The Common Linnets

Es dauerte 59 Jahre bis es mehrere Country-Songs in das Finale des Eurovision Song Contests schafften, aber in diesem Jahr ist es endlich soweit. Nicht nur, dass es drei Songs geschafft haben, nein, die drei Lieder scheinen auch noch beim Publikum und den Kritikern beliebt zu sein. Wie beliebt Sebalter aus der Schweiz mit "Hunter of Stars" (Startplatz 20), FireLight aus Malta mit "Coming Home" (Startplatz 22) und The Common Linnets aus den Niederlanden mit "Calm After The Storm" (Startplatz 24) im Vergleich mit den anderen 23 Startern sind, zeigte sich heute Abend bei der Ausstrahlung.

Der diesjährige Songwettbewerb wurde in 45 Ländern, darunter auch Canada, China und Australien, ausgestrahlt und hat damit ungefähr 180 Millionen Menschen erreicht. Alleine 11.000 Menschen fanden den Weg in die Halle in Kopenhagen.

Den ersten Country-Song, den die Zuschauer erleben konnten, war "Hunter of Stars" von Sebalter aus der Schweiz. Der Auftritt glich der Darbietung, die der Helvetier bereits im Halbfinale absolvierte. Die Punkte flossen nicht wie erwartet, aber aus Deutschland und Österreich gab es je 3 Punkte. Insgesamt kamen 64 Punkte zusammen, die für einen 13. Platz reichten.

Nach einem dreiminütigen Ausflug nach Ungarn gingen FireLight aus Malta mit "Coming Home" an den Start. Während im Halbfinale noch leichte Nervosität zu spüren war, glänzte die Truppe im Finale mit einer perfekten Performance. Auch hier wurden nicht allzu viele Punkte vergeben. Selbst aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gab es nicht einen einzigen Punkt. Lediglich aus einem Land gab es überhaupt nur eine zweistellige Punktevergabe: Großbritannien gab der ehemaligen britischen Kolonie 10 Punkte. Aufaddiert waren es 32 Punkte und ein entäuschender 23. Platz.

The Common Linnets gehörten nach ihrem Auftritt im Halbfinale zu den Favoriten. Ihr Auftritt mit "Calm After The Storm", aus dem selbstbetitelten Debüt-Album, fand ohne jeglichen Schnick-Schnack statt, so dass sich das Publikum in der Halle und vor den Bildschirmen ganz auf die Musik konzentrieren konnte. Während des Vortrages kam es immer wieder zu spontanen Jubelrufen aus dem Hallenpublikum. Mit Platz 2 schnitten die Niederlande sehr gut ab. 12 Punkte gab es aus Polen, Lettland, Island, Deutschland, Norwegen, Estland, Ungarn und Litauen. Aus Österreich und der Schweiz gab es je 10 Punkte. Insgesamt wurden 238 Punkte erreicht.

Gewonnen hat den Gesangswettbewerb Conchita Wurst aus Österreich. Ihr Song "Rise Like a Phoenix" erreichte 290 Punkten. Es ist das zweite Mal, nach Udo Jürgens mit "Merci, Chérie" (1966), dass Österreich den Eurovision Song Contest für sich entscheiden kann.

Alle Lieder, auch die, die in einem der beiden Halbfinale ausgeschieden sind, gibt es als Doppel-CD bei Amazon.de und JPC. Am 30. Mai erscheinen dann alle drei Sendungen auf DVD, die bei Amazon.de und JPC vorbestellt werden können.

Das Erste fährt den Tagessieg mit dem Eurovision Song Contest ein

Wenn man einmal von den beiden Lena-Teilnahmen absieht, fuhr Das Erste die beste Einschaltquote seit Jahren ein. Im Schnitt verfolgten 8,96 Millionen Menschen ab drei Jahren die Live-Übertragung aus Kopenhagen. Das ergibt einen hervorragenden Marktanteil von 34,7%. Bei der wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen gab es sogar einen Marktanteil von 41,9%. Solche Werte erreicht Das Erste eigentlich nur bei Übertragungen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Deutschland hat The Comment Linits 12 Punkte gegeben. 50% kam durch die Jury und 50% kam durch die Zuschauerabstimmung zustande. Nach detaillierter Auswertung aller Zahlen wurde bekannt, dass die Jury den dänischen Beitrag von Basim, "Cliché Love Song", auf Platz 1 wählte und The Common Linnets mit "Calm After The Storm" auf Platz 2 landete. Beim Zuschauervoting kam Conchita Wurst auf Platz 1 und die Niederländer auf Platz 2. Da kann man sehen, wie die Beliebtheit von Country Music in Deutschland steigt, wenn sie einem großen Publikum zugänglich gemacht wird.


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