Seit dieser Woche gibt es eine neue Auswertung in den Deutschen Media Control Charts. Erst- und einmalig werden jetzt nicht mehr die verkauften Tonträger, sondern die Umsätze erfasst. 

Ab sofort auch so genannte "Download-Only"-Titel für die Charts gewertet.

Die Umstellung bedeutet, dass zukünftig nicht mehr die beliebtesten Titel in den Charts ganz oben stehen, sondern die teuersten.

Klar im Vorteil sind hier die Major-Label, die ihre Tonträger im Regelfall teurer verkaufen können als Independentlabel. 

"Das ist der größte Umbruch in der 30-jährigen Geschichte der Chartermittlung durch Media Control. Wir begrüßen diesen Weg ausdrücklich, den wir in enger Zusammenarbeit mit der Musikindustrie gegangen sind", sagt Media Control Geschäftsführerin Ulrike Altig. "Mit dem geänderten Reglement wird man den aktuellen Entwicklungen im Musikbusiness gerecht", so Altig weiter.

Die Erstellung der Positionen nach Verkaufserlösen ist einzigartig - kein anderes Land der Welt erstellt so seine Charts. Dadurch soll die Bedeutung von hochwertigen Musikprodukten im Markt unterstrichen werden. Außerdem sind legale Downloads ein zunehmend wichtiger Faktor für die Industrie. Allerdings gelingt in der ersten Ausgabe der neuen Charts noch keinem Download-Only der Einzug in die Charts.

Mark Medlock steht zur Premiere an der Spitze der Single- und Album-Charts. Sein Duett mit Dieter Bohlen "You Can Get It" steigt von Platz zwei auf Platz eins. Das dazugehörige Album "Mr. Lonely" kehrt ebenfalls auf die Spitzenposition zurück.


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