Die Bluegrass Sessions: Merle Haggards Interpretation der Tradition

Merle Haggard; Foto: Pamela Springsteen

Seit ĂŒber 10 Jahren dachte Merle Haggard, Mitglied der Country Music Hall of Fame, ĂŒber die Aufnahme eines Bluegrass-Albums nach. Dann, am 2. Oktober 2007, veröffentlichte McCoury Music sein Album "The Bluegrass Sessions", auf dem einige erstaunliche Ergebnisse dieses Projekts zu hören sind.

Schließlich drĂ€ngen diese Songs nicht im banjo-getriebenen Scruggs-Style vorwĂ€rts. Es gibt keine Tenorharmonien, die ĂŒber die instrumentelle Basis gelegt werden. Nur einer seiner 12 Songs, "Blues Stay Away from Me", stammt aus dem Standardrepertoire des Genres; die anderen (mit Ausnahme eines Jimmie Rodgers-Medleys) sind echte Haggard-Songs.

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k.d. lang: unspektakulĂ€r großartig

k.d.lang

Mit "Watershed" weist die Kanadierin ihre Ausnahmestellung nach

Ende der 80er galt k.d.lang als große Hoffnung der Countrymusic-Szene. Mit dem Country-Punk ihrer Band "re-clines" beeindruckte sie Kritiker und Fans. Aber auf Peitsche und Reitstiefel wollte sich die Kanadierin ebenso wenig festlegen lassen, wie auf das Image eines modernen 'Cowgirls'. Ihre Fernseh-Spots fĂŒr die Tierschutzkampagne "Meat Stinks" und ihr Bekenntnis, Lesbe zu sein, fĂŒhrten postwendend dazu, dass sie von vielen amerikanischen Country-Stationen boykottiert wurde. Das konnte ihren Erfolg allerdings kaum beeintrĂ€chtigen. Mit Alben wie "Ingenue" von 1992 oder "Drag" von 1997 erreichte sie weltweit ein Millionen-Publikum und fĂŒr die Single "Constant Craving" (aus "Ingenue") gabÂŽs den ersten Grammy. Superstar Madonna prĂ€gte seinerzeit den Ausspruch: "Elvis is back! And sheÂŽs beautiful!" Vier Jahre nach ihrer letzten CD "Hymns of the 49th Parallel" veröffentlicht die Kanadierin nun ihr neues Album "Watershed".

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Jenseits aller Erwartungen: Der Triumph von Rascal Flatts

Rascal Flatts

Da hat man 15 Millionen Alben verkauft, neun Nr. 1-Singles erzielt und als KĂŒnstler mit den meisten PlattenverkĂ€ufen im Jahr 2006 in allen Musikrichtungen alle anderen KĂŒnstler der diversen Musiksparten ĂŒbertroffen. Wie soll es nun weitergehen?

Mit dieser Frage sahen sich Rascal Flatts, die Sensation von Lyric Street Records (gehört zur Walt Disney Company), Anfang des letzten Jahres konfrontiert, als das Trio damit begann, sein spÀter mit Platin ausgezeichnetes Album "Still Feels Good" zu planen, das am 25. September 2007 in den USA veröffentlicht wurde. Und wie lautete die Antwort? "Wir wollten einfach auf die gleiche Weise wie immer an die Sache herangehen und die beste Musik aufnehmen, die wir machen konnten", so Jay DeMarcus.

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Jack Ingram sinniert auf This Is It ĂŒber die Lektionen des Lebens

Jack Ingram, Foto: David McClister

"Die Welt ist hart und das wissen wir alle", meint der texanische Hitzkopf ungerĂŒhrt. "Die Musik ist mein PrĂŒfstein. Was mich angeht, haben mich handwerklich geschickte Songs, nie gerĂŒhrt, sondern Lieder ĂŒber das Leben von Menschen."

Seine Stimme, die schon ganz rau davon geworden ist, dass er seine ganze Seele in das einbringt, was er singt, und dann darĂŒber mit jedem spricht, der zum Zuhören bereit ist, verklingt. Er musste den Gedanken nicht zu Ende bringen. Es war schließlich offensichtlich.

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Der Cowboy im Castingland - Ein Interview mit Tommy Roberts, Jr. aka Mario

Tommy Roberts, Jr; Foto: Universal Music

Ja, da ging freilich ein Raunen durch die Menge. Nicht nur im Fernsehstudio von Stefan Raabs "TV Total"-Dauerbrenner - auch zu Hause vor der Glotze in den Millionen von Wohnzimmern, als der langhaarige, super sympathische Schlacks aus dem AllgĂ€u frei Schnauze verkĂŒndete: "Ich mache Countrymusik." Country? Das vermeintliche Quoten- und Umsatz-Gift? Hier in Deutschland? Und das noch dazu in einer Sendung fĂŒr die vornehmlich frĂŒh- bis spĂ€tpupertierende Bevölkerung, fĂŒr die Tim McGraw in etwa den gleichen Bekanntheitsgrad besitzt, wie der Finanzminister von Usbekistan.

