Jenseits aller Erwartungen: Der Triumph von Rascal Flatts

Rascal Flatts

Da hat man 15 Millionen Alben verkauft, neun Nr. 1-Singles erzielt und als K√ľnstler mit den meisten Plattenverk√§ufen im Jahr 2006 in allen Musikrichtungen alle anderen K√ľnstler der diversen Musiksparten √ľbertroffen. Wie soll es nun weitergehen?

Mit dieser Frage sahen sich Rascal Flatts, die Sensation von Lyric Street Records (gehört zur Walt Disney Company), Anfang des letzten Jahres konfrontiert, als das Trio damit begann, sein später mit Platin ausgezeichnetes Album "Still Feels Good" zu planen, das am 25. September 2007 in den USA veröffentlicht wurde. Und wie lautete die Antwort? "Wir wollten einfach auf die gleiche Weise wie immer an die Sache herangehen und die beste Musik aufnehmen, die wir machen konnten", so Jay DeMarcus.

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Jack Ingram sinniert auf This Is It √ľber die Lektionen des Lebens

Jack Ingram, Foto: David McClister

"Die Welt ist hart und das wissen wir alle", meint der texanische Hitzkopf unger√ľhrt. "Die Musik ist mein Pr√ľfstein. Was mich angeht, haben mich handwerklich geschickte Songs, nie ger√ľhrt, sondern Lieder √ľber das Leben von Menschen."

Seine Stimme, die schon ganz rau davon geworden ist, dass er seine ganze Seele in das einbringt, was er singt, und dann dar√ľber mit jedem spricht, der zum Zuh√∂ren bereit ist, verklingt. Er musste den Gedanken nicht zu Ende bringen. Es war schlie√ülich offensichtlich.

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Der Cowboy im Castingland - Ein Interview mit Tommy Roberts, Jr. aka Mario

Tommy Roberts, Jr; Foto: Universal Music

Ja, da ging freilich ein Raunen durch die Menge. Nicht nur im Fernsehstudio von Stefan Raabs "TV Total"-Dauerbrenner - auch zu Hause vor der Glotze in den Millionen von Wohnzimmern, als der langhaarige, super sympathische Schlacks aus dem Allg√§u frei Schnauze verk√ľndete: "Ich mache Countrymusik." Country? Das vermeintliche Quoten- und Umsatz-Gift? Hier in Deutschland? Und das noch dazu in einer Sendung f√ľr die vornehmlich fr√ľh- bis sp√§tpupertierende Bev√∂lkerung, f√ľr die Tim McGraw in etwa den gleichen Bekanntheitsgrad besitzt, wie der Finanzminister von Usbekistan.

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Die Demokraten machen sich daran, die Country-Musik zur√ľckzuerobern

Music Row Democrats Logo

Die √ľber das Image von Country- und Western-Musik als konservative "Redneck-Musik" ver√§rgerten Demokraten planen eine Tour von Nashville-K√ľnstlern, die gegen den Irakkrieg sind, durch die provinziellen Gebiete der zentralen Bundesstaaten w√§hrend der Wahlkampagne 2008.

Eine "Music Row Democrats" genannte Vereinigung steht bereit, um Anfang des n√§chsten Jahres erneut den Versuch zu starten, die Country-Musik wieder aus dem Lager der Republikaner zur√ľckzuholen und ihre Botschaft zu verbreiten, dass sich die Partei von George W. Bush nicht um die einfachen Leute k√ľmmert.

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Vom Enfant Terrible zum Country-S√§nger: Ein Interview mit Daniel K√ľblb√∂ck

Daniel K√ľblb√∂ck; Foto: Postive Energie GmbH

Kaum ein Teenager entzweite die deutsche Volksseele leidenschaftlicher als der aus Niederbayern stammende Daniel K√ľblb√∂ck. F√ľr die einen war der drittplatzierte der ersten "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel ein erfrischend nat√ľrliches Idol, f√ľr die anderen war der schm√§chtige Kerl mit der markanten Brille ein talentfreier B√ľhenkasper. Ob so oder so - Daniel K√ľblb√∂ck hat es innerhalb kurzer Zeit geschafft, zu einem der bekanntesten Deutschen zu avancieren. Ende 2003 landete der S√§nger bei der vom ZDF durchgef√ľhrten Wahl der "100 wichtigsten Deutschen" in den Top 20: Platz 16 ergatterte er - deutlich vor Friedrich Schiller, Heinrich Heine, Thomas Gottschalk, Herbert Gr√∂nemeyer oder dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schr√∂der. Entsprechend gro√ü war die mediale Nachfrage. Kein Dschungel-Camp, kaum eine Talk-Show wollte ohne den Brillentr√§ger damals auskommen. Doch, wie der aufgekl√§rte CountryMusicNews.de-Leser wei√ü, dreht sich das Star-Karussell f√ľr Ex-Superstars besonders schnell. Und wies der Terminkalender von Daniel K√ľblb√∂ck schon bald wieder reichlich freie Tage aus. Heute, rund f√ľnf Jahre nach DSDS, hat man es mit einem ganz anderen, neuen K√ľblb√∂ck zu tun. Gereift an K√∂rper, Geist und Stimme, pr√§sentiert der Ex-Pop-Star heute erstaunlich soliden Country-Rock. Ein aus Marketing-Gr√ľnden vollzogener 180-Grad-Imagewechsel? Musikalisches Neuland? Oder, wie der Titel seines Programms andeutet, gar ein "Back to the Roots"? Grund genug, um mit dem singenden Paradiesvogel ein ausf√ľhrliches Gespr√§ch zu f√ľhren.

