Luke Bryan erzählt die Wahrheit auf Doin' My Thing

Luke Bryan

Luke Bryan ist sich selbst immer treu geblieben. Seit der Zeit, als er noch um Anerkennung kämpfte, hat er kontinuierlich Musik geschaffen, die seine Liebe zum Landleben ausdrückt. Wenn er nicht auf Tournee ist, vertreibt er sich die Zeit auf der Jagd, beim Angeln oder am Steuer eines Pickup-Trucks auf abgelegenen Straßen. Kurz gesagt, seine Aktivitäten außerhalb der Bühne sind oft genau das, worüber er auf der Bühne singt.

Auch die zwei Titel seiner auf Capitol Records Nashville erschienenen Alben lassen erkennen, wie wichtig es für Bryan ist, sich von seiner ehrlichen Seite zu zeigen: "I’ll Stay Me", erschienen im August 2007, und "Doin’ My Thing", letzten Oktober veröffentlicht.

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Miranda Lambert zeigt mit Revolution neue Talente

Miranda LambertIn der Nacht vom 24. September 2009lag im Ryman Auditorium Revolution in der Luft. Das ausverkaufte Haus, angefüllt mit den Größen der Musikszene von Nashville, tobte, als die Saalbeleuchtung erlosch. Die Blitzlichter flackerten, als ob ein einzelner Mikrofonständer vor dem Bühnenvorhang der Stimmung des Augenblicks Ausdruck verleihen könnte. Zunächst ertönte Musik über die Anlage- das gemütliche Dahinplätschern von "Revolution" von den Beatles, die knurrende Verheißung von Steve Earles "The Revolution Starts Now".

Und dann wurde der Vorhang förmlich aufgerissen, und Miranda Lambert und ihre Band legte im blendenden Scheinwerferlicht los mit "White Liar", der zweiten Single und dem ersten von 15 Titeln ihres neuen ColumbiaNashville Albums Revolution. Die Songs reihten sich elegant aneinander, das fröhliche Knurren des gemeinsam mit Natalie Hemby geschriebenen "Only Prettier" ging lässig über in die zeitlupenartige Intensität von "Dead Flowers". Während der schnelleren Stücke, bei rein instrumentellen Passagen, reihte sich Lambert bei den Musikern ein und schwang ihre Gitarre und ihren Kopf im Takt mit. Bei ihren Balladen stand sie still und trug mit geschlossenen Augen die Texte sorgfältig vor- und während sie "The House That Built Me" von Tom Douglas und Allen Shamblin interpretierte, saß sie auf einem Hocker, nur ein paar Schritte von ihren Eltern in der ersten Reihe entfernt; als sie die Textzeile "Daddy gave life to Mama's Dream" sang, konnte man ihren Vater dabei beobachten, wie er sich eine Träne aus dem Augenwinkel wischte.

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Country im neuen Jahrtausend

in den ChartsDas amerikanische Musikbranchen-Magazin Billboard versorgt seit Ende des 19. Jahrhunderts die Unterhaltungsbranche mit relevanten Informationen. Wichtigster Gradmesser: die Billboard-Charts. Zum Jahresausklang von 2009 haben die Musikexperten die Musikszene des neuen Jahrtausends unter die Lupe genommen – und dabei auch die Top-Acts und –Songs des Country gekürt.

Wer hätte das geglaubt: Die professionelle Musikbranche reicht bis in das 19. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1894, um genau zu sein, gründeten die beiden Amerikaner Wiliam H. Donaldson und James H. Hennegan das erste, wöchentlich erscheinende Musikmagazin "Billboard". Bis heute ist das Fachblatt die wichtigste Zeitschrift und Informationsplattform der gesamten Entertainmentbranche. Die Macher des Billboard waren es auch, die erstmals die meist verkauften Tonträger in Charts präsentierten. Nicht immer aber waren ihre Hitparaden so objektiv wie sie es heute sind: Denn erst Anfang der 1990er Jahre stellten die Charts-Macher ihre Ermittlungen auf tatsächlich erzielte Verkäufe um. Vorher mutmaßten die Tonträgerverkäufer, was denn so am besten über die Ladentheken gegangen sei – und Country-Alben nannten die Verkäufer eher selten. Viel zu selten, wie man dann einsehen musste, als jeder Verkauf gescannt wurde und in die Chartsermittlung einfloss. Jawoll, großes Augenreiben war angesagt, als klar wurde, welchen enormen Marktanteil Country im Gesamttonträngerumsatz besitzt. Gallionsfigur des neuen Selbstbewusstseins in XL war ein gewisser Garth Brooks. Der Rest ist Geschichte...

