Don Williams - Love Songs

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Ob sich schon jemand den Begriff "Kuschel-Country" markenrechtlich gesichert hat? Wir wissen es nicht. Aber wenn einer dieses Genre perfekt auszufüllen weiß, dann der Texaner Don Williams. Der ehemalige Truckfahrer, Ölsucher, Hardcore Honky Tonk und Rockabilly-Lohnsongschreiber für Cowboy Jack Clement in Nashville hat ein großes Herz und einen warmen Bariton, kein Wunder, dass man ihn auch als "Gentle Giant" bezeichnete, als zärtlichen Riesen. Und als solcher war er sehr, sehr erfolgreich: Über 55 Top 40 Country-Charterfolge konnte er verbuchen, darunter 17 Nummer-Eins-Hits, viele mit dezentem Folk-Einschlag, oftmals selbst geschrieben oder aus der Feder von Williams' hochverlässlichen Songschmieden Weyland Holyfield und Bob McDill.

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Shelby Lynne - Identity Crises

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Fast hätte man geglaubt, Shelby Lynne wäre dem Country verloren gegangen. Doch fünf Jahre nach ihrem rocklastigen Beinahe-Durchbruch mit "I Am Shelby Lynne" (seinerzeit Grammy-Gewinner für Best New Artist) und vier Jahre nach dem von Alanis-Morissette-Produzent Glen Ballard betreuten Albums "Love Shelby" überrascht die US-Singer/Songwriterin mit einer Rückkehr zum Country und ihrem wohl persönlichsten Album: "Identity Crisis". Die Mittdreißigerin Lynne hat alle zwölf Songs selbst geschrieben, die komplexen Vocalparts selbst eingesungen und auch die übrigen Instrumente weitestgehend selbst eingespielt. Für einige Bassparts und Streicherarrangements wurden Gastmusiker gebucht, der prominenteste darunter ist Little Feats Bill Payne: Der schmirgelte an nur einem Tag die Keyboardparts auf der Hammondorgel über einige der Songs (besonders schön auf dem feinst rockenden Track "I'm Alive").

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Linda Ronstadt - Hummin' to Myself

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Zwanzig Jahre sind ins Land gegangen, seit die große Countrylady Linda Ronstadt sich in jazzige Gefilde gewagt hat. Damals arbeitete sie mit dem angesehenen Arrangeur Nelson Riddle zusammen, der schon für Frank Sinatra tätig gewesen war. Sie sang Standards aus dem Jazzrepertoire und ebnete damit einer neuen Generation von jungen Künstlern den Weg. Nicht zuletzt der immens erfolgreichen Norah Jones, die mittlerweile musikalisch zwischen Jazz und Country tingelt. Nun hat Linda Ronstadt das Jazzalbum "Hummin' to Myself" eingespielt, mit Musikern, deren Name im Genre wirklich einen guten Klang haben: Christian McBride, Alan Broadbent, Peter Erskine, Lewis Nash und Roy Hargrove. Die Songs stammen zum Großteil aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

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Krauss, Alison & Union Station - Lonely Runs Both Ways

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Ach, diese Stimme: Alison Krauss singen zu hören ist immer eine kleine Offenbarung. Engelsgleich singt sie, immer etwas hauchig, mal nur säuselnd-zart, manchmal Gänsehaut-schön. So zu hören auch auf Alison Krauss' aktuellem Album, "Lonely Runs Both Ways", dem ersten seit Erscheinen ihrer CD "New Favourite" vor drei Jahren (abgesehen von einer Live-CD).

