Der Spielfilm für Country-Fans: Hollywood-Action oder Doku

Spielfilme von und für Country-Begeisterte. Wir stellen Ihnen regelmäßig die neusten Filme mit Country-Bezug vor. Bei uns finden Sie Rezensionen zu den neusten Filmen, die thematisch mit der Country-Szene verbunden sind, bei denen Künstler aus der Szene mitspielen oder auftreten oder deren Musik aus unserem Genre stammt. Dabei kann es sich um Hollywood-Spielfilme handeln, Biopics über Größen der Country Music oder auch Dokumentationen. Unser Anspruch ist es, stets Filme vorzustellen, die unseren Lesern gefallen, sei es wegen der Musik, der Bilder, dem Thema oder den mitspielenden Personen.

Unsere Spielfilm-Rezensionen: Unabhängig und objektiv

Eins ist uns auch bei Spielfilm-Rezensionen wichtig: Unabhängigkeit und journalistische Qualität. Sowohl in die Auswahl als auch die Bewertung des Films lassen wir uns von keinem reinreden. Alle Autoren im Spielfilmbereich sind professionelle Film-Journalisten mit einem speziellen Faible für Country Music. Dieselben hohen Maßstäbe, wie bei unseren anderen Rezensionen, gelten bei uns auch für Spielfilme. Zu jedem Film finden Sie Trailer, Besetzungsliste und den offiziellen Starttermin am Ende der Rezension.

Üblicherweise werden neue Filmbesprechungen immer eine Woche vor dem offiziellen Kinostart, meist an einem Donnerstag veröffentlicht. Früher ist in vielen Fällen nicht möglich, jedoch haben Sie so immer genügend Zeit, die Rezension zu lesen, bevor Sie den Film im Kino sehen. Pünktlichkeit nehmen wir hier sehr ernst, da es sich oft um Spielfilme oder Dokumentationen handelt, die nur wenige Wochen in den deutschen Kinos laufen. Zur besseren Vergleichbarkeit wird jeder Film vom verantwortlichen Redakteur mit maximal fünf Sternen bewertet. Regelmäßig werden die Kriterien untereinander abgeglichen, damit die Sterne-Bewertung als Vergleichskriterium konstant bleibt. Der persönliche Geschmack unserer Spielfilm-Redakteure spielt natürlich in jeder Rezension eine Rolle, doch bleiben Objektivität und Unabhängigkeit die obersten Prinzipien bei jeder Spielfilm-Besprechung.

Die Entscheidung fürs Leben

Filmplakat: The Thing Called Love - Die Entscheidung fürs Leben

"Die Entscheidung fürs Leben" mit dem 1993 verstorbenen River Phoenix als unbändiger Country-Sänger.

Gerade mal 23 Jahre alt war River Phoenix als er am 31. Oktober 1993 in Hollywood vor dem Nachtclub Viper Room wegen einer Überdosis an Drogen zusammenbrach und. Herzstillstand, eine Reanimierung war nicht mehr möglich. Neben seinem Bruder Joaquin Phoenix ("Joker") war auch Rivers Freundin Samantha Mathis vor Ort. Die beiden hatten sich bei Dreharbeiten zu "Die Entscheidung fürs Leben" kennen- und lieben gelernt - der letzte Film, den der einstige Jungstar ("Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers") noch komplett vollenden konnte.

Weiterlesen ...

I Still Believe

Filmplakat: I Still Believe

"I Still Believe" ist die Schicksalsgeschichte des US-Singer-Songwriter Jeremy Camp.

Vor Jahren begann Jeremy Camp seine Karriere. Nur wenige wissen über den Schicksalsschlag, den der christliche Musiker erleiden musste. Anfang 2001 starb seine Ehefrau Melissa an Krebs. Ein Jahr zuvor hielt er um ihre Hand an. Da war sie bereits im Krankenhaus. Camp wusste also um ihren Zustand und stand bis zuletzt zur ihr. Seine Trauer verarbeitete mit seinem Debüt-Album "Stay", das 20002 erschien und den Song "I Still Believe" hervorbrachte. "I Still Believe" ist auch Titel des Kinofilms, in dem die rührende Lovestory von Melissa und Jeremy Camp nacherzählt wird. Seine Mutter wird im Film von Country-Star Shania Twain gespielt. In den deutschen Kinocharts ist das Drama dennoch sogleich auf den ersten Platz gelandet.

