k.d. lang: unspektakulär großartig

k.d.lang

Mit "Watershed" weist die Kanadierin ihre Ausnahmestellung nach

Ende der 80er galt k.d.lang als große Hoffnung der Countrymusic-Szene. Mit dem Country-Punk ihrer Band "re-clines" beeindruckte sie Kritiker und Fans. Aber auf Peitsche und Reitstiefel wollte sich die Kanadierin ebenso wenig festlegen lassen, wie auf das Image eines modernen 'Cowgirls'. Ihre Fernseh-Spots für die Tierschutzkampagne "Meat Stinks" und ihr Bekenntnis, Lesbe zu sein, führten postwendend dazu, dass sie von vielen amerikanischen Country-Stationen boykottiert wurde. Das konnte ihren Erfolg allerdings kaum beeinträchtigen. Mit Alben wie "Ingenue" von 1992 oder "Drag" von 1997 erreichte sie weltweit ein Millionen-Publikum und für die Single "Constant Craving" (aus "Ingenue") gab´s den ersten Grammy. Superstar Madonna prägte seinerzeit den Ausspruch: "Elvis is back! And she´s beautiful!" Vier Jahre nach ihrer letzten CD "Hymns of the 49th Parallel" veröffentlicht die Kanadierin nun ihr neues Album "Watershed".

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Jenseits aller Erwartungen: Der Triumph von Rascal Flatts

Rascal Flatts

Da hat man 15 Millionen Alben verkauft, neun Nr. 1-Singles erzielt und als Künstler mit den meisten Plattenverkäufen im Jahr 2006 in allen Musikrichtungen alle anderen Künstler der diversen Musiksparten übertroffen. Wie soll es nun weitergehen?

Mit dieser Frage sahen sich Rascal Flatts, die Sensation von Lyric Street Records (gehört zur Walt Disney Company), Anfang des letzten Jahres konfrontiert, als das Trio damit begann, sein später mit Platin ausgezeichnetes Album "Still Feels Good" zu planen, das am 25. September 2007 in den USA veröffentlicht wurde. Und wie lautete die Antwort? "Wir wollten einfach auf die gleiche Weise wie immer an die Sache herangehen und die beste Musik aufnehmen, die wir machen konnten", so Jay DeMarcus.

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Jack Ingram sinniert auf This Is It über die Lektionen des Lebens

Jack Ingram, Foto: David McClister

"Die Welt ist hart und das wissen wir alle", meint der texanische Hitzkopf ungerührt. "Die Musik ist mein Prüfstein. Was mich angeht, haben mich handwerklich geschickte Songs, nie gerührt, sondern Lieder über das Leben von Menschen."

Seine Stimme, die schon ganz rau davon geworden ist, dass er seine ganze Seele in das einbringt, was er singt, und dann darüber mit jedem spricht, der zum Zuhören bereit ist, verklingt. Er musste den Gedanken nicht zu Ende bringen. Es war schließlich offensichtlich.

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Der Cowboy im Castingland - Ein Interview mit Tommy Roberts, Jr. aka Mario

Tommy Roberts, Jr; Foto: Universal Music

Ja, da ging freilich ein Raunen durch die Menge. Nicht nur im Fernsehstudio von Stefan Raabs "TV Total"-Dauerbrenner - auch zu Hause vor der Glotze in den Millionen von Wohnzimmern, als der langhaarige, super sympathische Schlacks aus dem Allgäu frei Schnauze verkündete: "Ich mache Countrymusik." Country? Das vermeintliche Quoten- und Umsatz-Gift? Hier in Deutschland? Und das noch dazu in einer Sendung für die vornehmlich früh- bis spätpupertierende Bevölkerung, für die Tim McGraw in etwa den gleichen Bekanntheitsgrad besitzt, wie der Finanzminister von Usbekistan.

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Die Demokraten machen sich daran, die Country-Musik zurückzuerobern

Music Row Democrats Logo

Die über das Image von Country- und Western-Musik als konservative "Redneck-Musik" verärgerten Demokraten planen eine Tour von Nashville-Künstlern, die gegen den Irakkrieg sind, durch die provinziellen Gebiete der zentralen Bundesstaaten während der Wahlkampagne 2008.

Eine "Music Row Democrats" genannte Vereinigung steht bereit, um Anfang des nächsten Jahres erneut den Versuch zu starten, die Country-Musik wieder aus dem Lager der Republikaner zurückzuholen und ihre Botschaft zu verbreiten, dass sich die Partei von George W. Bush nicht um die einfachen Leute kümmert.

