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Keith Urban
 
Der in Neuseeland geborene Keith Urban lernte bereits mit sechs Jahren in Australien Gitarre spielen, nachdem eine junge Frau seinen Vater gebeten hatte, im Schaufenster seines Ladens einen Zettel aushängen zu dürfen, auf dem sie Gitarrenunterricht anbot. Urbans Eltern trafen mit ihr eine Abmachung: Sie würden für sie Werbung machen, wenn sie dafür ihrem kleinen Sohn Unterricht geben würde. Der junge Keith entpuppte sich als Naturtalent. Mit acht gewann er bereits die ersten Talentwettbewerbe und war Mitglied einer Theatergruppe. Dort musste er singen, tanzen und Texte auswendig lernen, was seine lockere Bühnenpräsenz erklärt, die später ein wichtiger Faktor für seinen Erfolg werden sollte.

Das starke Interesse des Vaters an amerikanischer Kultur und Country-Music schlug sich natürlich auch in der Musik des Sohnes nieder. Während sich Keith gesanglich von Glen Campbell, Dolly Parton und Don Williams beeinflusst zeigte, schimmerte beim Songwriting der Einfluss von Jimmy Webb durch ("Galveston"). Nachdem er die Dire Straits entdeckt hatte, erweiterte er sein Spektrum und studierte eingehend das Gitarrenspiel von Mark Knopfler, aber auch den Stil von Fleetwood Macs Lindsey Buckingham. Ihre Techniken übte er unermüdlich.

Anfang der neunziger Jahre vollzogen sich im australischen Country-Sektor grundlegende Umwälzungen, an denen Keith Urban - jung, respektlos, blond, rockig - wesentlichen Anteil hatte. Sein erstes Album erhielt mehrere wichtige Auszeichnungen. Während seines Aufstiegs schielte er aber bereits mit einem Auge auf Nashville, denn dort schlug für ihn noch immer das Herz des Country. Schon früh pilgerte er von Zeit zu Zeit in die Country-Metropole, um dort wichtige Kontakte zu knüpfen.

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