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Gene-Autry-Jubiläum: Wieder im Sattel

Gene Autry

Im Verlauf des Jahres 2007, dem 100. Geburtstag von Gene Autry, gedachten Fans und Historiker des bahnbrechenden Einflusses, den dieser "singende Cowboy" auf die Country-Musik hatte. Autry war der Urtyp des so genannten "Hat Acts", des an seinem Cowboyhut erkenntlichen Country-Musikers. Er war auch der Mann, der das "Western"-Element in dem, was fr√ľher Country- und Westernmusik genannt wurde, festigte. Als solcher ist er Gegenstand neuester, ausf√ľhrlicher Biographien, eines Filmbuchs, von Tribute-Alben, einer gro√üen Museumsausstellung sowie anderer Festivit√§ten.
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RCA Studio B: Haus der 1.000 Hits

Studio B; Foto: Country Music Hall of Fame Museum

Auch die Countrymusic hat ihre geheiligten Hallen und einer der am meisten geschätzten Plätze ist das RCA Studio B in Nashville, Tennessee.

Von au√üen wirkt das rechteckige Backsteingeb√§ude am 1611 Roy Acuff Place ein wenig unscheinbar, mit Ausnahme der Schramme, die eine nerv√∂se Dolly Parton mit ihrem Auto in die Wand gefahren hat, als sie dort f√ľr eine ihrer fr√ľhen Aufnahmen vorfuhr. Dennoch dauerte es nach der Er√∂ffnung des Studios nicht lange, bevor das Geb√§ude als das "Haus der 1.000 Hits" bekannt wurde.

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Dale Watson beschwört Cash auf From the Cradle to the Grave

Dale Watson; Foto Rob Buck

Die Geschichte hinter Dale Watsons "From the Cradle to the Grave" beginnt mit einem eher unwahrscheinlichen Geschäftsabschluss während der letzten Lebensmonate von Johnny Cash.

Es waren eigentlich zwei Johnnys daran beteiligt, beide auf recht unterschiedliche Weise Legenden in Tennessee. Cash, der Verk√§ufer, muss nicht vorgestellt werden - f√ľr eine Generation f√ľr die erschossen zu werden, von einer umfallenden Wand zerquetscht zu werden oder einem tobenden Bullen mit verbundenen Augen gegen√ľberzutreten eventuelle als Unterhaltung angesehen wird, ebenfalls auch nicht der K√§ufer, Johnny Knoxville.

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Ein Saloon muss schließen...und Schuld ist der Country-Fan!?

Geschlossener Saloo; Collage Constantin FrankeDiese platte Aussage, dass der Country-Fan schuld sei, scheint heutzutage die Ausrede par excellent zu sein, wenn innerhalb der Country-Szene irgendetwas Negatives passiert. Aber diese Stammtisch-Parolen kratzen - wenn √ľberhaupt - nur an der Oberfl√§che des Problems die Ursachen selbst liegen viel tiefer.

Ende Oktober 2007 schloss der "Little Banjo" Saloon in M√ľnchen seine Tore und schon wurde in einigen Foren diskutiert, wer denn Schuld an dieser Misere sei und ein Schuldiger war auch schnell gefunden: Der Country-Fan, der sich nicht jeden Tag ins "Little Banjo" begab, um sein Bier zu trinken, sondern nur bei Veranstaltungen auftauchte.

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Porter Wagoner 1927-2007

Porter Wagoner

Als Porter Wagoner, der aufgrund seiner schlaksigen Figur "The Thin Man from West Plains (Der d√ľnne Mann aus West Plains)" genannt wurde, am 28. Oktober 2007 um 20:25 Uhr seiner Lungenkrebserkrankung erlag, zog sich ein St√ľck der Country-Musikgeschichte die strassbesetzte Jacke √ľber, verstaute seine Gitarre und begab sich zum B√ľhnenausgang.

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