Eine kurzweilige, 15-Songs-starke CD mit feinen, niemals überarrangierten Balladen und erdigen Bluesgrass-Klopfern, eingespielt von Alison Krauss' treuen Begleitern, Union Station. Auch wenn mancher Purist gerne an Kraus's Band The Cox Family zurückdenken wird,Alison Krauss und Union Station, das ist ein Dream-Team in Sachen Bluesgrass. Geboren in Illinois, ersang und erspielte sich Krauss einen exzellenten Ruf sowohl im Country-Genre als auch bei Bluesgrass-Fans: 17 Grammys durfte sie bislang für ihr musikalisches Schaffen entgegennehmen, damit ist sie die erfolgreichste Frau überhaupt, dicht gefolgt nur von Aretha Franklin. Und auch wer nur beiläufig mal Bluegrass genießt, dürfte den Musikern von Union Station bereits begegnet sein: Dan Tyminski sang einst (anstelle von George Clooney) mit den Soggy Bottom Boys den Song "I Am A Man of Constant Sorrow" auf dem erfolgreichen "O Brother, Where Art Thou"-Soundtrack aus dem Jahre 2000. Tyminski (bei"Lonely Runs Both Ways"zu hören als Sänger und Gitarrist) war damit maßgeblich daran beteiligt, den Bluegrass aus seinem kommerziellen Nischendasein wieder ins Bewusstsein des Mainstream-Publikums zu bringen.

So schön Alison Krauss' Balladen auch sind, sie hat richtig erkannt, dass diese auf Albumlänge präsentiert wahrscheinlich eher ermüdend wirken würden. Deshalb übernimmt die Union Band nach jedem zweiten oder dritten Song. Dan Tyminski übernimmt die erdigen Vocals bei Woody Guthries "Pastures of Plenty" oder der Banjo-getriebenen Nummer des Bluegrass-Übervaters Del McCourys Nummer, "Rain Please Go Away". Ein schöner Kontrast in Stimme und Stimmung. Banjo-Spezi Ron Block singt seinen selbstgeschriebenen Song "I Don't Have To Live This Way" und spendet eine weiteres seiner Lieder: "A Living Prayer" - den zärtlichen letzten Song auf "Lonely Works Both Ways". Das packende Dobro-Instrumental "Unionhouse Branch" mit Krauss an der Fiddle zeugt davon, wie gut sich das neueste Mitglied der Union Station, Jerry Douglas, am Dobro mittlerweile in die Band eingefügt hat. Das hört man gerne.

Der zweite große Verdienst der Union Station auf "Lonely Runs Both Ways" sind die Arrangements zu Alison Krauss leicht folkig angehauchten Balladen. Luftig arrangiert und strikt auf akkustische Instrumente beschränkt - Gitarren, Kontrabass, Dobro, Fiddle und verhalten gespieltes Schlagzeug - entwirft diese Band wundervoll organische Klanglandschaften über denen Krauss' Stimme schwebt. Manchmal gar entschwebt, wie bei "Crazy As Me" (einer von vier Songs aus der Feder von Robert Castleman, inklusive des Openers "Gravity"). Ein großes Lob an Aufnahmeleiter Gary Paczosa und Toningenieur Jason Lehning, die dieser Musik im Studio gerecht wurden und deren Wärme und Klarheit tatsächlich auf CD hinüberretteten. Das ist ja leider keine Selbstverständlichkeit. Neben John Scott Sherrill und Mindy Smiths "If I Didn't Know Any Better", der Cox-Kompostion "Borderline" und "Wouldn't Be So Bad" (geschrieben von Gillian Welch und ihrer Band) enthält "Lonely Runs Both Ways" auch eine der seltenen Krauss'schen Eigenkompositionen: "This Sad Song", geschrieben mit der Bluegrass-Kollegin Alison Brown: Dreistimmig eingesungen von Krauss, Tyminski und Bassist Barry Bales.

Fazit: "Lonely Runs Both Ways" ist nicht nur ein feines, abwechslungsreiches Album, es funktioniert auch tatsächlich "both ways": Es wird Alison Krauss mit ihrem Bluegrass-Publikum versöhnen und gleichzeitig für ihr Pop-Publikum eine erfreuliche Entdeckung sein.

