Country Live 2004

Am Wochenende fand in Kassel die Country Live 2004 statt. Im Vorfeld haben wir über die Messe nicht berichtet, da die Messe letztes Jahr für viele unserer Leser eine große Enttäuschung war.

Zwei unserer Kollegen waren aber auf der Country Live 2004 und hier eine kurze Zusammenfassung ihrer Eindrücke:

Die von uns befragten Händler und Aussteller beklagten sich am Freitag über mangelnde Besucher und daraus resultierend mangelnde Umsätze. Auch - so haben wir selbst festgestellt - der Samstagmorgen war spärlich besucht. Am frühen Samstagnachmittag füllten sich die Hallen zunehmend, so dass wir davon ausgehen, dass der Veranstalter zufrieden sein könnte. Durch die großzüge Aufteilung der Hallen, hatte man aber nicht das Gefühl erdrückt zu werden. Eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorjahr.

Unser Meinung nach sollte bei einer Country Messe die Musik im Vordergrund stehen und auch wenn der Veranstalter dieses mal die Bands nicht gegeneinander, sondern nacheinander spielen ließ, ließ die Qualtiät stark zu wünschen übrig. Das lag aber nicht zwangsweise an den Bands, sondern an den Menschen an den Reglern. Die deutsche Band Vaccaphobic Cowboys war bei ihrem Auftritt am Samstag um 14.30 Uhr so laut, dass wir, um keinen Hörschaden zu bekommen-, die Halle verlassen mussten. Wir baten zwar den Ton etwas herunterzuregeln, aber das war angeblich nicht möglich, da die Band sich sonst auf der Bühne nicht mehr hören könne. (Hallo!?). Auf der selben Bühne trat dann eine Stunde später K. C. Williams aus den USA auf - neuer Künstler, neuer Mann am Mischpult - und schon konnte man Country Music vom Feinsten hören.

Auch den vollständigen Genuss von Mandy, einem talentierten Singer/Songwriter aus Deutschland, konnten wir nicht erleben, da auf der Nachbarbühne losgeduldet wurde und er mit seiner Gitarre einfach übertönt wurde. - Schade.

Wie gesagt: Mit ein wenig mehr Organistation, ein paar abgehängten Decken und ein paar vernünftigen Menschen an den Reglern hätte die Messe auch musikalisch ertragen werden können.

Größtes Defizit war aber, dass es keinen Ort der Ruhe gab, d.h. man wurde ununterbrochen mit Musik konfrontiert. Nur das stille örtchen wurde seinem Ruf gerecht. Das einizige Restaurant, das so gelegen war, dass man den Ohren etwas Ruhe hätte gönnen können, war geschlossen.

Unser Fazit: Gegenüber dem Vorjahr war die Country Live 2004 schon erheblich besser, aber bis auch reine Musikfreunde sich auf der Messe wohlfühlen, muss noch ein ganzes Stück Weg zurückgelegt werden.

Noch eine Anmerkung der Redaktion: Wir wurden auf der Messe angesprochen, warum wir dort nur als Besucher vertreten waren, da man uns ja angeblich einen kostenlosen Stand angeboten hatte. Dies hatte der Veranstalter offen in den Kommentaren zu dem Beitrag Verhindert die Deutsche Country-Szene Mark Chesnutt Konzerte?  angeboten. Dies ist falsch. CountryMusicNews.de wurde von den Veranstaltern der Country Live 2004 zu keinem Zeitpunkt ein kostenloser Stand angeboten.