Erinnerungen an 10 Jahre CountryMusicNews.de

CMN

Vor 10 Jahren, als das Internet quasi noch in seinen Kinderschuhen steckte, saß ich wie heute vor meinem Computer. OK, es war noch kein 64bit Rechner mit LCD-Monitor, sondern ein alter PC mit Windows 98 und einem Röhrenmonitor und der Tisch war auch ein anderer. Aber darum geht es jetzt nicht. Ich saß also vor meinem Rechner und tippte die erste Nachricht für CountryMusicNews.de. Mit Mühe und Not hatte ich HTML gelernt um damit arbeiten zu können. Unser Chef-Techniker Joachim Schneider hatte eine blaue Seite mit ein paar (auf meine Anregung) bunten Button entworfen und der Text, den ich einfügte, war in weißer Schrift. Heute würde man mit Fug und Recht behaupten, dass man davon Augenkrebs bekommen würde.

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Reinhard Mey: Alles hat seine Zeit

Reinhard Mey

Seltsame Fügung: Wäre nicht Lena Meyer-Landrut (19), Deutschlands neues Sing-Sternchen, das einer Casting-Show entsprungen ist, aus dem Stand auf den Spitzenplatz der deutschen und österreichischen Charts gehopst, dann wäre dort wohl der graue Liedermacher-Wolf Reinhard Mey (67) mit seinem neuen Album "Mairegen" gelandet- in schwarzer Lederjacke, die Gitarre im Arm, mit tiefen Sorgenfalten im stoppelbartigen Gesicht. Verdient hätte er's. So aber reiht sich Mey, der deutsche Liedermacher, hinter der Abiturientin Lena ein, und er wird’s zufrieden sein. Aus dem Stand rangierte Meys "Mairegen" auf dem 2., nun auf dem 5. Platz. Seltsam gefügt hat sich diese Rangordnung für des Singer/Songwriters 25. Studioalbums deshalb, weil Mey in seinem Lied "Larissas Traum" (Titel 10) mit eben jenen Superstar-Shows, Casting-Jurys und Telefongerichten ins Gericht geht, die nun Lena nach Oslo schicken.

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Tim McGraw: Die Jagd nach Perfektion in Songs und im Film

Tim McGraw

Das Nashville Municipal Auditorium war still und dunkel an diesem kalten Nachmittag im Januar. Die einzigen Geräusche waren gedämpfte Gespräche unter Technikern, als sie Bilder, die auf einen Vorhang projiziert wurden, durchlaufen ließen. Der Vorhang war über die T-förmige Bühne gespannt, die fast die ganze Raumbreite einnahm und mit einem Laufsteg in den Zuschauerraum reichte.

Diese Bühne würde bald von tausenden Fans gesehen werden, die Tim McGraws "Southern Voice-Tour" miterleben möchten, die Mitte Februar in Omaha begann und bis zum Sommer andauern wird. Aber auch Filmfans werden die Bühne in einem Höhepunkt des Films "Love Don't Let Me Down" sehen, der in wenigen Tagen mit örtlichen Statisten gedreht wird, die auf der Tribüne den Auftritt von Kelly Canter, gespielt von Gwyneth Paltrow, bejubeln.

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Zu zweit auf der Bühne: Kunst und Geschäft hinter den Country-Duetten

Dierks bentley & Patty GriffinDuette waren schon immer sehr beliebt in der Country Music, und bei den meisten großen Sängern, wie z.B. Kitty Wells und Red Foley mit ihrem Smash-Hit von 1954 "One by One" oder bei Taylor Swift und Colbie Caillat, die "Breathe" gemeinsam aufnahmen, wirkte es immer sehr leicht.

Es steckt jedoch eine Menge Überlegung und Planung dahinter, zwei einzelne Künstler zusammen zu bringen und im Duett aufzunehmen, besonders dann, wenn diese Künstler bei verschiedenen Plattenlabels unter Vertrag stehen. Alles, angefangen bei den Songs die gesungen werden sollen, über die Tonart, bis hin zu den Verhandlungen mit den Plattenfirmen über die Vermarktung der Single, muss im einzelnen vorab geklärt werden.