Label: Rounder (in-akustik) VÖ: 19. November 2004

  • Titelliste

  • Links

01 Gravity 09 Borderline
02 Restless 10 Poor Old Heart
03 Rain Please Go Away 11 This Sad Song
04 Goodbye Is All We Have 12 Doesn't Have To Be This Way
05 Unionhouse Branch 13 I Don't Have To Live This Way
06 Wouldn't Be So Bad 14 If I Didn't Know Any Better
07 Pastures Of Plenty 15 A Living Prayer
08 Crazy As Me

Jimmy Buffett - Live at Fenway Park

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Wenn ein Cheesburger singen könnte ... er würde vielleicht klingen wie Jimmy Buffett. Blöder Vergleich? Kann schon sein. Andererseits haben das McDonald's-Futter und der aus Mississippi stammende und seit langem auf Key West, Florida, lebende Endfünfziger so manches gemeinsam: Beide sind sie unkompliziert, massenverträglich, ohne Ecken und Kanten, 100%ig amerikanisch, unverwechselbarer im Geschmack und von beiden bekommt man schon mal Bauchweh - kriegt man zuviel davon ab.

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Toby Keith - Greatest Hits 2

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Über den Sinn von "Greatest Hits"- Alben kann man lange streiten. Grundsätzlich bieten sie dem Gelegenheitsfan eines Künstlers einen guten Einstieg in das Werk, oder decken schlicht eine bestimmte Phase in der Karriere ab. Oder ersparen dem Käufer die Fülltitel, die sich manchmal auf regulären Alben einschleichen. "Greatest Hits 2" der Sängers aus Oklahoma enthält einige, wenn auch nicht alle wichtigen Songs der sogenannten "DreamWorks Jahre": Unzufrieden mit der Vermarktung durch seine Plattenfirma Mercury Nashville(die ihm u.a. ein ungeliebtes Duett mit Sting aufdrängten), wechselte Keith Ende der 90er Jahre zur Plattenfirma DreamWorks - und erhielt dort weitgehende Künstlerische Freiheit. "Wie gefällt euch das jetzt" fragte er seine Fangemeinde im Frühjahr 2000 in dem Song "How Do You Like Me Now?!" - und der Song stürmte bis auf Platz 1 in den Charts, wo er für fünf Wochen blieb. Ein Einstieg nach Maß.

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Shania Twain - Greatest Hits

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Das Greatest Hits Album von Shania Twain umfasst ihre Efolge vom Start bis 2004

Shania Twain - das behauptet nicht zuletzt ihre Plattenfirma - ist die erfolgreichste Country-Sängerin der Welt. Erfolgreich, das ist sie ohne Frage: Die drei Alben "The Woman In Me" (ausgezeichnet mit 12-fachem Platin in den USA), "Come On Over" (2x Diamant) und "Up!" (10 mal Platin) gingen über 65 Millionen mal weltweit über die Ladentheke. Shania Twains 2003/4er "UP!-Tour" war den Konzertticketkäufern allein in Nordamerika $80 Millionen Dollar wert. Auch ihre Deutschlandkonzerte im Frühjahr 2004 waren bereits Monate im Voraus ausverkauft. Keine Frage, die hübsche Kanadierin hat es in einer Dekade vom "Country-Import aus dem Norden" zum globalen Superstar geschafft.

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Nanci Griffith - Hearts in Mind

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Nanci Griffith als reine Countrymusik zu verkaufen, dürfen wohl ebenso misslingen, wie ihr 1987 erschienenes Album "Lone Star State of Mind", als man sie als Good Ole Country Girl vermarkten wollte. Alt eingesessene Hardliner und Verfechter der traditionellen Countrymusik sowie des Mainstream sind nicht die Höhrerschaft für ein Nanci Griffith Album. Ihre Musik bewegt sich im Folk und Americana mit starken Anleihen am Country. Sie ist eine ausgezeichnete Beobachterin und versteht es ihre Beobachtungen in Songs zu verpacken. Ihre Stimme ist es immer wieder, die selbst wenn der Song schon beendet ist noch immer im Kopf nachhallt. Zart, verletzlich und unschuldig ist ihre Stimme. Verzaubernd, nicht von dieser Welt stammend aber immer offen und ehrlich. Nie laut und schreiend schafft sie es in jedem Song ihre Botschaft zu überbringen - Einzige Ausnahme, aber gekonnt eingesetzt, ist "Beautiful". "Hearts in Mind" ist für Einsteiger dieser ruhigeren Art der Musik eine gute Wahl.

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