Finnische Folkmusik, schnelle Banjos, volle Power: Steve 'n' Seagulls im Konzert
Die aus Finnland stammende Band Steve 'n' Seagulls kam ursprünglich zusammen, um eine kurze Reihe von Konzerten als Vorgruppe für eine Country-Western-Produktion zu spielen. Sie sollten etwa fünfzehn Konzerte geben – und das sollte es dann auch gewesen sein. Aber die Chemie stimmte so gut und die Shows machten so viel Spaß, dass sie einfach weitermachten. Es dauerte nicht lange, bis ihnen klar wurde, dass dies für sie alle die richtige Band war.
Sie entwickelten eine einzigartige Idee: Bluegrass, finnische Folk-Musik und Rock/Metal zu kombinieren. Das Ergebnis war und ist Steve 'n' Seagulls.
2014 nahm die Band drei Live-Musikvideos auf ihrer Farm auf. Das zweite – ihre frische, von Bluegrass geprägte Interpretation von AC/DCs "Thunderstruck" – eroberte das Internet im Sturm. Plötzlich befand sich diese Schar von Seagulls auf Welttournee, nahm ein Album auf und arbeitete härter denn je.
Seitdem haben Steve 'n' Seagulls vier Studioalben veröffentlicht, die alle sowohl in Finnland als auch in den Billboard-Bluegrass-Charts gelistet wurden. Ihre Musikvideos haben fast 280 Millionen Aufrufe auf YouTube erzielt. Sie sind bei einigen der größten Festivals der Welt aufgetreten – darunter Wacken Open Air, Rencontres Trans Musicales, Nova Rock und Sweden Rock – und haben ihr musikalisches Abenteuer und ihre gute Laune einem Publikum in mehr als 30 Ländern auf vier Kontinenten nähergebracht, von kleinen Clubs bis hin zu riesigen Festivalbühnen.
Steve 'n' Seagulls füllt Harmonie bis auf den letzten Platz
Steve 'n' Seagulls starteten pünktlich um 20:00 Uhr mit "666” (Iron Maiden) in den Abend und legten ein 90-minütiges Set hin, das kaum Zeit zum Verschnaufen ließ. Ein Song folgte auf den nächsten, verbunden durch kurze Gespräche und Witze, die die Energie hochhielten. Eine Mischung aus Cover-Versionen und Eigenkompositionen hielt die Party am Laufen, und wie immer bewiesen Steve 'n' Seagulls, dass sie die Kunst beherrschen, bekannte Rockhits in frische, mitreißende Bluegrass-Interpretationen zu verwandeln.
Einige Höhepunkte der Steve 'n' Seagulls Show in Bonn
"Paradise City" der US-amerikanische Hard-Rock-Band Guns N' Roses klang in seiner neuen Bluegrass-Version genauso gut wie das Original. Bei der Single "Sweet Maria" trat der Bassist Luigi mit einem Mundharmonika-Solo in den Vordergrund. "Als nächstes ein irisches Lied", kündigte die Band an und es folgte "Over the Hills and Far Away" (Gary Moore), verwandelt in einen kraftvollen, unverkennbar irisch klingenden Song mit einem perfekt passenden Banjo-Solo.
Anschnallen musste man sich bei "Self Esteem" – Es erreichte die höchstmögliche Geschwindigkeit und wurde zu einem atemlosen Bluegrass-Sprint. Mit den Worten "ein wunderschöner Country-Song aus England" begann Steve 'n' Seagulls "Too Much Love Will Kill You" (Queen), der mit zwei Mundharmonikas, die den Rhythmus spielten, zu einem Country-Song umgewandelt wurde. "Doppelt so viel Mundharmonika, doppelt so viel Alkohol!", rief Remmel am Ende.
"Silvera" begann mit einem Bass-Solo, während "You Shook Me All Night Long" (AC/DC) mit rasanten Banjo-Klängen aufwartete. Vor "Don't Fear the Reaper" kündigte Remmel an, dass für den nächsten Song "ein traditionelles Instrument aus Finnland – die Bierflasche" zum Einsatz kommen würde und tatsächlich wurden Bierflaschen zu Blasinstrumenten für den Song. "The Trooper" (Iron Maiden) beendete das Set mit exzellenten abwechselnden Banjo- und Mandolinen-Soli.
Die gestrige war eine energiegeladene Nacht voller Pickin' und Rockin'
Das Publikum musste nicht lange auf die Zugabe warten. Nach nur wenigen Minuten rhythmischen, kräftigen Klatschens betrat die Band erneut die Bühne mit ihrem viralen Hit "Thunderstruck" und beendete die adrenalingeladene Nacht mit "Born to Be Wild". Es war der perfekte Abschluss einer Nacht voller Energie und Showtalent.
Steve 'n' Seagulls spielen noch einige Konzerte über die Republik verteilt. Die Termine sowie die Konzerttermine vieler anderer Künstler stehen auch in unserem Terminkalender.