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Die Demokraten machen sich daran, die Country-Musik zurĂŒckzuerobern

Music Row Democrats Logo

Die ĂŒber das Image von Country- und Western-Musik als konservative "Redneck-Musik" verĂ€rgerten Demokraten planen eine Tour von Nashville-KĂŒnstlern, die gegen den Irakkrieg sind, durch die provinziellen Gebiete der zentralen Bundesstaaten wĂ€hrend der Wahlkampagne 2008.

Eine "Music Row Democrats" genannte Vereinigung steht bereit, um Anfang des nĂ€chsten Jahres erneut den Versuch zu starten, die Country-Musik wieder aus dem Lager der Republikaner zurĂŒckzuholen und ihre Botschaft zu verbreiten, dass sich die Partei von George W. Bush nicht um die einfachen Leute kĂŒmmert.

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Vom Enfant Terrible zum Country-SĂ€nger: Ein Interview mit Daniel KĂŒblböck

Daniel KĂŒblböck; Foto: Postive Energie GmbH

Kaum ein Teenager entzweite die deutsche Volksseele leidenschaftlicher als der aus Niederbayern stammende Daniel KĂŒblböck. FĂŒr die einen war der drittplatzierte der ersten "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel ein erfrischend natĂŒrliches Idol, fĂŒr die anderen war der schmĂ€chtige Kerl mit der markanten Brille ein talentfreier BĂŒhenkasper. Ob so oder so - Daniel KĂŒblböck hat es innerhalb kurzer Zeit geschafft, zu einem der bekanntesten Deutschen zu avancieren. Ende 2003 landete der SĂ€nger bei der vom ZDF durchgefĂŒhrten Wahl der "100 wichtigsten Deutschen" in den Top 20: Platz 16 ergatterte er - deutlich vor Friedrich Schiller, Heinrich Heine, Thomas Gottschalk, Herbert Grönemeyer oder dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Entsprechend groß war die mediale Nachfrage. Kein Dschungel-Camp, kaum eine Talk-Show wollte ohne den BrillentrĂ€ger damals auskommen. Doch, wie der aufgeklĂ€rte CountryMusicNews.de-Leser weiß, dreht sich das Star-Karussell fĂŒr Ex-Superstars besonders schnell. Und wies der Terminkalender von Daniel KĂŒblböck schon bald wieder reichlich freie Tage aus. Heute, rund fĂŒnf Jahre nach DSDS, hat man es mit einem ganz anderen, neuen KĂŒblböck zu tun. Gereift an Körper, Geist und Stimme, prĂ€sentiert der Ex-Pop-Star heute erstaunlich soliden Country-Rock. Ein aus Marketing-GrĂŒnden vollzogener 180-Grad-Imagewechsel? Musikalisches Neuland? Oder, wie der Titel seines Programms andeutet, gar ein "Back to the Roots"? Grund genug, um mit dem singenden Paradiesvogel ein ausfĂŒhrliches GesprĂ€ch zu fĂŒhren.

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Gene-Autry-JubilÀum: Wieder im Sattel

Gene Autry

Im Verlauf des Jahres 2007, dem 100. Geburtstag von Gene Autry, gedachten Fans und Historiker des bahnbrechenden Einflusses, den dieser "singende Cowboy" auf die Country-Musik hatte. Autry war der Urtyp des so genannten "Hat Acts", des an seinem Cowboyhut erkenntlichen Country-Musikers. Er war auch der Mann, der das "Western"-Element in dem, was frĂŒher Country- und Westernmusik genannt wurde, festigte. Als solcher ist er Gegenstand neuester, ausfĂŒhrlicher Biographien, eines Filmbuchs, von Tribute-Alben, einer großen Museumsausstellung sowie anderer FestivitĂ€ten.
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RCA Studio B: Haus der 1.000 Hits

Studio B; Foto: Country Music Hall of Fame Museum

Auch die Countrymusic hat ihre geheiligten Hallen und einer der am meisten geschÀtzten PlÀtze ist das RCA Studio B in Nashville, Tennessee.

Von außen wirkt das rechteckige BacksteingebĂ€ude am 1611 Roy Acuff Place ein wenig unscheinbar, mit Ausnahme der Schramme, die eine nervöse Dolly Parton mit ihrem Auto in die Wand gefahren hat, als sie dort fĂŒr eine ihrer frĂŒhen Aufnahmen vorfuhr. Dennoch dauerte es nach der Eröffnung des Studios nicht lange, bevor das GebĂ€ude als das "Haus der 1.000 Hits" bekannt wurde.

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Dale Watson beschwört Cash auf From the Cradle to the Grave

Dale Watson; Foto Rob Buck

Die Geschichte hinter Dale Watsons "From the Cradle to the Grave" beginnt mit einem eher unwahrscheinlichen GeschÀftsabschluss wÀhrend der letzten Lebensmonate von Johnny Cash.

Es waren eigentlich zwei Johnnys daran beteiligt, beide auf recht unterschiedliche Weise Legenden in Tennessee. Cash, der VerkĂ€ufer, muss nicht vorgestellt werden - fĂŒr eine Generation fĂŒr die erschossen zu werden, von einer umfallenden Wand zerquetscht zu werden oder einem tobenden Bullen mit verbundenen Augen gegenĂŒberzutreten eventuelle als Unterhaltung angesehen wird, ebenfalls auch nicht der KĂ€ufer, Johnny Knoxville.

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