Midway - Für die Freiheit

Filmplakat: Midway - Für die Freiheit

"Midway - Für die Freiheit" mit Alexander Ludwig in der Rolle eines Kriegshelden

Bereits 1976 wurde die "Schlacht um Midway" verfilmt, damals mit der ersten Starriege Hollywoods von Charlton Heston (†84) über Henry Fonda (†77) bis hin zu Robert Mitchum (†79). 43 Jahre später wagte sich der aus Deutschland stammende Regisseur Roland Emmerich ("Independence Day") erneut an das Thema, baut die Story jedoch ganz anders auf, setzt aber ebenfalls auf alte und neue Stars.

Neben Dennis Quaid ("Soul Surfer") und Woody Harrelson ("Machen wir’s wie Cowboys") verpflichtete Emmerich auch junge Schauspieler am Anfang ihrer Karriere. Ganz vorn: , der 2000 schon als Achtjähriger für die Komödie "Air Bud 3" vor der Kamera stand und nun steig seinen Weg geht. In "Midway - Für die Freiheit" bekam er einen großen heldenhaften Auftritt, aber der weitere Verlauf der Geschichte muss dann ohne ihn erzählt werden.

Der Angriff auf Pearl Harbour und seine Folgen

Am 7. Dezember 1941 greifen die Japaner völlig überraschend den US-Flottenstützpunkt Pearl Harbour auf Hawaii an. Auch die USS Arizona gerät unter Beschuss. Die Männer an Bord befolgen die Befehle des tapferen Leutnants Roy Pearce (Alexander Ludwig). Doch es ist hoffnungslos, Roy Pearce verliert sein Leben, die USS Arizona ist eins von 18 Schlachtschiff, die von den Japanern versenkt werden.

Über 2.400 Gefallene und 1.100 Verwundete haben die Amerikaner zu beklagen. Die Nation ist traumatisiert, Präsident Franklin D. Roosevelt verkündet den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg und mutige Navy-Kampfpiloten warten nur darauf, Vergeltung zu üben. So auch Dick Best (Ed Skrein), der in Pearl Harbour viele Kameraden verloren hat. Doch erst müssen die Amerikaner aufrüsten.

Ein halbes Jahr später folgt schon die nächste Hiobsbotschaft. Denn Geheimdienstler Edwin Leyton (Patrick Wilson) glaubt, dass die Japaner im Pazifik die Midway-Inseln einnehmen wollen. Admiral Nimitz (Woody Harrelson) entwirft einen geheimen Angriffsplan. Die viertägige Schlacht um Midway beginnt am 4. Juni 1942. Vier japanische Flugzeugträger werden versenkt. Die Japaner müssen endgültig einsehen, einen schlafenden Riesen geweckt zu haben…

"Midway - Für die Freiheit" - Ein weiteres Schlachtgemälde von Roland Emmerich

Nachdem Roland Emmerich 2016 mit seiner Fortsetzung zu "Independence Day" einen Flop erleiden musste, nahm er sich mit "Midway - Für die Freiheit" wieder einem historischen Stoff an.

US-Geschichte beackerte der gebürtige Schwabe zuvor bereits mit "Der Patriot" (2000), danach folgte das Shakespeare-Drama "Anonymous" (2011) und mit "Stonewall" (2015) über die Entstehung des Christopher-Street-Day lieferte Emmerich seinen bisher persönlichsten Film ab. Aber was reizte ihn Jahre später am Pazifikkrieg? "Wenn du einen Kriegsfilm drehst, musst du dich fragen, was der Bezug zu heute ist. Ich finde, da gibt es einen großen Bezug, wenn man sich ansieht, was auf der Welt gerade los ist", begründete er sein Streben, die Ursachen für den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg noch einmal unter die Lupe zu nehmen.

Dabei macht er jedoch nicht die Fehler der Erstverfilmung von 1976, die unter zu viel Sachlichkeit litt und an der Kinokasse enttäuschte. Obwohl auch Emmerich um historische Genauigkeit bemüht ist und den japanischen Angreifern im Film mit Respekt begegnet, feuert er anhand mehrere Einzelschicksale die Emotionen an. Da darf gelitten, geweint und geflucht werden.

Für genügend Action wird ebenso gesorgt, wobei spektakuläre See- und Luftkämpfe heutzutage nur noch am Computer entstehen, womit dem Publikum ein großes visuelles Erlebnis geboten werden kann, wobei ein Schlachtgemälde dabei immer fraglich bleibt. Auch diesmal war Roland Emmerich wieder dem Vorwurf, sein Film wäre zu amerikanisch, zu patriotisch ausgefallen. Da er die Ereignisse jedoch aus amerikanischer Sicht erzählt, erübrigt sich dieser Vorwurf eigentlich auch schon wieder.

Alexander Ludwig auf dem Weg zum Star

Wie nicht anders zu erwarten, gelang "Midway - Für die Freiheit" nach seinem US-Kinostart am 8. November 2019 sofort auf den ersten Platz der Charts. Alexander Ludwig postete daraufhin sofort auf Instagram ein Foto mit sich in alter Uniform und bedankte sich, Teil des Films gewesen zu sein und dass er eine gute Zeit beim Dreh hatte.

Ein Unbekannter war er zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr. Das Fernsehpublikum liebte ihn da schon als rauen Wikinger Bjorn Eisenseite aus der Serie "Vikings", und Nebenrollen in Kinohits wie "Die Tribute von Panem" (2012), "Kindsköpfe 2" (2013) und "Bad Boys for Life" (2020) steigerten seine Beliebtheit immens. Auch als Country-Sänger hat sich der gebürtige Kanadier inzwischen verdient gemacht. Erst letztes Jahr brachte er die Single "Let me be your Whiskey" heraus. Und wieder postete er auf Instagram: "Für alle, die mich kennen: Country Music ist ein großer Teil meines Lebens. Im letzten Jahr habe ich Reisen nach Nashville unternommen, um zu schreiben und alles zu lernen, was ich kann. Vielen Dank an mein unglaubliches Team." Ganz klar, Alexander Ludwig ist auf den Weg, ein ganz großer Star zu werden./p>

Fazit: Ein effektvolles Schlachtgemälde über den Pazifikkrieg im Zweiten Weltkrieg. Roland Emmerich erzählt aus amerikanischer Sicht, ohne die Japaner zu diffamieren. Neben den historischen Ablauf werden vor allem menschliche Schicksale hervorgehoben, um eine emotionale Ebene zum Publikum zu finden.

Regie     Darsteller   Rolle  
Roland Emmerich     Ed Skrein ... Dick Best  
      Patrick Wilson ... Edwin Layton  
      Woody Harrelson ... Chester W. Nimitz  
      Luke Evans ... Wade McClusky  
      Mandy Moore ... Ann Best  
      Luke Kleintank ... Clarence Dickinson  
      Dennis Quaid ... William 'Bull' Halsey  
      Aaron Eckhart ... Jimmy Doolittle  
      Alexander Ludwig ... Roy Pearce  
      Nick Jonas ... Bruno Gaido  
Original-Titel: Miday
Studio: Summit (Leonine)
Land: USA 2019
FSK: ab 16 Jahre
Laufzeit: 138 Minuten
Kino: 7. November 2019
DVD/Blu-ray: 20. März 2020
Pay-TV: 9. Oktober 2020
Free-TV: ./.

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