Drake White live in Hamburg

Am Ende seiner Tour lässt es Drake White mit seiner Band The Big Fire noch einmal richtig krachen.

Unglaublich aber wahr: Drake White tourt mit seiner Band The Big Fire nun schon seit sieben Monaten durch Europa. Bei seinem, von CountryMusicNews.de präsentierten, Abschlusskonzert am 9. Oktober 2017 im Häkken auf der Reeperbahn merkt man ihm die anstrengende Tour allerdings nicht an. Engagierter kann der 34-Jährige auch bei seinem ersten Konzert nicht gewesen sein. Doch beginnen wir von vorne…

Hamburg im Oktober 2017 ist kalt und regnerisch. Wenn bei solch einem Wetter ein Konzert spontan über eine Stunde nach hinten verlegt wird und die Besucher in der nassen Kälte vor der Tür ausharren müssen, dann sollte es besser einen verdammt guten Grund dafür geben. Oder aber der Interpret ist so gut, dass man die verlängerte Wartezeit gerne für ihn in Kauf nimmt. Gott sei Dank sind Drake White und seine Band The Big Fire (und die fabelhafte Vorband Curran) so unglaublich gut, dass der Ärger über das Stehen im Regen bald vergessen ist.

Curran heizt der nassen Meute ein

Als Mark Curran zu Beginn der Veranstaltung "Hamburg are you there?" ins Publikum ruft, ist die Begeisterung noch verhalten. Doch schon nach dem ersten Song ist die Anspannung, welche sich beim Warten auf den Einlass aufgebaut hat, verflogen. Was die beiden Gitarristen und Sänger auf der Bühne alleine mit nur zwei Gitarren abfeuern, ist unglaublich. Die Mischung aus Akustik-Rock und Country ist schnell, geladen und voller Energie. Wahnsinn!

Schwer zu glauben, dass Curran nur die Vorband von Drake White ist. Und wie auf Stichwort kommt von Mark Curran das Versprechen, dass er im Februar wieder in Hamburg sein wird, dann als Top Act. Nach einer knappen halben Stunde ist der Meute von knapp 100 Menschen wieder warm und der eigentliche Grund für den Konzertbesuch kann kommen: Drake White.

Wie beim ersten Mal

Drake White ist kein unbeschriebenes Konzert-Blatt. Zusammen mit The Big Fire spielte er als Vorband für so namenhafte Künstler wie Lynyrd Skynyrd, Kid Rock oder Little Big Town. Außerdem hat der Mann aus Hokes Bluff, Alabama bereits eine lange Tour hinter sich. Davon merkt man allerdings nichts.

White spielt mit dem Publikum, flaxt mit den Bandkollegen und feuert seine Fans immer wieder aufs Neue an. "Who drink together stay together" prostet er mit seinem Glas nach der Hälfte des Konzerts in die Menge. Und irgendwie nimmt man ihm diesen Satz ab. Drake White wirkt ehrlich und wahrhaft glücklich über diesen Moment. Im Hier und Jetzt in Hamburg. Unglaublich sympathisch!

Drake White soll bitte wiederkommen

Hinzu kommen Whites einzigartige Lieder. Seine Mischung aus Blues, Rock und Country gehen sofort ins Ohr. Was auch an der kraftvollen und rauchigen Stimme des Sängers liegt. Leider ist das Konzert viel zu schnell vorbei. Knapp eine Stunde dauert der Auftritt, dann ist das erste eigene Studio-Album "Spark" bis auf ein Lied durchgespielt, inklusive das 2013 erschienene Lied "Simple Life" als Opener. Als Bonus (nach langem Applaus und Zugabe-Rufen) gibt es dann endlich das Lied, welches ihm zum Durchbruch verhalf: "Livin‘ the Dream". Drake White ist eben auch ein kleiner Schlingel.

Was bleibt ist die Erinnerung an ein tolles Konzert, bei dem man als Zuschauer alles geboten bekommen hat. Melancholisch schöne Soul-Balladen, kraftvolle Rocksongs und poppige Tanznummern. Das alles mit einer kräftigen Prise Country. Zusammen mit der unbändigen Energie und Lust für das was er tut, ist Drake White wohl die Live-Überraschung des Jahres. Da kann man den nächsten Besuch des Newcomers kaum erwarten!


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Andis Avatar
Andi antwortete auf das Thema: #58386 1 Woche 5 Tage her
Die Location gefällt mir gut, war zum ersten Mal im Häkken. Es arbeiten da wirklich sehr nette Leute und der Raum wirkt freundlich und der Sound war super.
Ich hatte ein Meet and Greet über countrymusicnews gewonnen und wir wurden sehr nett betreut, vielen Dank dafür. Drake White und Band sind nette Typen und Drake hat auch gleich mein Geschenk (roter Hamburg Anstecker ) an seine Jeansjacke gepinnt.
Der Sturm von letzter Woche hatte für die Band die Anreise per Bahn von Amsterdam um mehr als 9 Stunden verzögert. Leider konnten sie sich nichts in Hamburg anschauen. Aber trotzdem war in der Band die Stimmung gut.
Ich kann dem Bericht nur zustimmen, es sind einfach gute Musiker und tolle Songs. Besonders "Simple Life" gefällt mir gut.
Neben uns stand Drakes Vater und klatschte und sang die ganze Zeit stolz mit. Ich wünsche Drake White and the Big Fire viel Erfolg, ein zweites Album und wenn sie wieder nach Hamburg kommen, mehr Zeit für die Stadt.
ChrWegners Avatar
ChrWegner antwortete auf das Thema: #58388 1 Woche 3 Tage her
Super Konzert und eine tolle Stimmung in einem netten kleinen Club.

Allerdings ist der Bericht etwas fehlerhaft. Zugabe war "Little Help" und es wurden natürlich nicht alle Songs aus dem Album "Spark" gespielt. Die Songs "Live Some", "Equator", "Elvis" und "Take Me As I Am" wurden nämlich nicht von Drake und The Big Fire gespielt.