Sugarland - Gold and Green

CD Cover Sugarland - Gold And Green
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Redaktionswertung Bewertung: 3,5 Sterne = ok
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Schon das Cover macht klar: Das ist kein typisches Country-Weihnachtsalbum. Es ist: poppiger, moderner, neuer, hipper. Ver-ständlich, denn auch Sugarland, das aus Sängerin/Songschreiberin Jennifer Nettles und Sänger/Songschreiber und Gitarrist Kristian Bush bestehende Duo, ist irgendwie poppiger und hipper als der Rest Nashvilles. Aber dennoch auch mehrheitsfähig. Immerhin räumt der Zweier in den letzten Jahren so ziemlich alles an zu vergebenden Awards und Auszeichnungen ab. Und das nicht einmal zu Unrecht. Die zwei haben was – ihren eigenen Sound, einen naturbelassenen Charme und dazu auch Geist und Witz.

Diese Vorzüge werfen sie gelegentlich auch bei ihrem doch etwas anderen Weihnachtsalbum "Gold and Green" in die Waagschale. Zum Beispiel in Form von fünf Eigenkompositionen. Diese Sugarland-Originale bürgen dafür, dass sich ja nicht zu viel Red-Nose-Rudolph- und Jingle-Bells-Klischees breit machen. So verströmen Titel wie das modern rockige "City of Silver Dreams" oder der nette Pop von "Little Wood Guitar" zwar eine gewisse feierliche Aura – an Christbäume und Weihnachtsgänse mag man dabei aber nicht denken. Schon gar nicht, wenn man "Coming Home" hört. Der kraftvolle, im Sechs-Achtel-Groove gehaltene Blues-Gospel gehört mit feinen Melodien und der stimmgewaltigen Interpretation von Jennifer Nettles dennoch zu den schönsten Tracks der CD.

Um einen Tick mehr Glühwein-Feeling bringt da schon "Maybe Baby (New Year's Day)" mit. Ein Titel, der sich mit feinen Harmony-Vocals auch gut im Repertoire von Tom Petty oder Fleetwood Mac machen würde. Dass Nettles & Bush aber durchaus, wenn sie mögen, einen auf Weihnachten machen können, beweisen sie im Titeltrack. Ein sehr romantischer, sehr harmonischer Titel, mit Geigen und allem was so dazu gehört. Klarer Fall: Ein Song für den Heiligen Abend.

Das gilt auch für die meisten der fünf Coverversionen: Für "Holly Jolly Christmas" (Glocken-Gebimmel) genauso wie für die swingende Version von "Winter Wonderland" (Glocken-Gebimmel) und für das sakral wummernde "O Come, O Come, Emmanuel" (ohne Glocken-Gebimmel) auch. Selbstverständlich kommen auch Sugarland nicht am beliebtesten Weihnachts-Import aus Europa vorbei: In ihrer akustischen, sehr leisen Version von "Silent Night" singt Jennifer Nettles die zweite Strophe in Spanisch.

Kristian Bush, Jennifer Nettles und Byron Gallimore (Tim McGraw) produzierten das Album; Musiker wie Dan Dugmore (Dobro), Glenn Worf (Bass), Travis McNabb (Drums) und Byron Gallimore (Gitarre) sorgen für solides, makelloses Handwerk.

Fazit:
Kein Weihnachten von der Stange, sondern mit einigen feinen, dafür aber auch recht rockig-poppigen Sugarland-Originalen. Bis auf so manches Traditional – wie "Silent Night" – auch nach Weihnachten gut zu hören.

Label: Mercury Nashville (Universal) VÖ: 03. November 2009


  • Titelliste

  • Links

01 City Of Silver Dreams 06 Maybe Baby (New Year's Day)
02 Winter Wonderland 07 Nuttin' For Christmas
03 Holly Jolly Christmas 08 O Come, O Come, Emmanuel
04 Coming Home 09 Little Wood Guitar
05 Gold And Green 10 Silent Night

vgw
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