Das TV-Unternehmen Viva Media AG mit den Musiksendern Viva und der Produktionsfirma Brainpool wird an den US-Medienkonzern Viacom (Paramount, MTV) verkauft.
Der Preis für das Paket von 75,5 Prozent der Aktien liegt knapp unter 310 Mio. Euro oder 12,60 Euro je Aktie
Das Geschäft soll am kommenden Mittwoch bekannt gegeben werden. Gleichzeitig damit soll ein Pflichtangebot an die restlichen Aktionäre erfolgen. Ursprünglich war bereits der kommende Montag als Termin geplant. Aufgrund organisatorischer Gründe wurde der Termin verschoben.
Viva-Vorstandschef Dieter Gorny wollte sich zu dem Verkauf auf Anfrage nicht äußern. "Kein Kommentar", hieß es.
Größte Viva-Anteilseigner sind die Time-Warner-Tochter Turner Broadcasting System International mit 30,6 Prozent und der Musikkonzern Universal mit 15,3 Prozent. Durch die übernahme der Anteile verbessert Viacom seine Marktposition in Europa. Da der US-Konzern auch den konkurrierenden Musiksender MTV kontrolliert, dominiert Viacom zudem den deutschen Musikfernseh-Markt. Dies könnte die Kartellbehörden auf den Plan rufen, allerdings nur wenn sie zu der Auffassung gelangen, dass es einen gesonderten Musikfernsehmarkt in Deutschland gibt.