High Valley

Mit High Valley Party und Live-Premiere in Berlin feiern.

Am gestrigen Montag, den 13. Februar 2017, war im Auster Club, dem früheren Privat Club, alles auf Country Music getrimmt. Das kanadische Duo High Valley feierte im ausverkauften Kellergewölbe der Markthalle seine von CountryMusicNews.de präsentierte Deutschland Live-Premiere. Neben Berlinern waren viele Hamburger angereist und sogar eine Kanadierin, allerdings mit Freund aus Hamburg, hatte sich unter das Volk gemischt.

American Young als Vorgruppe von High Valley

Bereits um 19:30 Uhr betrat das amerikanische Country-Duo American Young die Bühne. Das ehemalige Bomshell Mitglied Kristy Osmunson und der Songschreiber Jon Stone übernahmen mit Fiddle und Akustikgitarre bewaffnet die Aufgabe, das Publikum einzuheizen, was den Beiden auch nicht schwerfiel. Die Spielfreude von American Young übertrug sich schnell auf das Publikum und im nu war die gute Stimmung da.

Viele Songs des Debüt-Albums "AY" schafften es in das Live-Set. Bei "My Point of View" kamen Kristy Osmunson und Jon Stone selbst etwas aus dem Konzept, weil sie während des Songs so viel Spaß hatten, sich neckten und der Song wohl auf dem eigenen Leben basiert.

Besucher, die pünktlich um 20:00 Uhr zum Konzert kamen, hatten nur noch die Möglichkeit, circa 10 Minuten von American Young zu genießen, taten dieses aber in vollen Zügen.

Kurzer Umbau und dann das volle Programm mit High Valley

Die Uhr schlug 20:30 Uhr und aus dem Seiteneingang betraten Brad und Curtis Rempel die Bühne. Die beiden hatten gerade die ersten Töne gesungen und schon waren die Besucher des Clubs begeistert. Spätestens nach dem dritten Lied stellte sich heraus, wie energiegeladen die beiden Brüder sind, als Brad verkündete, dass er bereits jetzt das erste Mal an die Decke des Kellergewölbes gestoßen sei.

Gleich danach folgte der erste Cover-Song des Abends und High Valley hätte sich keinen Besseren für die Stimmung aussuchen können. Vorab erzähle Brad, dass er als 11-jähriger diesen Songs zum ersten Mal gesungen hatte, die Worte "Hugging" und "Kissing" aber durch "Hmmmm" ersetzt habe, da er die als kleiner Junge irgendwie blöd zu singen fand. Curtis warf nebenbei ein, dass er erst vier gewesen sei und Worte - egal welche - kaum Bedeutung für ihn gehabt hätten. Dann legte High Valley mit "Be My Baby Tonight", im Original von John Michael Montgomery, los, unterbrach aber sofort wieder, als nicht getanzt wurde. Um dieses zu ändern lobte Brad einen Tanz-Wettbewerb aus und verloste ein T-Shirt und eine Baseball-Kappe. Gewinnerin war eine Besucherin aus Vancouver Island, British Columbia, Kanada.

Der ganze Abend war im Übrigen ein hin und her von Begeisterung zwischen der Band und dem Publikum. Fast jeder Song wurde frenetisch gefeiert und bei dem - nach eigenen Worten von High Valley - einzig wahren Country- Hillbilly- Gospel-Song "I'll Fly Away" schlug der Band ein fröhliches "Yeeaahh" entgegen.

Der bisher größte Erfolg von High Valley, "Make You Mine", beschloss unter lautem Mitgesang den Abend. Nachdem die Jungs von der Bühne gegangen waren, gab es anstatt der sonst üblichen Zugabe-Rufe A Capella Gesang des Publikums, das sich bei "Make You Mine" absolut textsicher zeigte. Auch nachdem die Band wieder auf der Bühne war, hörte das Publikum nicht auf, so dass Brad sich humorvoll genötigt sah zu fragen ob das Publikum überhaupt noch wolle, dass die Band weiterspiele. Es folgte eine kurze deutschsprachige Version von "Make You Mine" bevor dann der Titelsong des aktuellen Albums "Dear Life" den Abend beschloss.

Nach einem äußerst gelungenen Live-Debüt von High Valley standen Brad und Curtis Rempel im Anschluss noch für Autogramme und Selfies bereit. Bleibt zu hoffen, dass dieses Konzert nicht das einziges Gastspiel der Kanadier gewesen ist und mehr Menschen hierzulande in den Genuss eines Live-Auftritts von High Valley kommen werden.


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