Connie Smith, John Conlee, Charlie Louvin, Darrell Waltrip, Ray Evernham und Ernie Irvan (v.l.n.r.)

Am 9. und 10. Januar 2009 fand das vierte von SunTrust präsentierte jährliche Sprint Sound & Speed statt - eine Mischung aus Familientreffen und Festival, mit Fans und Stars aus der Country-Musik und dem NASCAR-Rennsport, alle versammelt im Herzen der "Music City". Das Festival bietet nicht nur Country-Unterhaltung der Spitzenklasse, sondern fungiert auch als Benefizveranstaltung für zwei wohltätige Zwecke: die Stiftungen "Country Hall of Fame and Museum" und "Victory Junction", eine Vereinigung, die ganzjährig Zelturlaube für sechs- bis sechzehnjährige chronisch oder schwer kranke Kinder anbietet.

Dieses Jahr nahmen etwa 8.000 Fans teil. Eine Abrechnung der diesjährigen Einnahmen liegt zwar noch nicht vor, doch in den letzten drei Jahren zog das Ereignis insgesamt 40.000 Fans an, und es konnten ca. 800.000 US Dollar an Spendengeldern gesammelt werden. Dieser Erfolg wäre keine Überraschung für den verstorbenen Brian Williams gewesen, ehemals Vizepräsident von SunTrust. Williams glaubte fest daran, dass Country-Musik und NASCAR-Rennen zusammepassen "wie Erdnussbutter und Marmelade" - was ihn und den Künstler-Manager Don Light zur Gründung des Festivals inspirierte.

Während des ersten Festivals im Jahre 2006 bestätigte die Rennlegende Richard Petty in einem Interview dieses enge Verwandtschaftsverhältnis. Im Rahmen einer Frage/Antwort-Runde mit seinem gleichrangigen Gegenüber aus der Country-Musik, George Jones, sagte Petty über die Stock-Car-Fans: "Sie hören George, während sie zum Rennen gehen, dann schauen sie sich an, wie die Autos um die Rennstrecke fahren, und dann hören sie wieder George, wenn sie vom Rennen nach Hause gehen."

Danielle Peck und Dale Earnhardt Jr. bei der Autogramnmstunde

Der Petty-Clan gehört zum Rückgrat des Festivals. Kyle Petty beteiligte sich nicht nur - er und seine Frau Pattie gründeten die "Victory Junction" im Angedenken an ihren Sohn Adam, der im Mai 2000 während eines Trainingsdurchlaufs auf dem New Hampshire International Speedway ums Leben kam.

Ein Freitag-Nacht-Konzert im Sommet Center sorgte für einen frenetischen Auftakt in Sachen Honky-Tonk. Nach dem Vorprogramm, absolviert von Rodney Atkins und Julianne Hough, sog die Hauptgruppe Montgomery Gentry die Publikumsenergie in sich auf und spielte bis spät in die Nacht.

Die Ereignisse am Samstag fanden einige Blocks weiter im Nashville Municipal Auditorium statt, wo im Rahmen des Fan Festivals die Menschen für Autogramme und gemeinsame Fotos mit ihren Stars Schlange standen. Unter den Repräsentanten des Rennsports waren dieses Jahr Dale Earnhardt Jr., Denny Hamlin, Ernie Irvan, Kyle Petty, Darrell Waltrip und Michael Waltrip vertreten. Mit dabei war auch Sam Bass, Illustrator und Maler für den amerikanischen Motorsport.

Dierks Bentley, John Conlee, Diamond Rio, "Nashville Star"-Finalist Gabe Garcia, Randy Houser, Charlie Louvin, Richie McDonald, Danielle Peck, Crystal Shawanda, Connie Smith, Aaron Tippin und Josh Turner zählten unter den Teilnehmern zum Country-Bereich.

Wenn sie nicht gerade traditionelle Imbisse kauten, konnten die Fans ihre Stars aus der Nähe begutachten, bei Fragerunden zuhören und sich sogar interaktiven Phantasien hingeben. Bei einer dieser Attraktionen konnten die Teilnehmer ihren Eifer am Boxenstopp beim Reifenwechsel beweisen. Sie konnten sich außerdem vor den Wagen der NASCAR Sprint Cup Series fotografieren lassen, die diese Saison von Kevin Harvick, Joey Logano und Tony Stewart gefahren werden.

Gene Johnson von Diamond Rio, Danielle Peck, Kyle Petty, Dale Earnhardt Jr. and Aaron Tippin (v.l.n.r.)

Wem das nicht reichte, der konnte bei Versteigerungen auf Gegenstände bieten, die Stars gespendet hatten. Unter den versteigerten Artikeln waren Wochenendtickets für das Aaron's-499-Rennen auf dem Talladega Superspeedway, eine von Big & Rich signierte Gitarre, eine weitere Gitarre, signiert von über 30 Fahrern und Country-Künstlern sowie verschiedene andere Gegenstände, gespendet und signiert von Greg Biffle, Brooks & Dunn, Dale Earnhardt Jr., Sara Evans, Tony Stewart und Gretchen Wilson. Und am Tag, als die Tennessee Titans gegen die Baltimore Ravens direkt auf der anderen Seite des Cumberland River ein Entscheidungsspiel ausfochten, konnten die Fans auf einen Helm bieten, den Kyle Vanden Bosch, Verteidiger der Gastgeber, gespendet hatte.

Die teilnehmenden Künstler zeigten sich beeindruckt und begeistert über das diesjährige Festival, vor allem jene, die zum ersten Mal dabei waren. "Das war unsere erste Erfahrung mit Sound & Speed - was für ein tolles Ereignis", sagten Kate & Kacey, die seit kurzem bei Big Machine Records unterschrieben haben. "NASCAR-Fans und Country-Fans sind im Prinzip das gleiche, und es macht Spaß, sie alle für die Victory Junction und die Stiftung Country Music Hall of Fame and Museum zusammenzuführen."

"Sound & Speed ist die Gelegenheit schlechthin, County- und NASCAR-Fans zusammenzubringen, damit sie den Künstlern und Fahrern näher kommen können", fügt Jason Michael Carroll hinzu. "Es ist auch toll, mit anzusehen, wie die zwei Fangruppen Hand in Hand daherkommen."

Model Nikki Taylor und Ehemann, NASCAR Fahrer Burney Lamar.

Rick Huckaby, unter Vertrag bei HeadCoach Records, kam dieses Jahr zum ersten Mal für eine Autogrammstunde auf das Sound & Speed und weiß, dass zwischen Country und NASCAR starke Bande herrschen. "Ich muss immer wieder das Wort 'Leidenschaft' bemühen", erklärt er. "NASCAR-Fans sind sehr leidenschaftlich. Sie halten treu zu ihren Lieblingsfahrern. Sie sind loyal, genau wie die Country-Fans - die besten Fans der Welt."

Und laut Steve Buchanan, Vorstandsvorsitzender bei Sprint Sound & Speed und stellvertretender Leiter der Medien- und Unterhaltungsabteilung von Gaylord Entertainment, ist das Ziel des Festivals, "Künstler und Fahrer zusammenzubringen, um Interaktionen und vertiefte Beziehungen zwischen diesen beiden Welten zu schaffen. Loyalitäten entwickeln sich, und aus der Perspektive der Fans sieht das Ganze so aus, als wären diese Leute ihre Nachbarn."

Irgendwo in der Arena lächelte wohl der Geist des großen Marty Robbins. Schließlich lebte er die Verknüpfung von Country-Musik und Autorennsport, er war genauso hinter dem Lenkrad eines Stock-Cars zu Hause wie im westtexanischen El Paso.


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