Rich O'Toole

Nach Autounfall hat Rich O'Toole den Fahrdienst Uber und dessen Fahrer verklagt.

Der texanische Country-Sänger Rich O'Toole hat Klage gegen den Fahrdienst Uber und einer seiner Fahrer eingereicht. In dem Schriftsatz behauptet der Kläger, dass der Uber-Fahrer rücksichtslos gefahren sein und seine Nachlässigkeit hätte zu einem Unfall geführt.

Die Anwaltsfirma von Rich O'Toole, Doyle LLP Trial Lawyers, hat eine Pressemitteilung herausgegeben aus der hervorgeht, dass Rich O'Toole via Uber einen Fahrer bestellt hat, der ihm von einem Restaurant in Amarillo, Texas, zu seinem bevorstehenden Konzert fahren sollte. Der Fahrer, Abdallah Ahmed, soll sich dann verfahren und mitten auf einem Highway gehalten haben, was zu einem Auffahrunfall geführt hat. Rich O'Toole wurde dabei mit einem Bruch am Nacken verletzt und musste operiert werden, um eine dauerhafte Lähmung zu verhindern. Der Country-Sänger gibt an, dass es eine lange Zeit dauern wird, bis er wieder genesen wird.

Als Schaden machen die Anwälte von Rich O'Toole geltend, dass er seine Tournee nicht fortsetzen, die Veröffentlichung seines sechsten Studio-Albums, "American Kid", zu promoten.

In der Klage wird weiterhin angeführt, dass Uber häufiger in diese Arten von Unfällen verwickelt ist und bereits in einigen Fällen das Gesetz zur Personenbeförderung gebrochen hat.

Uber selbst hat noch keine Stellungnahme abgebeben.

Diverse Klagen gegen Uber

Uber steht nicht nur in den USA immer wieder vor Gericht. Auch in Europa ist der Fahrdienst umstritten. Einige Länder der EU haben ihn sogar verboten. Zurzeit ist eine Klage eines spanischen Taxi-Unternehmens vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) anhängig und es sich eine Niederlage an. Sofern das Gericht der Einschätzung eines wichtigen Gutachters folgen, könnten die EU-Staaten von dem Unternehmen künftig verlangen, dass es die gleichen Lizenzen und Genehmigungen vorweisen muss wie Taxibetriebe und damit die Tätigkeit der Firma stärker reglementieren, als dieses bisher der Fall ist.

Das Gericht soll derzeit klären, ob es sich bei Uber um einen elektronischen Vermittlungsdienst zwischen Fahrer und Kunde handelt, so wie sich Uber selbst immer darstellt, oder ob es sich um eine reine Verkehrsdienstleitung handelt, die sich also an die bestehenden Regelungen im Taxi- und Transportbereich halten muss. Ein Urteil hier wird Ende 2017 erwartet.


Anmelden