Collin Raye

Collin Raye

Der Contemporary-Country-Star Collin Raye war in den neunziger Jahren in den Verkaufscharts allgegenwärtig. Dies lag zum einen an seiner Mischung aus Country-Rock und sanften Balladen, zum anderen aber auch daran, dass sein Repertoire nicht nur aus Tanz- und romantisch angehauchten Tracks bestand, sondern er auch immer wieder Stücke einflocht, in denen er zu heiklen sozialen Themen eindeutig Stellung bezog.

Raye wurde 1959 als Floyd Collin Wray in DeQueen, Arkansas, geboren. Seine Mutter Lois war eine in der Region sehr populäre Sängerin, die in den Fünfzigern im Vorprogramm verschiedener Stars des Sun-Labels auftrat. Manchmal nahm sie Collin und seinen älteren Bruder Scott zum Singen mit auf die Bühne. Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte Collin dementsprechend bereits mit sieben. Als Teenager gründeten er und Scott ein Country-Rock-Outfit namens The Wray Brothers Band, und Collin legte sich den Bühnenamen Bubba Wray zu. Ihre ersten Auftritte hatten sie in Rasthäusern und Honkytonks in Texas, später spielten sie regelmäßig in Portland, Oregon, und Reno, Nevada. Ab 1983 nahm die Band mehrere Singles für unabhängige Plattenfirmen auf. 1986 verkürzten sie ihren Namen zu The Wrays, unterschrieben einen Vertrag bei Mercury und spielten in den nächsten beiden Jahren zwei Singles ein, die jedoch untergingen. Als Folge löste sich die Gruppe auf.

Raye spielte anschließend mit dem Gedanken, aus dem Musikgeschäft auszusteigen und einen Fabrikjob anzunehmen, um ein gesichertes Einkommen für seine junge Familie zu haben. Dann entschloss er sich jedoch, einen neuen Anlauf zu nehmen. Er änderte die Schreibweise seines Namens und wurde 1990 von Epic unter Vertrag genommen. 1991 veröffentlichte er dort sein Debütalbum "All I Can Be", das nach dem Erscheinen der zweiten Single "Love, Me", einer Schnulze über den Verlust eines geliebten Menschen, mächtig an Fahrt gewann. "Love, Me" schoss Anfang 1992 an die Spitze der Country-Charts und wurde unter den Fans zu einem beliebten Begräbnislied. Die Nachfolge-Single "Every Second" stieg auf Platz 2 der Charts und verhalf "All I Can Be" endgültig zu Platinstatus. Das 1992 veröffentlichte Folgealbum "In This Life" erreichte ebenfalls Platin. Das Titelstück wurde Rayes zweiter Nummer-1-Hit und entwickelte sich zu einer populären Hochzeitsballade. Die LP warf mit "I Want You Bad (And That Ain't Good)", "That Was a River" und "Somebody Else's Moon" noch drei weitere Top-Ten-Hits ab. 1994 erschien das nächste Album "Extremes", auf dem Raye musikalisch eine etwas härtere Gangart einschlug. Es entwickelte sich ebenfalls zu einem Millionenseller und enthielt mit dem Nummer-2-Hit "Little Rock", in dem er sich dem Thema Alkoholmissbrauch widmete, Rayes ersten großen Song mit einer Botschaft. Auch mit den Singles "That's My Story", "Man of My Word" und "If I Were You" stieß er in die Top Ten vor und konnte mit "My Kind of Girl" sogar einen weiteren Nummer-1-Hit verbuchen.

Auf "I Think About You" (1995) kehrte Raye dann wieder zu seinem balladenlastigen Stil zurück, der mittlerweile sein Markenzeichen geworden war. Es wurde sein viertes Platinalbum in Folge und warf mit "One Boy, One Girl", dem Titelstück - in dem er sich gegen Gewalt in der Familie aussprach - sowie mit dem antirassistischen "Not That Different" und "On the Verge" weitere Top-Five-Singles ab.

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Del McCoury

Del McCoury

Del McCoury zählt seit mehr als drei Jahrzehnten zu den bedeutendsten Vertretern des traditional Bluegrass und seine Stimme wird als der Inbegriff des "High Lonesome Sound" verstanden.