Weiterlesen ...

Urban Cowboy

Filmplakat: Urban Cowboy

"Urban Cowboy"- John Travolta tanzt zur Music von Johnny Lee, Mickey Gilley und Charlie Daniels

Am 6. Juli 2020 starb Charlie Daniels mit 83 Jahren. Seinen größten Hit feierte er 1979 mit dem Song "The Devil Went Down to Georgia", den er mit seiner Band ein Jahr später auch in dem Hollywoodfilm "Urban Cowboy" interpretierte. Der durch "Saturday Night Fever" und "Grease" gerade zum Superstar gewordene John Travolta spielte vor 40 Jahren die Hauptrolle. Der Erfolg an der Kinokasse war dennoch bescheiden, doch in der County Music sorgte "Urban Cowboy" für eine neue Richtung. Durch Rock- und Popeinflüsse wurden Country-Songs wieder massentauglicher. Der Film machte Johnny Lee und Mickey Gilley zu Superstars, aber auch bereits renommierte Größen wie Dolly Parton und Kenny Rogers (†81) sprangen auf den Zug auf. Mitte der Achtzigerjahre ebbte die "Urban Cowboy"-Welle jedoch wieder ab.

Weiterlesen ...

Der Marshal

Filmplakat: Der Marshal

Glen Campbell spiel in "Der Marshal" an der Seite von John Wayne

Fast wäre Glen Campbell (†81) bei den Beach Boys gelandet. In den Sechzigerjahren war er ein gefragter Studiomusiker und ging mit den kalifornischen Surf-Sängern sogar auf Tournee, um den gestressten Brian Wilson, der kreative Kopf der Gruppe, zu ersetzen. So kam das Angebot zustande, ganz bei den Beach Boys einzusteigen. Campbell lehnte ab, träumte er doch von einer Solo-Karriere. Erst als er sich der Country Music näherte, ist ihm das geglückt. Mit Songs wie "Wichita Lineman" und "Galveston" eroberte der Autodidakt die Charts und somit dauerte es nicht lange, bis sich Hollywood bei ihm meldete. Zuerst sollte Campbell nur den Titelsong für den Spätwestern "Der Marshal" beisteuern, doch weil Elvis Presley eine zu hohe Gage forderte, bekam er auch die zweite Hauptrolle. Ein Ritterschlag, den kein Geringerer als John Wayne (†72) sollte hier eine seiner besten Schauspielleistungen abliefern.

Weiterlesen ...

Blade II

Filmplakat: Blade II

"Blade II" - Kris Kristofferson erwacht von den Untoten.

Kris Kristofferson - ein Vampir? Wir erinnern uns: In der Marvel-Comicverfilmung "Blade" (1998) spielte der Country-Star Abraham Whistler, Mentor des Vampirjägers Blade (Wesley Snipes), der dann gebissen wurde und seinem Leben ein Ende setzen wollte. Die Fortsetzung von 2002 beginnt mit Blades Suche nach Whistler, der immer noch lebt. Vampire haben ihn jahrelang gefangen gehalten und gefoltert. Blade befreit seinen Weggefährten aus einem gläsernen Sarg. Der fällt daraufhin halbtot zu Boden, und als er den Mund öffnet, ertönt nicht etwa "Why Me" (Kristoffersons erster Nr.1-Song von 1971), sondern nur ein Stöhnen und scharfe Eckzähne ragen hervor. Ist Whistler zum Vampir mutiert?

Weiterlesen ...

Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel

Filmplakat: Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel

"Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel" - 40-jähriges Jubiläum eines verhängnisvollen Westerns mit Kris Kristofferson und Jeff Bridges.

