Eventbericht vom 18. Country Rendez-Vous-Festival in Craponne Sur Arzon

Chely WrightDas letzte Juli-Wochende eines jeden Jahres gehört bei unseren französischen Freunden - und inzwischen auch immer mehr bei seinen europäischen Nachbarn - zu einem festen Bestandteil und ist - wie der 14. Juli - eine Art Feiertag für unzählige Liebhaber amerikanischer Countrymusik geworden. Craponne-sur-Arzon ist der Ort dieser Begegnungsstätte. Ein kleines Städtchen in der Haute Loire mit circa 2.600 Einwohnern, die sich am letzten Juli-Wochenende auf 20.000 Countryfreunde freuen, wenn das Country Rendez-Vous-Festival eröffnet wird.
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Eventbericht vom 19. Country Rendez-Vous-Festival in Craponne Sur Arzon

The Greencards; Foto: Roger LyobardWieder einmal ließ der Klang der Namen des französischen Traditionsfestivals Country Rendez-Vous in dem französischen Bergstädtchen Craponne-sur-Arzon die Menschen zu Hauf auf das 12.000 Menschen fassende Gelände in fast 1.000 Meter Höhe kommen. Die Highlights des Jahres waren Greencards am Freitag, Mark Chesnutt am Samstag sowie Jon Randall am Sonntag. Neben diesen bereits bekannten Namen gab es aber auch zahlreiche Neuendeckungen und Geheimtipps. Bei der Vielzahl auftretenden Künstler/Bands hatte jeder 60 bis 80 Minuten Spielzeit, was bei fünf Künstler/Bands pro Abend fünf bis sechs Stunden Countrylivemusic für die Zuschauer bedeutete, die bis mindestens 2:00 Uhr morgens am Freitag und Samstag aushalten mussten.

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Kleiner Club, großes Konzert: Chely Wright im Hamburger Knust

Chely Wright muss ihr deutsches Publikum sehr lieben. Nicht, weil die Songwriterin während ihres einzigen, von CountryMusicNews.de präsentierten, Deutschland-Konzerts im Hamburger "Knust" (Freitag, 21. Juli 2006) mehrfach betont, wie gern sie in Europa tourt (denn hier würden die Zuschauer viel aufmerksamer zuhören als in den USA). Das war sicher ehrlich gemeint, könnte man aber auch unter Koketterie verbuchen. Nein, der wahre Grund ist viel einleuchtender: Warum hätte sie sonst vier Weltpremieren live gespielt? Die Songs in der Konzertmitte waren der Höhepunkt eines schweißtreibenden, zweistündigen Abends, der keine Wünsche offenließ.
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... und es funktioniert doch - Jodie beim CSD Köln

Jodie; Foto: Marc HamacherEin Tag voller Stress, Nervosität, aber auch voller Freude und Adrenalin sollte Jodie an diesem 16. Juli 2006 in Köln erwarten. Zwei Auftritte hatte die in Australien geborene Countrysängerin an diesem Tag, und diese fast zeitgleich. Zum einen war da das familiäre, kleine Strassenfest in einem Vorort von Köln, dann aber auch der Auftritt auf der ChristopherStreetDay (CSD)-Hauptbühne auf dem Heumarkt in der Innenstadt.

Planung und geschickte Strategie machten diese Aktion möglich, und die Mithilfe ihres Kollegen Dusty, der die Bühne beim Strassenfest übernahm, während Jodie mit ihrer kleinen Crew (Zwei Tänzerinnen und eine Tontechikerin) per Strassenbahn quer durch Köln heizte.

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Eventbericht zur 15. Country Night in Gstaad