Delano Floyd McCoury, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, wuchs in Bakersville, North Carolina auf. 1941 zog er mit seiner Familie nach Glen Rock, Pennsylvania, wo er als 5-String-Banjoist/Banjospieler gemeinsam mit Keith Daniels & the Blue Ridge Ramblers zu spielen begann. Es folgten Auftritte mit Jack Cooke's Virginia Mountain Boys in Baltimore. 1963 bekam McCoury seine erste große Chance als Bill Monroe, selbst eine Bluegrass Legende ihn mit den Virginia Mountain Boys für einige Auftritte nach New York engagierte. Monroe war vom Talent des jungen Banjospielers schwer beeindruckt und bot ihm an bei seiner eigenen Band "Bill Monroe and his Blue Grass Boys" mitzumachen. McCoury nahm das Angebot an und wurde kurz darauf sowohl Leadsänger als auch Gitarrist der Blue Grass Boys. Anfang 1964 nahm er eine Single mit Monroe auf, kehrte jedoch ein Monat später nach Hause zurück um zu heiraten.

Nach seiner Hochzeit ging McCoury mit dem Geiger Billy Baker nach Kalifornien, wo sie gemeinsam mit den "Golden State Boys" auftraten. Wieder zurück im Osten, begann McCoury mit den "Shady Valley Boys" aufzunehmen, die er allerdings 1967 verlies um mit Bill Emerson, Wayne Yates und Billy Baker die "Dixie Pals" zu gründen. McCoury und die Dixie Pals, deren Besetzung sich einige Male änderte, spielten mehr als 20 Jahre zusammen und wurden von Plattenfirmen wie Rounder, Revonah, Leather und Rebel unter Vertrag genommen. 1987 kam es erneut zu Umbesetzungen: McCourys Söhne Ronnie und Robbie übernahmen die Mandoline und das Banjo, Tad Marks übernahm die Geige und Mike Brantley den Bass. Als Folge dieser Neubesetzung wurde die Band umbenannt in Del McCoury Band.

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Faith Hill

Faith Hill

Faith Hill war in den neunziger Jahren bereits einer der großen weiblichen Stars der Country-Szene, als ihr am Ende des Jahrzehnts im Fahrwasser von Shania Twain auch im Popsektor der Durchbruch gelang. Ihr glamouröser Filmstar-Appeal und ihre Aufsehen erregende Heirat mit Country-Star Tim McGraw gaben ihrer Karriere zusätzlichen Schwung. Allerdings besaß Hill bereits vor ihrem Crossover-Erfolg alle Qualitäten einer Diva, wenngleich sie damit bei den Country-Puristen nicht unbedingt Anklang fand.

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Jake Owen

Jake Owen

Als seine Hoffnungen auf eine Karriere als Profi-Golfer durch eine Verletzung jäh zerstört wurden, griff Countrysänger/Songwriter Jake Owen einfach zur Gitarre und blickte nicht mehr zurück.

Geboren in Vero Beach, Floria, wuchs Jake gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jarrod unter der Sonne Floridas mit Baseball und Football auf, bevor er sich dem Golfspielen und Jarrod sich dem Tennisspielen zuwandte. Noch als Studenten an der Florida State University praktizierten sie ihre Sportarten weiter, bis ein Wasserskiunfall Wiederherstellungschirurgie an Jake nötig machte. Raus aus dem Golfteam und sehr deprimiert, borgte er sich die Gitarre seines Nachbars und lehrte sich mit der Zeit sie zu spielen, indem er der Musik seiner Lieblingsinterpreten aus Kindheit lauschte: Waylon Jennings, Merle Haggard, Vern Gosdin, Keith Whitley.

