Townes Van Zandt - Be Here to Love Me

Townes von Zandt Be Here To Love Me Cover

Traurige Songs, Alkoholexzesse und eine gelöschte Kindheit: Der Film "Be Here to Love me" zeichnet ein sehr persönliches Portrait des Countrysängers Townes van Zandt

"Sometimes I don't know where this dirty road is taking me." Texas, in den Siebzigern: Tiefgründige, reife Texte und eine warme rauchige Stimme sind seit seinem, von "Cowboy" Jack Clement produzierten Debüt "For The Sake Of The Song", das Markenzeichen von Townes Van Zandt. Seine Lieder beeinflussen deshalb nicht umsonst eine ganze Generation von Musikern; Stars wie Bob Dylan, Kris Kristofferson, Emmylou Harris oder später die Cowboy Junkies und Norah Jones. Willie Nelson und Merle Haggard landen mit dem romantischen Titel aus seiner Feder "Pancho and Lefty" sogar einen Nummer Eins-Hit - ein Erfolg, der Townes van Zandt als Interpret in seiner Karriere versagt blieb.

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Miss Undercover 2: Fabelhaft und bewaffnet

Miss Undercover 2 Cover

Trampel mit Charme
Entpuppt sich ein Hollywood-Film als Kassenknüller, folgt eine Fortsetzung auf dem Fuß. Für "Miss Undercover 2" ließ sich Sandra Bullock, die beide Teile auch produziert hat, erstaunliche fünf Jahre Zeit. Und gemessen an dem, was dabei herausgekommen ist, fragt man sich: Warum hat das so lange gedauert? Denn das zweite Abenteuer der burschikosen Agentin Gracie Hart (Bullock) ist weder originell, noch ausgefeilt, sondern eine uninspirierte Angelegenheit. So sehen Sequels aus, die die Welt nicht braucht. Das Original war ein halbwegs funktionierendes, ganz auf Sandra Bullock zugeschnittenes Slapstick-Vergnügen. Ziemlich grobschlächtig zwar, aber mit einer liebenswürdigen Hauptfigur, die fluchte, beim Lachen grunzte und mit offenem Mund kaute, dass man ihr Zäpfchen sehen konnte. Der Witz bestand darin, dass sich dieses FBI-Trampel undercover unter eine Miss Wahl mischen sollte, ohne aufzufallen, um einen Bombenleger dingfest zu machen. Mehr Handlung war nicht, aber das reichte als Folie für eine Gag-Parade, die beim großen Publikum hervorragend ankam.

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The Jacket

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Der Fantasy-Thrillers The Jacket mit Adrien Brody und Kris Kristofferson

Wenn einer eine Zeitreise tut...dann kann ihn das wohl quälen. Jack Starks (Adrien Brody) könnte ein Lied davon singen - wenn er nicht tot wäre. Oder sowas wie tot. Denn er versucht verzweifelt, sein Ende zu verhindern und dabei einige dubiose Handlungslöcher dieses Fantasy-Thrillers mit Bedeutung zu stopfen. Und das kommt so: Im Golfkrieg 1991 schießt dem US-Soldat ein kleiner Junge in den Kopf. Starks überlebt, leidet aber fortan unter Gedächtnisschwund. Darum hat er auch keine Ahnung, warum er - zurück in Amerika - in Vermont neben einem erschossenen Polizisten liegend auf der Straße gefunden wird. Er erinnert sich nur, einer Frau und ihrer Tochter geholfen zu haben, die mit dem Wagen liegengeblieben waren. Die könnten sicher bezeugen, dass er unschuldig ist. Doch das Gericht verurteilt Starks wegen Mordes und überführt ihn in eine psychiatrische Anstalt. Damit fängt der Irrsinn an, denn Dr. Becker (Kris Kristofferson) hat eigenartige Behandlungsmethoden...

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Die Frauen von Stepford

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Back- und Koch-Zombies
Träumt nicht jeder Mann von einer treusorgenden, liebevollen Frau, die ihm jeden Wunsch von den Lippen abliest? Die ihm das Bier bringt, den Haushalt schmeißt, sich um die Kinder kümmert, kocht, putzt, jederzeit willig ist und ihren Beschäler nach vollzogenem Akt sanft einschlafen lässt, statt ihn mit Kuschelforderungen zu nerven? Nein, nur chauvinistische Vollidioten träumen davon! Und genau die wurden in dem Horrorfilm "Die Frauen von Stepford" von 1974 vorgeführt. In der bösen Satire nach einem Roman von Ira Levin ("Rosemary's Baby") ging es um eine Reichen-Enklave in Connecticut, in der Männer ihre Frauen abmurksten und durch identisch aussehende, mechanische Back- und Koch-Zombies ersetzten, die willenlos das biedere Hausfrauendasein simulierten.

