Gran Torino

Filmplakat Gran Torino

Clint Eastwood wird auf seine alten Tagen immer produktiver. Das Krimidrama "Der fremde Sohn" mit Angelina Jolie hallt noch in den Kinos nach, da kommt schon sein neuester Film "Gran Torino". Und das Schönste an diesem lakonischen, leichthändig inszenierten Porträt eines verbesserlichen Rassisten ist: Eastwood spielt - vielleicht zum letzten Mal - selbst die Hauptrolle. Das sollte man auf keinen Fall verpassen.

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Tender Mercies - Comeback der Liebe

DVD Cover Tender Mercies - Comeback der Liebe

Als "Tender Mercies - Comeback der Liebe" 1983 in die US-Kinos kam, interessierte sich niemand für das stille Drama um einen heruntergekommenen Country-Sänger. Bei uns erschien der Film ohnehin nur auf Video bzw. DVD. Ein Jahr später tauchte er jedoch plötzlich in fünf Kategorien bei den Oscars wieder auf, darunter auch als "Bester Film", und gewann zwei der begehrten Auszeichnungen: Hauptdarsteller Robert Duvall und der im März 2009 92-jährig verstorbene Drehbuchautor Horton Foote. Hierzulande gilt es, den Film auch nach mehr als 25 Jahren überhaupt erst zu entdecken - es lohnt sich!

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Das schönste Freudenhaus in Texas

Das schönste Freudenhaus in Texas

Dolly Parton schiebt als Puffmutter diverse musikalische Nummern. Burt Reynolds trägt als Dorfsheriff außer seinem Schnauzbart sexy Slips. Ein Bordell, in dem es so aufregend zugeht, wie bei den Waltons, wird zum Kleinstadtpolitikum - willkommen in den trashigen Welt des 1980er-Jahre-Musicals "Das schönste Freudenhaus in Texas". Das Original war etwa zur Hochzeit von Aids und Ronald Reagan ein gewaltiger Broadway-Hit. Da ließ eine Verfilmung nicht lange auf sich warten: ein nostalgischer Klamauk mit ein paar guten Gags und netten Songs.

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Warum eigentlich...bringen wir den Chef nicht um?

Warum eigentlich bringen wir den Chef nicht um Kinoplakat

In "Warum eigentlich...bringen wir den Chef nicht um?" feiert Dolly Parton ihr Film-Debüt.

Zehn Jahre nach Doris Days letztem Film und zehn vor "Thelma & Louise" entstand die Rachekomödie "9 to 5" (so der Originaltitel) - rückblickend wirk sie fast wie ein Bindeglied dieser beiden Gegenpole weiblichen Selbstverständnisses. Drei bodenständige Büroangestellte machen hier ihrem Chauvi-Boss das Leben zur Hölle. Die feministische Komödie mit Dolly Parton, Jane Fonda und Lily Tomlin kam zu einem Zeitpunkt, als von Frauenpower noch kaum die Rede war. Jetzt, dreißig Jahre später, sind die Verhältnisse zwar völlig andere, aber die Farce funktioniert immer noch ganz gut.

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Honkytonk Man

Filmplakat: Honkytonk Man

Musik spielte in Clint Eastwoods Leben schon immer eine große Rolle. Er hat eigene Scores komponiert, beispielsweise zu "Million Dollar Baby" (2004) und "Der fremde Sohn" (2008), zu Martin Scoreses "The Blues"-Reihe die Doku "Piano Blues" (2003) beigesteuert, mit "Bird" (1988) ein Biopic über Saxofonist Charlie Parker gedreht, und wurde in seinem Regiedebüt "Sadistico" als Jazz-DJ von einer psychopathischen Stalkerin verfolgt. Dass er neben seiner Vorliebe für Jazz auch einen Hang zum Country besitzt, zeigte er Anfang der 1980er Jahre mit seinem Roadmovie "Honkytonk Man", in dem er auch die Hauptrolle eines erfolglosen Countrysängers übernahm.

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Crosby, Stills, Nash & Young - Déjà Vu

CSNY Deja Vu Cover

Im Februar stellte Neil Young seine Doku "Crosby, Stills, Nash & Young - Déjà Vu" persönlich auf der diesjährigen Berlinale vor, jetzt kommt sie auch regulär ins Kino. Der Film zeigt die Alt-Star-Band 2006 während ihrer "Freedom of Speech"-Tour durch Nordamerika, die Young aus Protest gegen den Irak-Krieg konzipierte. Young, der den Film unter seinem Dauerpseudonym Bernard Shakey auch inszenierte, ist eine packende Politdoku mit Konzertausschnitten gelungen, deren Eigenlob sich in Grenzen hält und die sogar selbstkritische Töne zulässt.