Voller Ehrgeiz aber noch ohne große Erfahrung begann Jake, der gut aussah und eine angenehme Baritonstimme hatte, in Bars an der Uni Country-Covers für Gratisbier und ein paar Dollar zu singen. Doch bald wurde ihm das bloße Nachsingen zu langweilig und er schrieb seine ersten eigene Songs, die ihm positives Feedback einbrachten, was ihn noch mehr motivierte, seinen neune Traum Sänger zu werden zu verwirklichen. Er schmiss die Uni, obwohl ihm nur noch 9 Wochenstunden fehlten um seinen Abschluss in Englisch und Politikwissenschaften zu bekommen, und machte sich auf den Weg in Richtung Nashville. In seinem Apartment in Bellevue widmete er sich ganz dem Songwriting. Durch Zufall lernte er bei einem Mittagessen den Produzenten Jimmy Ritchey (Clay Walker, Mark Chesnutt) kennen und freundete sich mit ihm an. Gemeinsam schrieben sie über ein Jahr lang Songs, darunter einen mit dem Titel "Ghost" (Chuck Jones zeichnete als Co-Writer), den Kenny Chesney beinahe schon aufgenommen hätte - doch der Song kam später auf Jakes eigenes Album. Durch seine Freundschaft mit Ritchey konnte Jake schließlich Kontakte mit Sony BMG Nashville knüpfen, die dem zielstrebigen 24jährigen für sein fast fertig gestelltes Album einen Plattenvertrag anboten.

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Katrina Elam

Katrina Elam

Katrina Elam, die am 12. Dezember 1983 in Bray, Oklahoma, geboren wurde, schreibt und singt heute Contemporary-Country-Songs mit Witz und Charme. Als sie im Kindesalter mit dem Singen begann, war sie allerdings nur eines jener zahllosen Mädchen, die ihre Lieder einfach nur so laut wie möglich herausschmettern. In der Talentshow 4-H in ihrem Heimatstaat Oklahoma schlug Elam dann aber leisere Töne an. Sie war damals erst neun, und ihre zu Herzen gehende Darbietung brachte ihre Mutter zum Weinen. Als Katrina besorgt zu ihr eilte, erfuhr sie, dass es ihr Auftritt war, der ihre Mutter zu Tränen gerührt hatte. Da wusste sie, dass Musik ihre Bestimmung war. Sie übte danach mit einer Karaokemaschine und trat auf Hochzeiten und Unternehmensfeiern auf.

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Lonestar

Lonestar

Obwohl man bei ihrem Namen glauben könnte, Lonestar hätten sich in Texas formiert, wurde das Quintett 1992 in Tennessee gegründet. Die ursprünglich unter dem Namen Texassee firmierende Band besteht aus Richie McDonald (Lead Vocals, Gitarre), John Rich (Lead Vocals, Bass), Michael Britt (Lead-Gitarre, Background Vocals), Dean Sams (Keyboard, Background Vocals) und Keech Rainwater (Schlagzeug). Alle Bandmitglieder stammen im Übrigen tatsächlich aus Texas...

Ihren ersten Auftritt hatten Lonestar im Januar 1993 im Backstage Pass in Nashville. Bei der Show war zufällig ein Booking-Agent anwesend. Beeindruckt nahm er die Gruppe unter seine Fittiche. In den nächsten beiden Jahren waren Lonestar kontinuierlich auf Tour und spielten fast 500 Shows. 1994 unterschrieben sie schließlich bei BNA Records. Im folgenden Jahr erschien das selbstbetitelte Debütalbum, das den Top-Ten-Hit "Tequila Talkin'" abwarf. 1997 folgte das Album "Crazy Nights", zwei Jahre später die dritte LP "Lonely Grill" mit dem Hit "Amazed", der es in Deutschland in die Airplay Charts schaffte und für den Durchbruch von Lonestar in Europa sorgte. Im Herbst 2000 erschien das Weihnachtsalbum "This Christmas Time", dem bereits im nächsten Frühjahr das Album "I'm Already There" folgte. Das neuste Werk ist "Let's be Us Again".

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John Carter Cash

John Carter Cash

Seine Eltern hatten große Namen. Klar, dass er dadurch geprägt wurde! John Carter Cash ist der Sohn von June Carter und Johnny Cash, zwei Legenden der Country Music. John Carter Cash wurde sozusagen die Musik in die Wiege gelegt. Und nicht nur dorthin. Sie begleitete ihn in seinem ganzen bisherigen Leben. Immer war er viel mehr als nur ein Zuhörer, denn natürlich holten seine Eltern ihn mit zu sich auf die Bühne.

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