Mary Sarah & Friends - Bridges

In Hollywood wieder fest im Sattel: Western und Country

Collage: Constantin FrankeBei den Oscars von 2008 wurde es ├╝berdeutlich: Hollywood liebt derzeit Western. Vier Hauptpreise gingen an den Neo-Western "No Country for Old Men" (darunter die Oscars f├╝r den besten Film und die beste Regie), zwei gewann das wuchtige Westerndrama "There Will Be Blood" (darunter der Oscar f├╝r den besten Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis), und Brad Pitts "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford"-Studie war f├╝r zwei der Hauptpreise nominiert (darunter Robert-Ford-Darsteller Casey Affleck f├╝r die beste Nebenrolle). Von wegen, der Western ist tot! Als d├╝sterer Kommentar auf die Gegenwart ist er lebendiger denn je. Und Country- der Western f├╝r die Ohren -spielt in Hollywood auch eine immer gr├Â├čere Rolle.

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Sheryl Crow mit Umwegen ├╝ber Start zum Ziel

Sheryl Crow

Entschiedener als je zuvor und g├Ąnzlich ohne Scheuklappen, pr├Ąsentiert Sheryl Crow mit ihrem "Detours"-Album einerseits sehr pers├Ânliche Einblicke in ihr Leben. Doch zugleich bewegt sich die aus Missouri stammende S├Ąngerin mit ihren Songs auf universelles Terrain und adressiert globale Probleme und Missst├Ąnde. Es handelt sich bei ihren neuen Songs um Aufnahmen, die vom Haben und Festhalten, von Ver├Ąnderungen und vom Loslassen handeln, von Anf├Ąngen und Ausg├Ąngen sowie von den graduellen Abstufungen dazwischen. Laut eigener Aussage ist "Detours" davon inspiriert, "wie ich den Lauf der Dinge betrachte; es ist von dem inspiriert, was in der Welt passiert und was mir in den vergangenen Jahren widerfahren ist", so die neunfache Grammy-Gewinnerin.

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Die Derailers und Dwight Yoakam gedenken Buck Owens

Buck Owens & Dwight Yoakam

Wenn die Nachahmung die aufrichtigste Form der Schmeichelei ist, dann ist Inspiration die h├Âchste Form der Kreativit├Ąt. Beide Elemente spielen bei zwei k├╝rzlich ver├Âffentlichten Alben eine Rolle, die ihre herausragende Qualit├Ąt dadurch erlangen, dass sie Buck Owens ehren. Auf dem von New West Records ver├Âffentlichten "Dwight Sings Buck" bietet Dwight Yoakam, ein langj├Ąhriger Freund und Mitarbeiter von Owens, 15 Songs dar, zu denen Klassiker wie "Act Naturally", "Together Again" und "My Heart Skips a Beat" geh├Âren. Palo Duro Records hat "Under the Influence of Buck" von der in Austin ans├Ąssigen Band The Derailers ver├Âffentlicht, was der Wertsch├Ątzung ihres Gr├╝nders f├╝r Owens zuzuschreiben ist. "I've Got a Tiger By the Tail", "Cryin' Time" und "Love's Gonna Live Here" geh├Âren zu den 13 Titeln, die auf diesem Album zu finden sind.

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Die Bluegrass Sessions: Merle Haggards Interpretation der Tradition

Merle Haggard; Foto: Pamela Springsteen

Seit ├╝ber 10 Jahren dachte Merle Haggard, Mitglied der Country Music Hall of Fame, ├╝ber die Aufnahme eines Bluegrass-Albums nach. Dann, am 2. Oktober 2007, ver├Âffentlichte McCoury Music sein Album "The Bluegrass Sessions", auf dem einige erstaunliche Ergebnisse dieses Projekts zu h├Âren sind.

Schlie├člich dr├Ąngen diese Songs nicht im banjo-getriebenen Scruggs-Style vorw├Ąrts. Es gibt keine Tenorharmonien, die ├╝ber die instrumentelle Basis gelegt werden. Nur einer seiner 12 Songs, "Blues Stay Away from Me", stammt aus dem Standardrepertoire des Genres; die anderen (mit Ausnahme eines Jimmie Rodgers-Medleys) sind echte Haggard-Songs.

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k.d. lang: unspektakul├Ąr gro├čartig

k.d.lang

Mit "Watershed" weist die Kanadierin ihre Ausnahmestellung nach

Ende der 80er galt k.d.lang als gro├če Hoffnung der Countrymusic-Szene. Mit dem Country-Punk ihrer Band "re-clines" beeindruckte sie Kritiker und Fans. Aber auf Peitsche und Reitstiefel wollte sich die Kanadierin ebenso wenig festlegen lassen, wie auf das Image eines modernen 'Cowgirls'. Ihre Fernseh-Spots f├╝r die Tierschutzkampagne "Meat Stinks" und ihr Bekenntnis, Lesbe zu sein, f├╝hrten postwendend dazu, dass sie von vielen amerikanischen Country-Stationen boykottiert wurde. Das konnte ihren Erfolg allerdings kaum beeintr├Ąchtigen. Mit Alben wie "Ingenue" von 1992 oder "Drag" von 1997 erreichte sie weltweit ein Millionen-Publikum und f├╝r die Single "Constant Craving" (aus "Ingenue") gab┬┤s den ersten Grammy. Superstar Madonna pr├Ągte seinerzeit den Ausspruch: "Elvis is back! And she┬┤s beautiful!" Vier Jahre nach ihrer letzten CD "Hymns of the 49th Parallel" ver├Âffentlicht die Kanadierin nun ihr neues Album "Watershed".