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Brenda Lee: Lektionen von der Vorreiterin moderner Country-Stars

Brenda Lee; Photo: Country Music Hall of Fame and Museum

Lange bevor "Star Search" Britney Spears und Christina Aguilera hervorbrachte, bevor "American Idol"Kelly Clarkson und Carrie Underwood fand und MySpace Miley Cyrus und Taylor Swift hervorbrachte- Jahrzehnte bevor diese weiblichen Teenageridole geboren wurden- gab es Brenda Lee.

Wie in der Ausstellung "Brenda Lee: Dynamite, Presented by Great American Country Television Network" in der Country Music Hall of Fame and Museum bis einschließlich Juli 2010zu sehen ist, konnte bisher keiner dieser jungen Megastars trotz ihrer atemberaubenden Erfolge die Größe der früheren Brenda Mae Tarpley in den Schatten stellen.
Lee, die einzige Frau, die sowohl in die Country Music als auch die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen wurde, und acht Jahre lang Mitglied des CMA Board, war laut den Ranglisten, die vom Billboard-Chartguru Joel Whitburn zusammengestellt wurden, die kommerziell erfolgreichste Sängerin der 1960er. Bis heute verkaufte sie weltweit mehr als 100 Million Alben.

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Chris Young ist dankbar der Mann zu sein, der er ist.

Chris Young

Chris Young ist der erste, der zugibt, dass Geduld nicht unter seine Tugenden fällt. Gut Ding will Weile haben, hat der Künstler, der bei RCA Records Nashville unter Vertrag ist, jedoch gelernt und mit "Gettin' You Home" vor kurzem seine erste Single auf Platz 1 der Charts erzielt.

"Er ist schon lange draußen und ein paar Mal beinahe schon aus den Charts rausgeflogen", sagt er zu dem Song, den er gemeinsam mit Cory Batten und Kent Blazy geschrieben hat. "Es ist nun mal ein Geschäft nach dem Motto 'alles kann passieren'. Ich kann nicht sagen, was es ist, das die Leute so sehr mit diesem Song verbindet. Aber ich bin sehr froh, dass es jetzt so ist."

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Kevin Costner: Mir macht Musik einen solchen Spaß

Kevin Costner

Den Kinogängern ist Kevin Costner seit Jahren bekannt, ob er Whitney Houston als "Bodyguard" beschützt, als Jake nach "Silverado" reitet, als Eliot Ness "Untouchable" ist, als Tom Farrell "No Way Out – Kein Weg zurück" findet oder als Lieutenant Dunbar mit dem Wolf tanzt.

Dass er aber schon seit Jahren Gitarre spielt und singt, ist wohl den wenigstens bekannt. Und "Turn It On" sowie "Untold Truths" sindzwar den Country Fans hier bekannt, aber bei Weitem nicht die einzigen Alben, die Costner veröffentlicht hat. Und wenn wir ganz ehrlich sind, sind viele Besucher zu seinen Konzerten gegangen oder haben sich für die kommenden Konzert Tickets besorgt, weil sie Kevin Costner einfach mal nicht auf der Leinwand, sondern in Fleisch und Blut sehen wollen. Umso schöner ist es, dass de Schauspieler auch mit seiner Musik überzeugen kann und noch schöner ist, dass er zu seinem Genre steht: Countrymusic.

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T Bone Burnett: Hohepriester des Country-Soundtracks

T Bone Burnett

Wenn es in den letzten zehn Jahren einen Film gab, dessen Identität mit American Roots Music gekoppelt war – mit Country, Western, Blues, Bluegrass, Folk – dann stand auf dem Soundtrack garantiert ein Name: T Bone Burnett. "O Brother, Where Art Thou? – Eine Mississippi-Odyssee" (2000), "Unterwegs nach Cold Mountain" (2003), "Walk The Line" (2005), alle tragen seinen Stempel. Burnetts jüngster Erfolg: "Crazy Heart" (2009) mit Jeff Bridges. Den Soundtrack produzierte er gemeinsam mit seinem verstorbenen Freund Stephen Bruton. Der Theme-Song "The Weary Kind" (von Burnett und Ryan Bingham) könnte ihm jetzt den Oscar einbringen.

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