Jenny Bright

Mit allzu vielen frischen Talenten sind wir hierzulande vor allem im Country-Bereich nun wahrlich nicht gesegnet und wenn, dann sind sie oft schneller wieder von der Bildfläche verschwunden, als uns ihre Songs noch in den Ohren klingen. Möge es bei dieser Dame aus dem Schwarzwald anders sein.

Es klingt doch ganz vielversprechend, was Jenny Bright uns hier bietet und einige Chancen, dies vor Publikum zu zeigen, hat man ihr durchaus auch schon geboten, unter anderem als Opener für US-Künstler Aaron Watson, auf der Nebenbühne bei der Country-Night in Gstaad vergangenes Jahr oder kürzlich in der Four Corners Music Hall in Untermeitingen, als sie vor der US-Band "Her & Kings County" auftrat.

Zuvor hatte sie mehrere Regional- und Landeswettbewerbe bei "Jugend musiziert" abgeräumt. Zwar wäre sie nicht die erste junge Lady, die versucht, auf der Taylor Swift-Welle mit Minikleid, Cowboy Boots und Gitarre mitzuschwimmen, aber schließlich ist ja auch aus dieser etwas geworden.

Ihrem wohlgeformten Ziel ein Stück näher kam Jenny Bright nun mit ihrer ersten EP, für die sie die vier Songs selbst schrieb. "Airplanes At Night", "Our Jive (Another Dance)", "Cup of Tea" und "Your Lullaby" hören sich nett an, irgendwie vertraut, versetzen in einen positiven Zustand. Das passt. Für einen ersten Versuch anständig und vielleicht genau deshalb auch richtig, weil es zeigt, dass man nicht immer zu den Sternen greifen muss, sondern auch mal bodenständig bleiben darf.

Schauen wir einfach, was es von Jenny Bright in naher Zukunft noch zu hören geben wird, ob es ihr gelingen wird, den Kontakt zu ihren Fans und zu den Medien aufrecht zu halten, und so die Veränderungsvorgehen in der Country Music in Deutschland mitzutragen. Eine Künstlerin aus eigenem Land zu haben, dagegen hätten wir wohl nichts.


Anmelden