Lindsay Ell - Heart Theory

CD Cover: Lindsay Ell - Heart Theory

Es geht ums Herz und ins Herz: "Heart Theory", das zweite Album von Lindsay Ell.

Kaum eine andere Künstlerin hat in den letzten Jahren für mehr Aufsehen in und um Nashville gesorgt, als die aus dem kanadischen Calgary stammende Lindsay Ell. Sie ist hochtalentiert, musikalisch vielfältig und dazu inhaltlich anspruchsvoll. Dazu kommt, dass sie auch stimmlich unwiderstehlich ist, wie die zwei aktuellen ACM-Awards-Nominierungen "New Female Artist of the Year" und "Vocal Event of the Year" belegen.

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Mo Pitney - Ain't Lookin' Back

CD Cover: Mo Pitney - Ain't Lookin' Back

Junger Typ, alte Schule: Mo Pitney gehört zu den stärksten Stimmen der Neo-Traditionalisten - auch auf seinem zweiten Album "Ain't Lookin' Back".

Wie klingt ein junger Mann, der auf Gott und George Strait vertraut? Antwort: genau so, wie Morgan Daniel "Mo" Pitney. Am 24.3.1993 in Cherry Valley, Illinois, geboren, begann er bereits mit sechs Jahren mit dem Schlagzeugspiel, mit zwölf lernte er Gitarre und spielte kurz darauf - obacht! - nicht in Rock- oder Metal-Bands, sondern (gemeinsam mit seinem Bruder) in einer traditionellen Bluegrass-Formation. Früh übt sich, wer ein Country-Star werden will.

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Luke Bryan - Born Here, Live Here, Die Here

CD Cover: Luke Bryan - Born Here, Live Here, Die Here

Luke Bryan präsentiert sein siebtes Studio-Album "Born Here Live Here Die Here"

Mit rund viermonatiger Verspätung veröffentlicht Luke Bryan - endlich und sehnsüchtig erwartet - sein neues Album "Born Here Live Here Die Here". Der von Jeff und Jody Stevens produzierte Tonträger hält zehn, man darf sagen, typische Luke-Bryan-Tracks parat - geschrieben von den talentiertesten Songautoren Nashvilles. Bei drei Tracks fungiert der kürzlich 44 Jahre alt gewordene Posterboy des Country als Co-Autor.

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Mary Chapin Carpenter - The Dirt and the Stars

CD Cover: Mary Chapin Carpenter - The Dirt and the Stars

Mary Chapin Carpenter zählt zu den besten Storytellern. Was sie mit ihrem neuen Album "The Dirt and the Stars" unter Beweis stellt.

Ruhig geworden. Das passt irgendwie zu der 62-Jährigen aus Princeton, New Jersey. Bereits seit einigen Jahren fließt ihre Musik so unangestrengt dahin, wie der Mississippi im Hochsommer. Doch die begnadete Songschreiberin hatte schon zu ihren erfolgreichsten Zeiten in 90er Jahren, als sie mit Singles und Alben die Charts eroberte und insgesamt fünf Grammys erhielt, ein Faible für hypnotisch-langsame, super-ruhige Songs. Man nehme nur "I Am a Town" oder "Rhythm of the Blues” von ihrem Meisterwerk "Come On, Come On” aus dem Jahre 1992. Songs in Zeitlupe, mit kaum mehr als drei Akkorden. Doch: Genau die richtige Umgebung für ihre, nach messerscharfem Verstand klingende Altstimme.

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Charley Crockett - Welcome to Hard Times

CD Cover: Charley Crockett - Welcome to Hard Times

Charley Crocketts neues Album "Welcome to Hard Times" schimmert in den Klangfarben des traditionellen Country und Americana.

Bei einem Kerl wir Charley Crockett kann man nicht so einfach tagesgeschäftlich über neue Songs sprechen. Nicht dass die 15 Tracks seiner neuen CD "Welcome to Hard Times" es nicht wert wären. Das sind sie allemal. Aber dieser hagere, etwas düstere, verwegen dreinblickende Sänger und Songschreiber mit der leidgeprüften Stimme, hat ein Biografie, die sich schon recht gewaltig von den meisten Nashville- und Country-Acts unterscheidet. Zunächst einmal ist da seine entfernte Verwandtschaft mit Wildwest-Legende Davy Crockett zu nennen. Wenn so ein Mann nicht das Country-Gen in den Adern hat, wer dann?

