Sonia Leigh

Sonia Leigh

Auf dem gesamten Album "1978 December", ihrem gefühlvollen, intensiven Country-Debut, ist Sonia Leighs persönliche Geschichte zu spüren. Acht der Songs hat sie selbst verfasst, die anderen beiden ("If You Won't Tell" und "Roaming") gemeinsam mit Zac Brown, der sie im letztgenannten, mit Ska-Elementen gewürzten Titel auch begleitet hat. Durch ihre direkte, unverblümte Darbietung wirkt jeder Text ganz besonders eindringlich, persönlich und echt.

Schon im Alter von vier Jahren besaß Sonia ein feines Gehör, denn als sie einen Song aus einem Loretta Lynn-Konzert hörte, rief sie aus: "Das ist echter Country, Dad!" Der "echte Country" war vermutlich bereits eine böse Vorahnung in Bezug auf ihre Zukunft, in der sie drei Jobs gleichzeitig bewältigen, die Scheidung ihrer Eltern verkraften und ständig mit ihrem unsteten Vater unterwegs sein musste, der sich mit Gelegenheitsjobs durchschlug, bis sie mit 17 schließlich eigene Wege ging.

Glücklicherweise erwischte sie einen guten Start, denn ein Song, den sie mit 14 Jahren verfasst hatte, brachte drei Jahre später einen Management-Vertrag ein. Während sie die Clubszene in Atlanta im Sturm nahm, freundete sich Sonia mit einem anderen Newcomer aus der Gegend an, Zac Brown. Produzent ihres Indie-Albums "Run or Surrender" war John Driskell Hopkins, der Bassist der Zac Brown Band. Und nachdem Brown sie bei seinem Label Southern Ground Artists unter Vertrag genommen hatte, produzierte er sie gemeinsam mit Matt Mangano sowie Clay Cook und Hopkins.

Schmissige Songs wie die erste Single "My Name Is Money", ein pfiffiges Loblied auf die Macht des Geldes, bietet Sonia Leigh voller Inbrunst in ihrer heiseren Südstaatenstimme dar, unterstützt von der Band, die wie eine eingespielte, bühnenerprobte Bartruppe klingt. Genauso überzeugend berichtet sie, was sie aus dem Tod eines engen Freundes gelernt hat ("Ain't Dead Yet"), wie gut es tut, den Absprung zu schaffen ("Bar") oder, auf den anderen Titeln, von den verborgenen Reizen einer etwas raueren Lebensweise.

Sonia Leigh Nick 13
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CD Cover: Sonia Leigh - 1978 December
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zur CD Besprechung

Wer ist Dein musikalisches Vorbild?
Ich habe so viele Hank Williams, Bruce Springsteen, Jackson Browne, Sean Costello, Bob Dylan, Loretta Lynn…

Welches Buch liegt im Moment auch Deinem Nachttisch?
Steven Tylers "Does the Noise in My Head Bother You? A Rock 'n' Roll Memoir."

Welche CD hörst Du gerade?
Ich habe nur einen Schallplattenspieler.ich glaube im Moment liegt Ozzy Osbournes "Bark at the Moon" auf dem Plattenteller.

Was würden wir nie von Dir erraten?
Ich denke ich bin nie gut genug. Und ich bin ein großer Tupac Fan.