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Jenseits aller Erwartungen: Der Triumph von Rascal Flatts

Rascal Flatts

Da hat man 15 Millionen Alben verkauft, neun Nr. 1-Singles erzielt und als K├╝nstler mit den meisten Plattenverk├Ąufen im Jahr 2006 in allen Musikrichtungen alle anderen K├╝nstler der diversen Musiksparten ├╝bertroffen. Wie soll es nun weitergehen?

Mit dieser Frage sahen sich Rascal Flatts, die Sensation von Lyric Street Records (geh├Ârt zur Walt Disney Company), Anfang des letzten Jahres konfrontiert, als das Trio damit begann, sein sp├Ąter mit Platin ausgezeichnetes Album "Still Feels Good" zu planen, das am 25. September 2007 in den USA ver├Âffentlicht wurde. Und wie lautete die Antwort? "Wir wollten einfach auf die gleiche Weise wie immer an die Sache herangehen und die beste Musik aufnehmen, die wir machen konnten", so Jay DeMarcus.

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Jack Ingram sinniert auf This Is It ├╝ber die Lektionen des Lebens

Jack Ingram, Foto: David McClister

"Die Welt ist hart und das wissen wir alle", meint der texanische Hitzkopf unger├╝hrt. "Die Musik ist mein Pr├╝fstein. Was mich angeht, haben mich handwerklich geschickte Songs, nie ger├╝hrt, sondern Lieder ├╝ber das Leben von Menschen."

Seine Stimme, die schon ganz rau davon geworden ist, dass er seine ganze Seele in das einbringt, was er singt, und dann dar├╝ber mit jedem spricht, der zum Zuh├Âren bereit ist, verklingt. Er musste den Gedanken nicht zu Ende bringen. Es war schlie├člich offensichtlich.

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Der Cowboy im Castingland - Ein Interview mit Tommy Roberts, Jr. aka Mario

Tommy Roberts, Jr; Foto: Universal Music

Ja, da ging freilich ein Raunen durch die Menge. Nicht nur im Fernsehstudio von Stefan Raabs "TV Total"-Dauerbrenner - auch zu Hause vor der Glotze in den Millionen von Wohnzimmern, als der langhaarige, super sympathische Schlacks aus dem Allg├Ąu frei Schnauze verk├╝ndete: "Ich mache Countrymusik." Country? Das vermeintliche Quoten- und Umsatz-Gift? Hier in Deutschland? Und das noch dazu in einer Sendung f├╝r die vornehmlich fr├╝h- bis sp├Ątpupertierende Bev├Âlkerung, f├╝r die Tim McGraw in etwa den gleichen Bekanntheitsgrad besitzt, wie der Finanzminister von Usbekistan.

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Die Demokraten machen sich daran, die Country-Musik zur├╝ckzuerobern

Music Row Democrats Logo

Die ├╝ber das Image von Country- und Western-Musik als konservative "Redneck-Musik" ver├Ąrgerten Demokraten planen eine Tour von Nashville-K├╝nstlern, die gegen den Irakkrieg sind, durch die provinziellen Gebiete der zentralen Bundesstaaten w├Ąhrend der Wahlkampagne 2008.

Eine "Music Row Democrats" genannte Vereinigung steht bereit, um Anfang des n├Ąchsten Jahres erneut den Versuch zu starten, die Country-Musik wieder aus dem Lager der Republikaner zur├╝ckzuholen und ihre Botschaft zu verbreiten, dass sich die Partei von George W. Bush nicht um die einfachen Leute k├╝mmert.

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Vom Enfant Terrible zum Country-S├Ąnger: Ein Interview mit Daniel K├╝blb├Âck

Daniel K├╝blb├Âck; Foto: Postive Energie GmbH

Kaum ein Teenager entzweite die deutsche Volksseele leidenschaftlicher als der aus Niederbayern stammende Daniel K├╝blb├Âck. F├╝r die einen war der drittplatzierte der ersten "Deutschland sucht den Superstar"-Staffel ein erfrischend nat├╝rliches Idol, f├╝r die anderen war der schm├Ąchtige Kerl mit der markanten Brille ein talentfreier B├╝henkasper. Ob so oder so - Daniel K├╝blb├Âck hat es innerhalb kurzer Zeit geschafft, zu einem der bekanntesten Deutschen zu avancieren. Ende 2003 landete der S├Ąnger bei der vom ZDF durchgef├╝hrten Wahl der "100 wichtigsten Deutschen" in den Top 20: Platz 16 ergatterte er - deutlich vor Friedrich Schiller, Heinrich Heine, Thomas Gottschalk, Herbert Gr├Ânemeyer oder dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schr├Âder. Entsprechend gro├č war die mediale Nachfrage. Kein Dschungel-Camp, kaum eine Talk-Show wollte ohne den Brillentr├Ąger damals auskommen. Doch, wie der aufgekl├Ąrte CountryMusicNews.de-Leser wei├č, dreht sich das Star-Karussell f├╝r Ex-Superstars besonders schnell. Und wies der Terminkalender von Daniel K├╝blb├Âck schon bald wieder reichlich freie Tage aus. Heute, rund f├╝nf Jahre nach DSDS, hat man es mit einem ganz anderen, neuen K├╝blb├Âck zu tun. Gereift an K├Ârper, Geist und Stimme, pr├Ąsentiert der Ex-Pop-Star heute erstaunlich soliden Country-Rock. Ein aus Marketing-Gr├╝nden vollzogener 180-Grad-Imagewechsel? Musikalisches Neuland? Oder, wie der Titel seines Programms andeutet, gar ein "Back to the Roots"? Grund genug, um mit dem singenden Paradiesvogel ein ausf├╝hrliches Gespr├Ąch zu f├╝hren.

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