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The Chicks - Gaslighter

CD Cover: The Chicks - Gaslighter

Die Dixie Chicks sind tot. Es leben The Chicks! "Gaslighter" ist das erste Album nach 14-jähriger CD-Pause.

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Corona. Überall Krisen und Proteste. Und in Amerika tobt schon seit geraumer Zeit eine Art Glaubenskrieg, der mit politischen Ansichten nur noch wenig zu tun hat. Der gewaltsame Tod von George Floyd und die Black-Lives-Matter-Bewegung hat auch Nashville durchgerüttelt – und dazu geführt, dass sich zwei ihrer erfolgreichsten Acts umbenennen, um der neuen political correctness zu entsprechen. Nach Lady A., den früheren Lady Antebellum brechen nun, zeitgleich zum neuen Album "Gaslighter", die Dixie Chicks mit ihrem Bezug zum alten Süden der USA und firmieren jetzt schlicht und schnörkellos als The Chicks. Musikalisch wirkt sich der neue Bandname natürlich null aus.

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Jimmie Allen - Bettie James (EP)

CD Cover: Jimmie Allen - Bettie James

Mein lieber Scholli: Die EP "Bettie James" von Jimmie Allen mag aus nur sieben Tracks bestehen - doch die haben es in sich.

James Edward Allen, besser bekannt als Jimie Allen, ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich Wille und Ausdauer lohnen. Dass es wert ist, an seinen Traum zu glauben, dass man sich nicht von Tiefschlägen und Enttäuschungen von seinem Ziel abbringen lassen soll. Dass man positiv denken, leben und handeln soll. Es zahlt sich aus. Zumindest im Falle des afroamerikanischen Country-Sängers Jimmie Allen.

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Brett Eldredge - Sunday Drive

CD Cover: Brett Eldredge - Sunday Drive

Brett Eldredge braucht Abwechslung und künstlerische Herausforderung - wie sein neues Album "Sunday Drive" beweist.

Wie sagten die alten Römer: "Variatio delectat" – die Abwechslung erfreut das Herz. Es ist nicht bekannt, ob Brett Eldredge, der coole, 1986 in Paris, Illinois, geborene Country-Sänger einst das Fach Latein in der Schule belegt und ob es ihm da die antike Weisheit besonders angetan hat, doch: er lebt nach dieser Philosophie. Zumindest künstlerisch. So flirtete der Absolvent der Middle Tennessee University schon öfters mit unterschiedlichen Stilrichtungen, beispielsweise höchst eindrucksvoll mit Jazz und Big Band Sound auf seinem 2016 erschienenen Weihnachtsalbum "Glow".

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Margo Price - That's How Rumors Get Started

CD Cover: Margo Price - That's How Rumors Get Started

Mit "That’s How Rumors Get Started" möchte Margo Price an das hochgelobte, vielfach ausgezeichnete Vorgängeralbum "All American Made" anknüpfen.

Ist doch so: Jede Bewegung hat eine Gegenbewegung gleich im Schlepptau: Die Schulmedizin brachte die Homöopathen hervor, die Fleischesser die Veganer, die spießige Gesellschaft die Freaks und Konsumverweigerer. Und so weiter und so fort. Das gilt natürlich auch für die Musik im Allgemeinen und für den Sound in Nashville im Speziellen. Während in den 2000er Jahren die Musik und die Acts aus Music City USA immer pop-orientierter - nicht wenige meinen auch: glatter - wurden, gedieh in deren Hit-Schatten eine vitale Alternativ-Szene. Bands und Sänger und Sängerinnen, mit weniger viel Kosmetik im Gesicht und Staub an ihren Stiefeln. Sie hielten das rebellische Erbe von Johnny, Willie, Dolly, Waylon, Gram & Co hoch schufen eine neue Outlaw-Szene. Eine würdige Vertreterin ist seit ihrem 2016 erschienenen Debüt-Album "Midwest Farmer's Daughter" Margo Price, entdeckt und gefördert nicht vom Music Row-Establishment, sondern von Rock-Produzent Jack White.

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Willie Nelson - First Rose of Spring

CD Cover: Willie Nelson - First Rose of Spring

Schon unglaublich: Mit "First Rose of Spring" veröffentlicht Willie Nelson sein 70. Studio-Album.

Noch unglaublicher ist fast, dass der Mann, für den der Begriff "Legende" eigentlich längst untertrieben ist, mit jeder neuen Veröffentlichung höchsten Qualitätsmaßstäben gerecht wird. Das gilt - selbstverständlich! - auch für Album Nummer 70, "First Rose of Spring".

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