Sony BMG zahlt Strafe in den USA für Radio Airplay

Letzte Woche einigte sich Sony BMG Music Entertainment mit dem Generalstaatsanwalt in New York auf eine Zahlung in Höhe von EUR 10 Millionen US Dollar für wohltätige Zwecke.

Offiziell will Sony BMG weder bestätigen noch bestreiten, dass illegal Geld für den Einsatz von Songs im US Radio geflossen ist. Lediglich falsches und nicht angemessen Verhalten einiger Mitarbeiter wurde eingeräumt, die versucht hätten, die Chartpositionen einiger Songs zu verbessern.

Sony BMG wird ab sofort darauf achten, dass solche Aktivitäten, inkl. "kleiner" Geschenke wie Flachbildfernseher oder geschenkte Reisen, sofort und dauerhaft eingestellt werden.

New Yorks Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer gab in einer Erklärung an, dass leitende Angestellte der Sony BMG von diesen Praktiken gewusst haben. Allerdings konnte er nicht bestätigen, ob dieses auch auf leitende Angestellte im Nashville Music Row Büro zutrifft. Sony BMG in Nashville verweigert hierzu jede Stellungnahme.

Nach Recherchen des Büros von Eliot Spitzer soll Epic (gehört zu Sony BMG) einer Radiostation bis zu USD 750,00 für die Aufnahme von einem Gretchen Wilson und einem Good Charlotte auf die Playlist gezahlt haben.

Ein Gesetz aus dem Jahre 1960 verbietet die Zahlung oder andere Leistungen von Schallplattenfirmen an Radiosender, um auf Playlisten Einfluss zu nehmen. Diese Paxis wird in den USA "Payola", das sich aus den Worten "Pay" (Zahlung) und "Victrola" (einem alten Plattenspieler) zusammensetzt, genannt.

Auf der anderen Seite ist es in en USA üblich den Mitarbeitern von Radiosendern freie Konzerttickets zu geben oder allegmein (zum Beispiel durch Werbung) auf die Playlisten Einfluss zu nehmen.

Drei weitere Label (Universal Music Group, Warner Music Group und EMI,) sind derzeit mit dem Generalstaatsanwalt im Gespräch und überliessen ihm Dokumente zur Klärung.