Tim Renner, Chairman and CEO Universal Music Deutschland , hat sich entschlossen, das Unternehmen zum Ende des Monats zu verlassen. Dies gab er heute um 11.00 Uhr auf einer Mitarbeiter-Versammlung bekannt.
Der Entschluss sei Anfang Dezember in Absprache mit Universal Music International gefallen. Renner könne die internationalen Sparmaßnahmen von Universal zwar nachvollziehen; bei ihrer Anwendung auf lokale Künstler und die damit zusammenhängende Organisationsstruktur habe es aber unterschiedliche Auffassungen gegeben. "Ich glaube fest daran, dass der Markt auch Repertoire aus Szenen und Nischen braucht, um authentische Inhalte zu entwickeln. Obwohl der Markt deutlich geschrumpft ist, haben wir im vergangenen Jahr wieder an Umsatz mit deutschen Künstlern hinzugewonnen, dem Markttrend getrotzt."
CEO und Chairman Jorgen Larsen bedauert Renners Entscheidung: "Tim hat sich mit der Gründung von Motor Music, den Kauf von Koch, dem Umzug nach Berlin und der Steigerung unseres Marktanteils von 3 Prozent um das Unternehmen sehr verdient gemacht. Universal hatte 2003 in Deutschland die besten Chartergebnisse, den höchsten Marktanteil seit Bestehen. Ich bedauere seine Entscheidung und wünsche ihm viel Erfolg. Ich werde bis Mitte dieses Jahres seine Aufgaben selbst übernehmen und danach einen Nachfolger nennen."
Zu den Labels von Universal Music zählen die bekanntesten Marken der Musikwelt: A&M, Decca, Urban/Def Jam, Deutsche Grammophon, DreamWorks, Geffen, GRP, Interscope, Karussell, Lost Highway, MCA, MCA Nashville, Island Mercury, Mercury Nashville, Motor Music, Motown, Philips, Polydor, Polystar, Universal South, Verve u.v.a.