Grand Ole Opry-Mitglied Jean Shepard gestorben

Jean Shepard gestorben

Im Alter von 82 Jahren hat Jean Shepard die Bühne für immer verlassen.

Die Reihen derer, welche die "gute alte Zeit" der Country Music noch miterlebt, sie wesentlich mitgestaltet haben, lichten sich. Nun ist eine weitere große Dame für immer gegangen. Jean Shepard hat die Szene mit geprägt und den Fans Hits geschenkt. Die Grand Ole Opry, der sie im letzten November 60 Jahre lang angehörte, hat ein weiteres ihrer Mitglieder verloren.

Ein Leben für die Country Music

Als Jean Shepard als am 21. November 1933 als Ollie Imogene Shepard in Oklahoma geboren wurde, siedelten ihre Eltern drei Jahre später mit ihr nach Kalifornien um. Mitte der 1940er Jahre wurde sie von Hank Thompson entdeckt, als sie bei der Formation The Melody Ranch Girls sang.

Bereits 1952 unterzeichnete sie einen Vertrag bei Capitol Records, doch ihre erste veröffentlichte Single konnte in den Charts nicht landen. Jean Shepard ließ sich nicht entmutigen, nahm ein Jahr später mit Ferlin Husky das Duett "A Dear John Letter" auf, das sich millionenfach verkaufte. Ferlin Husky war zu dieser Zeit bereits bekannt, was Jean Shepard zu Gute kam. Zwei Jahre später jedoch wollte sie es als Solistin schaffen. Hits, wie "A Satisfied Mind", "Beautiful Lies" und "I Thought of You" folgten in der Reihe und brachten Jean Shepard in die Grand Ole Opry.

Jean Shepards privates Drama

Auch privat brachte der Eintritt in die Grand Ole Opry der Sängerin Glück. 1960 lernte sie dort ihren späteren Ehemann Hawkshaw Hawkins kennen und lieben. Ihre Fans nahmen Anteil am Leben der beiden Stars, obwohl sie nie gemeinsam einen Song aufnahmen. Sie waren ein schillerndes Paar der Country-Szene und wurden bei öffentlichen Auftritten stets gern gesehen. Doch lange sollte das Glück ihnen nicht beschert sein. Als Jean Shepard 1963 gerade mit ihrem zweiten Kind schwanger war, verunglückte ihr Mann tödlich bei einem Flugzeugabsturz in Camden, Tennessee, als er sich auf dem Rückflug von einem Konzert befand. Der gemeinsame Sohn Hawkshaw Hawkins Jr. wurde einen Monat später geboren.

Nach dem Tod ihres Mannes stürzte sich Jean Shepard wieder in die Arbeit. Mit "Second Fiddle (To An Old Guitar)" schaffte sie es nach der Trauerphase 1964 zurück in die Charts. Hits, wie "Many Happy Hangovers to You" oder das Duett "Slippin Away" mit Bill Anderson 1970 folgten. Die letzte Chart-Platzierung hatte Jean Shepard 1978 mit "The Real Thing".

Die letzten Jahre Jean Shepards

Auch nach offizieller Beendigung ihrer Karriere ging Jean Shepard von Zeit zu Zeit noch immer auf Tour und trat in der Opry auf. 2011 wurde die Sängerin als Mitglied der Country Music Hall Of Fame aufgenommen, 2014 veröffentlichte sie ihre Autobiographie "Down Through The Years". Die Musik gab Jean Shepard Kraft bis zu den letzten Wochen, die sie in einem Hospiz verbrachte. "Heute ist einer der härtesten Tage meines Lebens. Meine Mutter wurde heute Morgen nach Hause gerufen und hat nun ihren Frieden. Bitte behaltet unsere Familie in dieser harten Zeit in Euren Gebeten. Wir danken jedem für sein Mitgefühl und Unterstützung, veröffentlichte Jean Shepards Sohn Hawkshaw Hawkins Jr. gestern.

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