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Country-David gegen Airline-Goliath

Geschichten erzählen- das ist es, worum es in der Country-Musik immer geht und ging. Neben einfühlsamen Melodien und der typischen Instrumentierung ist vor allem die Story, die in den Stücken erzählt wird, ein Markenzeichen der Stilrichtung. Selbst bekennende Country-Hasser schätzen das Talent vieler begnadeter Country-Songwriter, in drei bis vier Minuten Musik eine komplette Geschichte zu verpacken. Das Genre hat mit Größen wie Brett James, Willie Nelson, Johnny Cash, Dolly Parton und Mary Chapin Carpenter schließlich einige Aushängeschilder zu bieten.

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Collin Raye - Countrystar mit Herz

Collin Raye; Foto: Christoph Volkmer

"Nach dem Konzert in Dublin kamen 19 Leute zu mir und fragten mich, warum ich 'One Boy, One Girl' nicht gespielt habe. Natürlich ist der Song seit dem wieder fest im Programm", erklärt Collin Raye- ein Countrystar mit Herz für seine Fans.

Mehr als 6.500 Kilometer trennen den Sänger, der seine größten Erfolge im Business vor gut 15 Jahren mit Hits wie "Love, Me", "I Can Still Feel You", "Little Rock" oder "Every Second" feierte, von zu Hause. Doch Heimweh kennt der 48-Jährige nicht. Nicht hier. Schon zum zweiten Mal ist er in Irland zu Gast und tourt bis Ende Mai quer über die Grüne Insel. "Das Publikum ist hier ganz anders als in den Staaten. Die Leute gröhlen nicht einfach irgendwelche Sachen, sondern sind sehr textsicher und lassen dann von sich hören, wenn es darauf ankommt", ist er begeistert.

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Hymnen für harte Zeiten

Rusty Gaston, Gary Burr und Chris DuBois; Foto: Amanda Eckard

1927, als Produzent Ralph Beer von Victor Records in dem winzigen Studio in einem der oberen Stockwerke eines Gebäudes in der State Street in Bristol, Tennessee, The Carter Family, Jimmie Rodgers, Ernest V. "Pop" Stoneman und andere Sänger/Songschreiber aufnahm, genoss ein Großteil der Nation die letzten Ausläufer des Wohlstands, bevor die Weltwirtschaftskrise losbrach. Die Zeiten waren für einen Großteil des ländlichen Amerikas jedoch bereits hart, eine Situation, die sich in den Themen wirtschaftlicher Not widerspiegelt, die sich durch einige der in diesen "Bristol Sessions" aufgenommenen Songs durchzieht. Ähnliche Motive tauchten auch oft in der Countrymusik auf, bis Madison Avenue in den 1980ern das Phänomen des "Stadtcowboys" erkannte: Fans der Countrymusik kauften oft teure Autos, ritten Rodeo auf mechanischen Bullen und hatten Geld übrig, das sie für Bier und Jeans ausgaben.

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Wynonna blickt zurück auf 25 erfolgreiche Jahre

Wynonna, Foto: Kristin Barlowe

Es war eine farbenprächtige Reise. Die feurig-rothaarige Wynonna gibt gerne zu, dass es im Verlauf ihrer Karriere das eine oder andere Hindernis zu überwinden gab, aber ihre einzigartige Stimme und ihre große Willenskraft haben ihr stets zum Sieg verholfen und sie weitermachen lassen. Sie hat auf ihrem Weg eine Menge gelernt und wer neu im Geschäft ist tut gut daran, auf ihren Rat zu hören.

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Steff Nevers: Wikinger mit Stetson

Steff Nevers

Während in Nashville immer mehr Country-Acts unverblümt mit Pop, Rock und HipHop flirten, setzen europäische Country-Künstler unbeirrbar auf die Tugenden des Genres. Bestes Beispiel: der aus der norwegischen Provinz stammende Steff Nevers. Mit seinem in Nashville aufgenommenen Album "Closest to my Heart" gibt er der Music Row einen Fingerzeig in Sachen Roots und Qualität. Grund genug, um mit dem 33jährigen Sänger, Gitarrist, Songschreiber und Produzent auf Tuchfühlung zu gehen.

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