"Searching For Sugar Man" Regisseur Malik Bendjelloul unerwartet im Alter von 36 Jahren verstorben

Malik Bendjelloul verstorben

Der schwedische Dokumentarfilmer und Oscar®-Preisträger Malik Bendjelloul ist, wie die schwedische Zeitung "Svenska Dagbladet" berichtet, am Dienstag, den 13. Mai, tot in seiner Stockholmer Wohnung aufgefunden worden. Bendjelloul wurde nur 36 Jahre alt. Der Sohn eines aus Algerien stammenden, schwedischen Physikers und einer schwedischen Malerin startete seine Karriere in der Filmindustrie mit 13 Jahren in einer schwedischen Fernsehserie. Später studierte er Filmproduktion und Regie im schwedischen Kalmar. Internationale Bekanntheit erlangte Regisseur Bendjelloul mit dem Dokumentarfilm "Searching For Sugar Man". Darin erzählt er die Geschichte zweier Musikfans aus Südafrika und ihrer Suche nach dem amerikanischen Folksänger Sixto Diaz Rodriguez.

Der aus Detroit, Michigan stammende Rodriguez hatte in den 70er Jahren zwei, zunächst erfolglose Studioalben aufgenommen. Daher ließ ihn seine Plattenfirma fallen. In den späten 70ern wurden die Alben in Australien und Südafrika erneut veröffentlicht und waren überaus erfolgreich. Dies teilte die Plattenfirma Rodriguez allerdings nicht mit. Seine Lieder wurden in Südafrika Teil der Anti-Apartheidsbewegung. Da sich Rodriguez ins Privatleben zurückgezogen hatte und Südafrika durch die Apartheid international isoliert war, entstand dort das Gerücht, dass Rodriguez tot sei. Ende der 90er begannen die Fans Stephen Segerman und Craig Bartholomew Strydom damit, die Umstände des vermeintlichen Todes aufzuklären und spürten Rodriguez 1998 auf. Daraufhin spielt er im Jahr 2000 ein ausverkauftes Konzert in einem Stadion in Kapstadt.

Für die Verfilmung der Geschichte erhielt Malik Bendjelloul 2013 den Oscar® für den besten Dokumentarfilm sowie einen BAFTA-Award.

Neben seiner Tätigkeit als Dokumentarfilmer arbeitete er auch für die Kultursendung "Kobra" des staatlichen schwedischen Fernsehens SVT.


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