The Last Ride - A Story of Hank Williams

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Redaktionswertung Bewertung: 3 Sterne = OK
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Biopics, also biografische Spielfilme über berühmte Persönlichkeiten, sind ein Genre, das im Kino stets Hochkonjunktur hat. Gerade die Lebensgeschichten von Musikern dienen immer wieder als Filmstoff, von Ray Charles ("Ray") und John Lennon ("Nowhere Boy") über Kurt Cobain ("Last Days") bis hin zu Bob Dylan ("I’m Not There") oder Johnny Cash ("Walk the Line"). Und nun kommt mit "The Last Ride" auch der legendäre Sänger und Songschreiber Hank Williams zu Leinwandehren.

Doch bevor Missverständnisse entstehen: der Film von 2012, der in Deutschland nie ins Kinos kam und auch als DVD und Blu-ray bislang nur als Import erhältlich ist, erzählt nicht Williams' Leben, sondern lediglich eine kleine Episode daraus. Genau genommen die letzte Episode, wie schon der Titel ankündigt. Und das, wie eine Einblendung gleich zu Beginn verheißt, zu größten Teilen an wahren Begebenheiten orientiert.

Ende 1952 heuert der schüchterne Automechaniker Silas (Jesse James) an, um einen ihm unbekannten Mann in dessen schickem Cadillac von Montgomery in Arkansas zu Auftritten West Virginia und Ohio zu chauffieren. Der Mann auf dem Rücksitz (Henry Thomas) nennt sich Mr. Wells, ist aber Hank Williams: hustend und vom Leben gezeichnet, aufbrausend und unflätig, nicht selten betrunken und meist verbittert. Dass er den winterlichen Road Trip nicht überleben wird, ist kein Geheimnis. Am 1.Januar 1953 wurde Williams tatsächlich tot in einem Auto gefunden, das ihn damals nach Ohio bringen sollte.

Dass "The Last Ride" nicht Williams' komplette Biografie abdeckt, sondern sich auf die letzten Tage konzentriert, ist dramaturgisch ein vollkommen legitimer Ansatz. Doch ein wenig mehr hätte diese erkennbar kostengünstig entstandene Produktion sich doch auf die Country-Ikone in ihrem Zentrum fokussieren dürfen. Denn im Grunde erfährt man so gut wie nichts über Williams als Person, seine Vergangenheit oder seine Karriere. Auch seine Musik ist stets nur momentweise im Autoradio zu hören, nicht einmal bei seinem echten Namen wird er je genannt. Und das, obwohl seine Erben dem Vernehmen nach den vom TV-erfahrenen Harry Thomason mal angenehm subtil, mal allzu schlicht inszenierten Film voll unterstützten.

Nicht nur für Fans von Hank Williams ist das schade, sondern ganz allgemein für das Publikum von "The Last Ride". Denn der junge Silas, dem das Drehbuch im Verlauf auch noch eine kleine Liebesgeschichte (mit Kaley Cuoco aus "The Big Bang Theory") gönnt, ist als Protagonist nicht halb so faszinierend wie sein Passagier. Was auch an den Darstellern liegt: während Jesse James eher blass bleibt, gehört Henry Thomas, den die meisten aus den Augen verloren haben dürften, seit er als kleiner Elliott in "E.T." zu Weltruhm gelangte, ohne Frage zu den großen Pluspunkten dieses Films. Ein weiterer ist übrigens grandiose Nummer "The Night Hank Williams Came to Town" zum Abspann. Doch gerade wenn man ihn über die Faszination seines Vorbilds singen hört, wird einem einmal mehr bewusst, auf welcher Ebene "The Last Ride" eben doch Defizite aufweist.

Fazit: Nicht zuletzt Dank "E.T."-Star Henry Thomas als Hank Williams ist dieses mit Countryklängen unterlegte Road Movie ohne Frage ein sympathisches Filmchen. Doch weil es dabei die Lebensgeschichte der Songwriter-Legende eher außen vor lässt, schöpft es seine Möglichkeiten als Biopic zu keinem Moment aus.

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Regie Darsteller Rolle
Harry Thomason Henry Thomas ... Mr. Wells / Hank Williams
Jesse James ... Silas
Fred Dalton Thompson ... O'Keafe
Kaley Cuoco ... Wanda
Stephen Tobolowsky ... Ray
Ray McKinnon ... Stan
Rick Dial ... Dirty Black John
James Hampton ... Judge Matheny
Will Koberg ... Leroy


Original-Titel: The Last Ride - A Story of Hank Williams
Studio: Mozart Productions (20th Century Fox)
Land: USA, 2012
FSK: noch keine FSK Freigbe
Laufzeit: 106 Minuten

Kino: ./.
DVD: ./. (in Deutschland bisher nicht veröffentlicht)
Pay-TV: ./.
Free-TV: ./.

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