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Friday Night Lights - Touchdown am Freitag

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In dem Sportler-Drama Friday Night Lights - Touchdown am Freitag stehen Billy Bob Thornton und Tim McGraw gemeinsam vor der Kamera

In der kleinen Stadt in Odessa, im Westen Texas geht es am Freitagabend im örtlichen, Footballstadion nicht um Leben und Tod. Es geht um sehr, sehr viel mehr. Hier im endlosen Nichts der Prärie scheint der Football das letzte zu sein, das den Menschen Stolz gibt und die Ordnung der Stadt überhaupt noch aufrecht erhält.

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The New World

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Das betörende Liebesdrama erzählt den Gründungsmythos von Amerika, die tragische Liebesgeschichte zwischen der Indianerprinzessin Pocahontas (Q'Orianka Kilcher) und dem britischen Captain Smith (Colin Farrell). In den USA gehört sie zum Kulturgut, in Deutschland kennt man Pocahontas höchstens durch den Disneyfilm und die gleichnamige Ballade von Neil Young.

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I [Heart] Huckabees

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Shania Twain hat in "I [Heart] Huckabees" einen Cameo-Auftritt.

Im Musikgeschäft hat die Kanadierin Eilleen Regina Edwards alias Shania Twain alles erreicht, was ein (Country)Star erreichen kann: Ein Wohnsitz in der Schweiz, Fünf Grammys, Auszeichnung als Country Music Association Entertainer of the Year, ein Auftritt in der Halbzeit des Superbowls, dem wichtigsten Sportereignis in den USA. Den Erdball hat sie auch schon mehrfach mit ihren Tourneen umrundet und die Tierschutzorganisation PETA krönte sie zur attraktivsten Vegetarierin. Sogar Ehrenmitglied in einem Eishockeyteam ist sie: Ihr Trikot hat die Nummer 00. Ob das ein geschmackloser Scherz war, oder nett gemeint, das mögen wir lieber nicht entscheiden. Bei all dem war wohl es nur eine Frage der Zeit, wann Country-Superstar Shania Twain in ihrem ersten Film mitspielen würde: 2004 war es so weit. An der Seite von Stars wie Dustin Hoffmann und Jude Law spielte die Sängerin in David Russells Film "I [Heart] Huckabees".

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Dreamer - Ein Traum wird wahr

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Dreamer - Ein Traum wird wahr, denn das Glück dieser Erde...

liegt auf dem Rücken der Pferde. Zumindest das Glück aller Mädchen, die noch keine Jungs im Kopf haben. Für solche ist "Dreamer - Ein Traum wird wahr" gemacht (Mädchen, nicht Jungs). Dabei liegt am Anfang des Familienfilms erstmal ein Pferd auf dem Rücken. Die junge Stute Sonya stürzt bei einem Rennen und bricht sich einen Vorderlauf. Pferdetrainer Ben Crane (Kurt Russell) hatte geahnt, dass mit Sonya etwas nicht stimmt, wurde jedoch von seinem Boss Palmer gezwungen, sie trotzdem starten zu lassen. Zum Dank wird Crane auch noch gefeuert. Das Pferd und die beiden mexikanischen Stallburschen kann er gleich mitnehmen. Cranes Tochter Cale (Dakota Fanning) ist jedoch überglücklich. Sie hatte sich schon lange gewünscht, dass auf dem Gestüt ihrer ehemals erfolgreichen Züchter-Familie endlich wieder ein Pferd, wenn schon nicht auf dem Flur, so doch im Stall steht. Sie hat sogar einen Traum: Sie will Sonya aufpeppeln, trainieren und bei dem wichtigsten Rennen in Kentucky laufen lassen, dem Breeder's Cup. Ob sie es wohl schafft?

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Almost Heaven

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Der Spielfilm Almost Heaven vereint Heike Makatsch und Wotan Wilke Möhring.

Der Film Almost Heaven

Es war eine niedliche Idee, Heike Makatsch in Detlev Bucks "Männerpension" mit treuherzigem Augenaufschlag den Tammy-Wynette-Klassiker "Stand By Your Man" singen zu lassen. Damals konnte aber niemand ahnen, dass eines Tages ein Regisseur versuchen würde, diesen Scherz auf 95 lange Filmminuten auszuwalzen: Ed Herzog, der auch mit Paul Herzberg das Drehbuch verfasst hat, hat es zehn Jahre nach "Männerpension" gewagt: "Almost Heaven", inspiriert von der ersten Zeile aus John Denvers "Country Roads". Doch trotz einer potenten Schauspielerriege - Nikki Amuka-Bird (u.a. bei der Royal Shakespeare Company), Wotan Wilke Möhring ("Bang Boom Bang", "Antikörper"), Michael Gwisdek ("Sperr und Er", "Good Bye Lenin") und Ivan Shvedoff ("Zuckerbrot") - hat er mit "Almost Heaven" einen erstaunlich schlechten Film vorgelegt.

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