Living With War
Bereits in den 1960/70er Jahren mischten sich Crosby, Stills, Nash & Young in die Politik ihres Landes ein und wurden mit Protestsongs wie "Ohio" zum Sprachrohr der Vietnamkriegsgegner. Jetzt, vierzig Jahre später, wütet ein anderer Krieg, und die alten Herren wollten es noch einmal wissen. Aber kann Musik tatsächlich etwas bewirken? Diese Hoffnung hat selbst Young längst aufgegeben: "Ein einzelner Song kann die Welt nicht verändern", sagt er. Doch von Bush und dem Irak-Krieg hatte er dermaßen die Schnauze voll, dass er trotzdem 2006 innerhalb weniger Tage das Album "Living With War" herausrotzte und seine einstigen Mitstreiter zu der Protest-Tour überredete. Das Ganze dokumentierte er dann mit Hilfe des renommierten Irak-Kriegsberichterstatters Mike Cerre, der für die nötige Ausgewogenheit sorgt. Herausgekommen ist ein mitreißender Film, mehr Politdoku als Konzertmitschnitt, ähnlich wie "Shut Up and Sing!" mit den Dixie Chicks. Allerdings mit einem Unterschied: Young wusste vorher, worauf er sich einlässt.

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Walk Hard: Die Dewey Cox Story

Walk Hard Cover

Walk Hard: Die Dewey Cox Story
Kommt Ihnen das bekannt vor? Ein Musiker stützt sich gedankenversunken im Backstage-Bereich an eine Wand, getaucht in bläuliches Licht. Der Lärmpegel des Auditoriums ist infernalisch. Der Veranstalter wird nervös, doch Dewey Cox' Vertrauter besänftigt ihn, ehrfurchtsvoll flüsternd: Mr. Cox könne nicht auftreten, so lange nicht sein ganzes Leben an ihm vorbeigezogen sei. Dann folgt eine nostalgische Rückblende ins ländliche Amerika... Schon die ersten Minuten machen klar: "Walk Hard" ist eine freche Parodie auf die Mechanismen typischer Biopics im Allgemeinen und "Walk the Line" im Besonderen.

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No Country for Old Men

No Country For Old Men Cover

Skurrile Typen
Er tötet gnadenlos und bleibt dabei so gelassen, als würde er sich eine Zigarette anzünden. Bevorzugt benutzt er eine Luftdruckkartusche. Die eignet sich hervorragend, um Türschlösser aus der Fassung und unliebsamen Personen das Gehirn aus dem Schädel zu blasen. Aber der Killer mit dem seltsamen Namen Anton Chigurh (Javier Bardem) hat auch seine Prinzipien: Ist ein Mord nicht zwingend notwendig, beispielsweise an einem Tankstellenbesitzer, der ihm einen Smalltalk aufdrängt, dann lässt er eine Münze über Leben oder Tod entscheiden. Mit seiner Föhnfrisur sieht Chigurh zwar so lächerlich aus wie Schlagerkomiker Dieter Thomas Kuhn. Dennoch läuft es einem bei seinem Anblick eiskalt den Rücken runter. Willkommen in der Welt der Coen-Brüder.

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I'm Not There

I'm not there cover

Sechsmal Dylan
Wie nähert man sich filmisch einem musikalischen Genie wie Bob Dylan? Wie einem Künstler, der so rätselhaft und vielseitig ist, dass er sämtliche Konventionen des Musikgeschäfts sprengt? Regisseur Todd Haynes ("Velvet Goldmine") fand eine einfache wie plausible Lösung: Er verpflichtete gleich sechs verschiedene Schauspieler, die die vielen Facetten und Phasen aus Bob Dylans Leben verkörpern. Oder genauer: die den öffentlichen Personen, die Dylan von sich erfand, ein Gesicht geben. Und der allerbeste Dylan in diesem Film ist eine Frau: Cate Blanchett!

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Three Burials - Die drei Begräbnisse des Melquiades Estrada

Three Burials Cover

In dem texanischen Kaff in Cibolo County an der US-Mexiko-Grenze möchte man nicht tot über den Maschendrahtzaun hängen, geschweige denn begraben sein. Das ist jedoch nicht der Grund, warum in Tommy Lee Jones' fulminatem Regiedebüt eine Leiche auf Reisen geht und gleich dreimal beigesetzt wird. Der lakonische Neo-Western, in dem Jones neben Barry Pepper und Dwight Yoakam auch eine der Hauptrollen spielt, handelt von sozialer Ungerechtigkeit, Mord und Rache. Der Tod eines illegalen mexikanischen Einwanderers führt zu einem äußerst eigenwilligen Fall von Selbstjustiz.

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