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Hank Williams Jr. machte die Frage berühmt, doch eine wachsende Anzahl an Countrysängern - unter anderem Big & Rich und Tim McGraw - sind in die "großen Ligen" gegangen, um ihren Namen für die Vermarktung nationaler Sportevents und -shows herzugeben.

Seit langem singen Künstler während der Shows vor den Spielen die Nationalhymne - sowohl Brooks & Dunn als auch Carrie Underwood haben bei den Spielen der letzten NBA-Playoffs gesungen. Und die Bands haben in den Halbzeitshows seit langem ihre eigenen Songs gespielt. Neu ist, dass Country eine immer wichtigere Rolle bei der Vermarktung nationaler Sportereignisse spielt. Mehr als 10 Jahre nachdem Williams in der ABC-Sendung "Monday Night Football" zum ersten Mal seine freche Frage stellte, ging Tim McGraw mit seinem Song "I Like It, I Love it" auf Sendung und Big & Rich traten im Sportsender ESPN beim "College GameDay" mit ihrem Song "Coming to your City" auf, der ersten Single aus ihrem zweiten Album, das im November 2005 erschien.

Der Trend, mehr Country zu bringen, ist ein Ergebnis der Tatsache, dass das Publikum für Country und Sport größer geworden ist, sagt Kathy Armistead von der William Morris Agency, einer Talent- und Literaturagentur. Heute leiht sich die Countrymusic Sounds und Fans aus dem Rock- und Popbereich, während der Sport die Fans mit etlichen Fernsehshows und Videospielen übersättigt. Die Fanbasen sind aufeinandergeprallt, erklärt sie.

"Ich denke, es ist etwas Neues für den Massenmarkt, einen Countrysong auszuwählen, um zum Beispiel eine Sportsendung oder ein Großereignis aus der Welt des Sports zu begleiten, einen Countrysong zum Beispiel einer Rockhymne aus den 80ern vorzuziehen", sagt Armistead, eine Agentin aus Nashville, die sich auf Werbung, Unterstützung und Tour-Sponsoring spezialisiert hat.

Die gesamte Branche profitiert davon, sagt Paul Jankowski, dessen Agentur in Nashville Markenentwicklungsdienstleistungen für Unternehmen und Prominente von Jo Dee Messina über Beyonce bis hin zu Evander Holyfield erbringt. "Ich denke, Countrymusic hat momentan einen sehr hohen Stellenwert", sagt er. "Es dreht sich alles um Marketing. Es geht darum, einen Vorsprung vor anderen zu haben. Es geht darum, etwas Neues und Frisches zu haben, und, wenn sie diese Programme vermarkten, ist Musik ein großer Bestandteil der Marke, die sie darstellen möchten. Dies beweist die große Bedeutung von Countrymusic."

Oft sind es die Texte oder die Stimmung des Countrysongs, die die Verbindung zum Publikum schaffen, die von den Produzenten der Sportsendungen beabsichtigt wird. ESPN brachte Carolina Rains rauen Song "Let's Get It On" während seiner Show "College Football Primetime" im November.

Meistens wendet sich ein Sender an die Agentur oder das Management eines Künstlers, um einen Deal abzuschließen. Möglicherweise nachdem ein Manager durch persönliche Vorlieben oder durch die Empfehlung eines Familienmitgliedes inspiriert wurde. Aber es kann von beiden Seiten ausgehen. Das Management eines Künstlers kann ebenfalls Songs einbringen. Nach Verhandlungen vereinbaren die Parteien einen Lizenzdeal für einen Song für einen bestimmten Zeitraum. Manchmal umfasst der Deal auch Auftritte.

Künstler müssen eine eindeutige Marke haben. Durch Touren und Verkaufszahlen müssen sie zeigen, dass sie wichtig sind und dass sie auch wichtig für das sind, was der Sender vermarkten will, sagt Jankowski. Die Marke und die Fanbasis des Künstlers sollten zu der Sportsendung passen. Tim McGraw ist zum Beispiel ideal für "Monday Night Football", weil er athletisch ist, weil er Miteigentümer der Nashville Cats ist, die in der Arena Football League spielen, und weil er sowohl Männer als auch Frauen anspricht. Trace Adkins, bekannt für seine Muskeln und seine Bassstimme, war gemeinsam mit den Popstars Kelly Clarkson und Ashlee Simpson eine gute Wahl für die "Orange Bowl Fed Ex Halftime Show" 2004.

"Wie kann mein Künstler Ihnen dabei helfen, Ihr Produkt voranzubringen?" fragt Jankowski. "Ich muss ihr Geschäft verstehen und wissen, was sie davon haben, außer sie können einen Aufkleber auf meinen Tourbus kleben. Das ist die neue Generation Marketingpartnerschaften."

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ABC-Manager schlugen Tim McGraw 2004 eine Partnerschaft für "Monday Night Football" vor, nachdem er in der Halbzeit bei einem Spiel der Washington Redskins auftrat, sagt sein Manager Scott Siman. Die beiden Parteien verhandelten sechs Monate lang und dann beschlossen sie, für die Saison 2005 die Wochenendhöhepunkte mit dem Refrain "I Like It, I Love It" zu senden, der jede Woche umgeschrieben wurde, damit er zu den Höhepunkten passte. Es wurde bislang noch nicht entschieden, ob McGraw mit "Monday Night Football" weitermacht, da die Sendung an ESPN gegangen ist, erklärt Siman.

"Es war eine gute Sache für uns beide", sagt er. "Für sie war es ein Quotenerfolg und wir haben nach der Sendung "Monday Night Football" einen enormen Anstieg der Verkaufszahlen von Tims Greatest Hits-Platte verzeichnet."

Big & Rich haben seit 2004 eine Partnerschaft mit ESPN, als das Duo eine große Promotion für den Sender mit ihrer Single "Save A Horse, Ride A Cowboy" machte, sagt ihr Manager Marc Oswald. Der Sender fragte in der letzten Saison nach Musikvorschlägen für das Programm "College GameDay" und bekam drei Lieder aus dem letzten Album des Duos einschließlich "Coming to your City". Als Teil des Einjahresvertrags eröffneten Big & Rich die Saison mit einem Auftritt an der University of South Carolina, der die Rückkehr von Steve Spurrier markierte, und sie schlossen die Saison mit einem Konzert mit sechs Songs vor dem nationalen Endspiel um die Rose Bowl ab.

Die Partnerschaften haben funktioniert, weil McGraw und Big & Rich beide ein Image besitzen bzw. eine Marke darstellen, die gut zu Sport passt, sagt Jankowski.

Mittlerweile ist Williams, der dazu betrug, das Kernimage von Pro Football zu definieren, zum fünften Mal beim Super Bowl aufgetreten, und hat bei der vorher aufgezeichneten Eröffnung des Spiels zwischen den Pittsburgh Steelers und Seattle Seahawks gesungen.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Country und Sport ihre Partnerschaft weiter ausbauen werden, sagt CMA-Vorstandsmitglied Robert Deaton, Miteigentümer von Deaton Flanigen Productions, die acht Jahre lang Williams Eröffnung von "Monday Night Football" produziert und geleitet hat.

"Sport ist Amerika und Country auch. Countrymusic ist Amerika", sagt er. "Das geht Hand in Hand."