1980 genoss Regisseur Michael Cimino (†77) nach dem Erfolg seines Vietnamkriegsdrama "Die durch die Hölle gehen" quasi Narrenfreiheit. Für sein nächstes Projekt wählte er eine wahre Geschichte aus dem wilden Westen aus. Der "Johnson County War" über die Auseinandersetzung zwischen mächtigen Viehzüchtern und ärmlichen Einwanderern aus Osteuropa fand im April 1892 in Wyoming statt und gehört zu den dunkelsten Kapiteln der US-Geschichte. Doch Cimino war der Ruhm zu Kopf gestiegen. Mit seiner Selbstüberschätzung und dem Anspruch auf Perfektion trieb er das ursprünglich veranschlagte Budget von 12 auf 44 Mio. Dollar in die Höhe und damit das Filmstudio United Artists in den Ruin.

Weiterlesen ...

Pat Garrett jagt Billy the Kid

Filmplakat: Pat Garrett jagt Billy the Kid

"Pat Garrett jagt Billy the Kid” mit Kris Kristofferson, Rita Coolidge und Bob Dylan.

Okay, an erster Stelle auf dem Filmplakat wird zwar James Coburn (†74) genannt, der für die Rolle des Pat Garrett schon ziemlich früh feststand, aber konnte natürlich nicht so gut singen wie Kris Kristofferson, der 1972 schon ein gefragter Country-Sänger war, als Schauspieler aber noch am Karriereanfang stand. Deshalb war er für die Rolle des Billy the Kid auch nur dritte Wahl, nachdem die damaligen Hollywoodstars Bo Hopkins und Jon Voight den Regisseur Sam Peckinpah (†59) nicht überzeugen konnten.

Weiterlesen ...

Panic Room

Filmplakat: Panic Room

"Panic Room" mit Dwight Yoakam als eiskalter Einbrecher

Als David Fincher 2002 den Thriller "Panic Room" in die Kinos brachte, galt er bereits als Meister seines Fachs. Nach den Erfolgen von "Sieben" (1995), "The Game" (1997) und "Fight Club" (1999) war der Vergleich mit Altmeister Alfred Hitchcock verdient und Fincher wurde seinem Ruf auch im neuen Jahrtausend mit weiteren Krimistoffen wie "Zodiac - Die Spur eines Killers" (2007), "Verblendung" (2011) und "Gone Girl - Das perfekte Opfer" (2014) gerecht. Dazwischen liegt sein minimalistisches Meisterwerk "Panic Room". Minimalistisch deshalb, weil Handlungsort ein Haus ist, in dem zwei Bewohner von drei Einbrechern bedroht werden.

Weiterlesen ...

Pure Country

Filmplakat: Pure Country

George Strait liefert in "Pure Country" puren Country-Sound

Scheinwerfer kreisen durch den Konzertsaal, Fans kreischen und aus Rauchschwaden bildet sich die Silhouette eines Cowboys. Keiner Geringerer als George Strait lässt sich hier in seiner Rolle als Country-Star Dusty Wyatt Chandler feiern. Er greift zur Gitarre, gibt seiner Band ein Zeichen und schon schmettert er den Eröffnungssong "Heartland". Mit diesem Auftakt scheint Regisseur Christopher Cain ein Versprechen abgeben zu wollen: Hier dominiert die Country Music, der sich alles andere unterzuordnen hat!

Weiterlesen ...

Cadillac Jack: Ein Cowboy gibt nie auf!

Filmplakat: Cadillac Jack: Ein Cowboy gibt nie auf!

Clint Black ist der "Cadillac Jack"

Wer elf Mal auf Platz 1 der amerikanischen Country Charts landet, muss noch mehr draufhaben. So denkt man zumindest in Hollywood, weshalb ein Erfolgsname schon reicht, um mit einer Hauptrolle geadelt zu werden. Nicht anders ist es Clint Black ergangen, der 1989 mit "Killin' Time" und "Better Man" gleich zwei Nummer 1-Hits ablieferte, was ihm neun Jahre später mit "Nothin' But The Taillights" und "She Shoes You're Wearing" noch einmal gelang.

Weiterlesen ...