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Vom Enfant Terrible zum Country-Sänger: Ein Interview mit Daniel Küblböck

Daniel Küblböck; Foto: Postive Energie GmbH

Kaum ein Teenager entzweite die deutsche Volksseele leidenschaftlicher als der aus Niederbayern stammende Daniel Küblböck. Für die einen war der drittplatzierte der ersten "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel ein erfrischend natürliches Idol, für die anderen war der schmächtige Kerl mit der markanten Brille ein talentfreier Bühenkasper. Ob so oder so - Daniel Küblböck hat es innerhalb kurzer Zeit geschafft, zu einem der bekanntesten Deutschen zu avancieren. Ende 2003 landete der Sänger bei der vom ZDF durchgeführten Wahl der "100 wichtigsten Deutschen" in den Top 20: Platz 16 ergatterte er - deutlich vor Friedrich Schiller, Heinrich Heine, Thomas Gottschalk, Herbert Grönemeyer oder dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Entsprechend groß war die mediale Nachfrage. Kein Dschungel-Camp, kaum eine Talk-Show wollte ohne den Brillenträger damals auskommen. Doch, wie der aufgeklärte CountryMusicNews.de-Leser weiß, dreht sich das Star-Karussell für Ex-Superstars besonders schnell. Und wies der Terminkalender von Daniel Küblböck schon bald wieder reichlich freie Tage aus. Heute, rund fünf Jahre nach DSDS, hat man es mit einem ganz anderen, neuen Küblböck zu tun. Gereift an Körper, Geist und Stimme, präsentiert der Ex-Pop-Star heute erstaunlich soliden Country-Rock. Ein aus Marketing-Gründen vollzogener 180-Grad-Imagewechsel? Musikalisches Neuland? Oder, wie der Titel seines Programms andeutet, gar ein "Back to the Roots"? Grund genug, um mit dem singenden Paradiesvogel ein ausführliches Gespräch zu führen.

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Gene-Autry-Jubiläum: Wieder im Sattel

Gene Autry

Im Verlauf des Jahres 2007, dem 100. Geburtstag von Gene Autry, gedachten Fans und Historiker des bahnbrechenden Einflusses, den dieser "singende Cowboy" auf die Country-Musik hatte. Autry war der Urtyp des so genannten "Hat Acts", des an seinem Cowboyhut erkenntlichen Country-Musikers. Er war auch der Mann, der das "Western"-Element in dem, was früher Country- und Westernmusik genannt wurde, festigte. Als solcher ist er Gegenstand neuester, ausführlicher Biographien, eines Filmbuchs, von Tribute-Alben, einer großen Museumsausstellung sowie anderer Festivitäten.
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RCA Studio B: Haus der 1.000 Hits

Studio B; Foto: Country Music Hall of Fame Museum

Auch die Countrymusic hat ihre geheiligten Hallen und einer der am meisten geschätzten Plätze ist das RCA Studio B in Nashville, Tennessee.

Von außen wirkt das rechteckige Backsteingebäude am 1611 Roy Acuff Place ein wenig unscheinbar, mit Ausnahme der Schramme, die eine nervöse Dolly Parton mit ihrem Auto in die Wand gefahren hat, als sie dort für eine ihrer frühen Aufnahmen vorfuhr. Dennoch dauerte es nach der Eröffnung des Studios nicht lange, bevor das Gebäude als das "Haus der 1.000 Hits" bekannt wurde.

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Dale Watson beschwört Cash auf From the Cradle to the Grave

Dale Watson; Foto Rob Buck

Die Geschichte hinter Dale Watsons "From the Cradle to the Grave" beginnt mit einem eher unwahrscheinlichen Geschäftsabschluss während der letzten Lebensmonate von Johnny Cash.

Es waren eigentlich zwei Johnnys daran beteiligt, beide auf recht unterschiedliche Weise Legenden in Tennessee. Cash, der Verkäufer, muss nicht vorgestellt werden - für eine Generation für die erschossen zu werden, von einer umfallenden Wand zerquetscht zu werden oder einem tobenden Bullen mit verbundenen Augen gegenüberzutreten eventuelle als Unterhaltung angesehen wird, ebenfalls auch nicht der Käufer, Johnny Knoxville.

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Ein Saloon muss schließen...und Schuld ist der Country-Fan!?

Geschlossener Saloo; Collage Constantin FrankeDiese platte Aussage, dass der Country-Fan schuld sei, scheint heutzutage die Ausrede par excellent zu sein, wenn innerhalb der Country-Szene irgendetwas Negatives passiert. Aber diese Stammtisch-Parolen kratzen - wenn überhaupt - nur an der Oberfläche des Problems die Ursachen selbst liegen viel tiefer.

Ende Oktober 2007 schloss der "Little Banjo" Saloon in München seine Tore und schon wurde in einigen Foren diskutiert, wer denn Schuld an dieser Misere sei und ein Schuldiger war auch schnell gefunden: Der Country-Fan, der sich nicht jeden Tag ins "Little Banjo" begab, um sein Bier zu trinken, sondern nur bei Veranstaltungen auftauchte.

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