Berge, Adel und einfach gute Musik
Irgendwie hat man von dem Ort schon einmal gehört: Gstaad! Gstaad, da war doch was. Richtig: Wer den Begriff in eine der bekannten Internet Suchmaschinen eingibt, der bekommt noch auf der ersten Seite Ergebnisse angezeigt wie "Suisse Open" oder "Sir Roger Moore". Aber auch Begriffe wie "Pologstaad", und "Palace Hotel" lassen erahnen, dass es sich um einen außergewöhnlichen Ort handeln muss. Und tatsächlich: Gstaad ist reich und Gstaad ist mondän. Nur macht man hier nicht soviel Aufhebens um sich wie z.B. in St. Moritz. Wunderschön liegt der Kurort ein wenig zurückgezogen und umgeben von sanften Alpenwiesen keine dreiviertel Stunde vom Thuner See entfernt auf 1.050m Höhe im Saanenland. Vielleicht ist er deshalb so beliebt bei Stars wie dem James Bond Darsteller, der etwas außerhalb auf einem Schloss lebt, Prinz Charles der hier Ski zu fahren pflegt, oder Lord Yehudi Menuhin, der noch zu Lebzeiten ein nach ihm benanntes Festival auf die Beine stellte, das heute alljährlich über mehrere Monate viele Liebhaber klassischer Musik anzieht. Letzte Woche aber stand die Stadt wieder ganz im Zeichen der Countrynight-Gstaad. Ein Festival, das es seit nunmehr 15 Jahren wie kein anderes schafft, echte Größen der US Amerikanischen Countrymusic Szene nach Europa zu holen.

Countrymusic in den Bergen? Geht das denn? Es geht, sind doch die Ursprünge des gerne als "Country und Western" umschriebenen Genres in den Bergen der Blue Ridge Mountains, und nicht wie oft angenommen in den unendlichen Weiten des Südwestens der USA zu suchen.

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Days Go By - aber manchmal leider viel zu schnell (Bericht zum Tourauftakt von Keith Urban)

Pünktlich um 21:00 Uhr gingen im ausverkauften Hamburger Grünspan die Lichter aus und Holly Williams stand mit ihrer Gitarre auf der Bühne und sang ihre gefühlvoll melancholischen Balladen aus ihrem Debüt-Album "The Ones We Never Know". Leider waren in der hinteren Hälfte des Hauses so viele Besucher aus der Theken-Fraktion unterwegs, dass die aussagekräftigen Texte der Newcomerin aus Nashville, zumindest in diesem Bereich im Grünspan, sich dem Lärmpegel der zwischenmenschlichen Kommunikation unterordnen mussten. Eigentlich schade, denn so konnten die vielen Country-Fans, die noch Wert auf starke Texte legen, nur erraten, was von der Bühne herunter schallte. Dennoch ohne Frage das erste Highlight des Abends. Nach 30 Minuten war Holly Williams fertig und das Saallicht ging wieder an.

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Eventbericht vom 1. Northeim Goes Country-Festival

Countryfestival sucht Besucher

Ein Startschuss sollte es werden. Ein Startschuss in eine neue Zeitrechnung der Countrymusik in Deutschland. Viel Werbung wurde gemacht. Bereits zwei Jahre vorher mit der Planung begonnen. Der Veranstalter, die Stadt Northeim, setzte zu Recht große Hoffnung in diesen Event unter dem Motto "Toleranz - Respekt - Freundschaft" und dem Namen Northeim Goes Country. Bands aus Europa und Übersee wurden verpflichtet. Namen wie Michael Peterson, KC Williams, The Twang, Silverwood, Slow Horses, Night Run, Markus Zosel & Band, The BossHoss, Larry Schuba und und und.. zierten das Line Up. Das Wetter konnte besser nicht sein. Die Akustik vom aller Feinsten. Die Waldbühne ein Traum für 8.000 Besucher. Einzig der Fan, der immer wieder schreit, dass niemand etwas in Deutschland tut, ist ferngeblieben. Die hart gesottenen Besucher, die den Weg nach Northeim in die Waldbühne gefunden haben (hier muss sich die Stadt Northeim leider eine schlechte Ausschilderung vorwerfen lassen), wurden mit einem abwechslungsreichen Programm belohnt. Einsam fühlte man sich nicht. Die Hardcore Fans unterstützen die Szene wo es geht. Auch von den Medien (Presse, Rundfunk und Fernsehen) waren hochgeschätzte Fachleute vor Ort, die viel im Vorfeld für diesen Event geleistet haben. Walter Fuchs war da, Manfred Vogel (GACMF), Doc Schulze (Radio Euroherz), Frank Rickal (Radio Ostallgäu), und viele mehr. Nur der Fan, der solche Events in Forendiskussion immer einfordert, der hat bis auf wenige Ausnahmen gefehlt.

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