fehl am Platz wäre, sodass man sich leicht vorstellen kann, wie dieser Track bei einem Live-Auftritt das Dach zum Einstürzen bringt.

"I Love Leavers" bringt die EP zurück in das Swamp-Grass-Territorium, indem es Banjo mit stampfenden Trommeln und ironischem Humor verbindet. Hier zählt Malachi mit einem Augenzwinkern und einem Grinsen eine Reihe von unvollkommenen Liebhabern auf - "Gebrauchtwagenhändler, Parasiten und zwanghafte Betrüger". Es ist eine clevere Interpretation von Herzschmerz, ein Song, der schlechte Entscheidungen in einen mitreißenden ländlichen Jam verwandelt. John Osbornes Produktion ist hier besonders prägnant, sie schafft einen Ausgleich zwischen Härte und Humor und verleiht dem Song einen rockigen, rootsigen Touch. Es ist eines der deutlichsten Beispiele für das Talent des Duos, die Schwierigkeiten des Lebens in mitreißende Hymnen zu verwandeln.

Was alles zusammenhält, sind die scharfsinnigen, witzigen Texte von the Band Loula

Das Album endet mit "Who Gets to Heaven", einem gospelartigen Stück, das Witz mit Intelligenz und musikalischer Dynamik verbindet. Aufgebaut auf sumpfigen Bluegrass-Rhythmen und unterbrochen von cleveren Tempowechseln, sinniert der Track darüber, wer sich einen Platz im Jenseits verdienen könnte - oder auch nicht. Mit augenzwinkernden Texten über scheinheilige Menschen, die sich für etwas Besseres halten, rät das Duo den Zuhörern, "den Kopf zu neigen und ein guter Mensch zu sein", bevor es zu einem fröhlichen Gospel-Finale mit Handklatschen übergeht. Es ist ein mitreißender Abschluss, der die zentrale Spannung der EP zwischen Sünde und Erlösung, Gericht und Gnade unterstreicht, verpackt in einer unwiderstehlichen Energie.

Fazit: Letztendlich ist "Sweet Southern Summer" ein gelungenes Debüt, das The Band Loula als eine der spannendsten neuen Bands im Country- und Americana-Bereich etabliert. Auf den sechs Tracks der EP wechselt die Musik nahtlos zwischen Country, Gospel und Southern-Fried-Rock, ohne jemals ihre Identität zu verlieren.

vgw
Anmelden