Tender Mercies - Comeback der Liebe

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Redaktionswertung Bewertung: 4,5 Sterne = sehr gut
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Als "Tender Mercies - Comeback der Liebe" 1983 in die US-Kinos kam, interessierte sich niemand für das stille Drama um einen heruntergekommenen Country-Sänger. Bei uns erschien der Film ohnehin nur auf Video bzw. DVD. Ein Jahr später tauchte er jedoch plötzlich in fünf Kategorien bei den Oscars wieder auf, darunter auch als "Bester Film", und gewann zwei der begehrten Auszeichnungen: Hauptdarsteller Robert Duvall und der im März 2009 92-jährig verstorbene Drehbuchautor Horton Foote. Hierzulande gilt es, den Film auch nach mehr als 25 Jahren überhaupt erst zu entdecken - es lohnt sich!

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Das schönste Freudenhaus in Texas

Das schönste Freudenhaus in Texas

Dolly Parton schiebt als Puffmutter diverse musikalische Nummern. Burt Reynolds trägt als Dorfsheriff außer seinem Schnauzbart sexy Slips. Ein Bordell, in dem es so aufregend zugeht, wie bei den Waltons, wird zum Kleinstadtpolitikum - willkommen in den trashigen Welt des 1980er-Jahre-Musicals "Das schönste Freudenhaus in Texas". Das Original war etwa zur Hochzeit von Aids und Ronald Reagan ein gewaltiger Broadway-Hit. Da ließ eine Verfilmung nicht lange auf sich warten: ein nostalgischer Klamauk mit ein paar guten Gags und netten Songs.

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Honkytonk Man

Filmplakat: Honkytonk Man

Musik spielte in Clint Eastwoods Leben schon immer eine große Rolle. Er hat eigene Scores komponiert, beispielsweise zu "Million Dollar Baby" (2004) und "Der fremde Sohn" (2008), zu Martin Scoreses "The Blues"-Reihe die Doku "Piano Blues" (2003) beigesteuert, mit "Bird" (1988) ein Biopic über Saxofonist Charlie Parker gedreht, und wurde in seinem Regiedebüt "Sadistico" als Jazz-DJ von einer psychopathischen Stalkerin verfolgt. Dass er neben seiner Vorliebe für Jazz auch einen Hang zum Country besitzt, zeigte er Anfang der 1980er Jahre mit seinem Roadmovie "Honkytonk Man", in dem er auch die Hauptrolle eines erfolglosen Countrysängers übernahm.

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Warum eigentlich...bringen wir den Chef nicht um?

Warum eigentlich bringen wir den Chef nicht um Kinoplakat

In "Warum eigentlich...bringen wir den Chef nicht um?" feiert Dolly Parton ihr Film-Debüt.

Zehn Jahre nach Doris Days letztem Film und zehn vor "Thelma & Louise" entstand die Rachekomödie "9 to 5" (so der Originaltitel) - rückblickend wirk sie fast wie ein Bindeglied dieser beiden Gegenpole weiblichen Selbstverständnisses. Drei bodenständige Büroangestellte machen hier ihrem Chauvi-Boss das Leben zur Hölle. Die feministische Komödie mit Dolly Parton, Jane Fonda und Lily Tomlin kam zu einem Zeitpunkt, als von Frauenpower noch kaum die Rede war. Jetzt, dreißig Jahre später, sind die Verhältnisse zwar völlig andere, aber die Farce funktioniert immer noch ganz gut.

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Crosby, Stills, Nash & Young - Déjà Vu

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Redaktionswertung Bewertung: 4 Sterne = gut
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Im Februar stellte Neil Young seine Doku "Crosby, Stills, Nash & Young - Déjà Vu" persönlich auf der diesjährigen Berlinale vor, jetzt kommt sie auch regulär ins Kino. Der Film zeigt die Alt-Star-Band 2006 während ihrer "Freedom of Speech"-Tour durch Nordamerika, die Young aus Protest gegen den Irak-Krieg konzipierte. Young, der den Film unter seinem Dauerpseudonym Bernard Shakey auch inszenierte, ist eine packende Politdoku mit Konzertausschnitten gelungen, deren Eigenlob sich in Grenzen hält und die sogar selbstkritische Töne zulässt.

Living With War
Bereits in den 1960/70er Jahren mischten sich Crosby, Stills, Nash & Young in die Politik ihres Landes ein und wurden mit Protestsongs wie "Ohio" zum Sprachrohr der Vietnamkriegsgegner. Jetzt, vierzig Jahre später, wütet ein anderer Krieg, und die alten Herren wollten es noch einmal wissen. Aber kann Musik tatsächlich etwas bewirken? Diese Hoffnung hat selbst Young längst aufgegeben: "Ein einzelner Song kann die Welt nicht verändern", sagt er. Doch von Bush und dem Irak-Krieg hatte er dermaßen die Schnauze voll, dass er trotzdem 2006 innerhalb weniger Tage das Album "Living With War" herausrotzte und seine einstigen Mitstreiter zu der Protest-Tour überredete. Das Ganze dokumentierte er dann mit Hilfe des renommierten Irak-Kriegsberichterstatters Mike Cerre, der für die nötige Ausgewogenheit sorgt. Herausgekommen ist ein mitreißender Film, mehr Politdoku als Konzertmitschnitt, ähnlich wie "Shut Up and Sing!" mit den Dixie Chicks. Allerdings mit einem Unterschied: Young wusste vorher, worauf er sich einlässt.

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