Rosehill

Die hellen Gitarren, die s√ľ√üen Steel-Fills und der weit offene Duettgesang von Rosehill bilden ein Klangpanorama, das an lange Stra√üen denken l√§sst, die in die Ferne f√ľhren. Aber in diesem Sound gibt es auch etwas Anheimelndes, etwas, das so einladend ist wie ein Platz an einem Tisch, um den herum Freunde sitzen.

Es gibt zwei gute Gr√ľnde daf√ľr, dass Rosehill auf ihrem Deb√ľtalbum "White Lines and Stars" diesen Eindruck erzeugen. Der erste Grund hat viel mit Geographie zu tun. In Cypress, das am Northwest Freeway bei Houston liegt, gr√ľndeten Mitch McBain und Blake Myers im Jahre 2003 eine Band. Die Gruppe mit dem Namen Texas High Life tourte f√ľnf Jahre lang durch Clubs in ganz Texas und feilte an ihrem Alternative-Country-Stil sowie an ihrer B√ľhnenpr√§senz.

Vor allem konnten McBain und Myers dadurch als S√§nger und Songwriter zusammenwachsen. Sie hatten THL-Gigs mit dem College-Unterricht unter einen Hut bringen m√ľssen; nach dem Ende ihrer akademischen Pflichten konzentrierten sie sich darauf, sich zweimal pro Woche zu treffen, um neues Material zu sammeln. Je mehr sie schrieben, desto klarer wurde es, dass sie auf etwas zusteuerten, das sich mehr um ihre Partnerschaft drehte.

Das ist der zweite Grund daf√ľr, dass "White Lines and Stars" das ist, was es ist. Das Album wurde von Radney Foster und Jay Clementi produziert und von Cypress Creek Records ver√∂ffentlicht. Die 11 Titel darauf reichen von sparsamem bis hin zu ansteckendem Upbeat, aber sie alle zeichnen sich durch Texte aus, die sich direkt auf die Erfahrung jedes einzelnen Zuh√∂rers beziehen. Der Titelsong, der die erste Single war und den Myers zusammen mit Clementi und George Ducas schrieb, √∂ffnet sich wie ein Highway unter dem Himmel der Pr√§rie; Bez√ľge zu Opry-Fiddles und Prediger im Radio vermischen sich in einem Strom sinnlich wahrnehmbarer Bilder mit dem Atemrhythmus einer schlafenden Geliebten. "It ain't the destination, babe, it‚Äôs the ride", singen sie und bringen uns zur√ľck zu Bildern, die wir zuvor getr√§umt haben.

Als Koautoren aller bis auf drei dieser Titel erf√ľllen McBain und Myers diesen Standard der Kunstfertigkeit best√§ndig. Und sie harmonieren intuitiv, singen Solo-Teile ausdrucksvoll und, was am besten ist, wissen, wie man einen starken Text in ein noch st√§rkeres H√∂rerlebnis verwandelt. Der Blick von Rosehills Rosenh√ľgel ist schon jetzt der Betrachtung wert.

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Was ist Euer Lieblingsessen, wenn Ihr auf Tournee seit?
Whataburger Hamburger

Welchen Song hättet Ihr gerne geschrieben?
McBain: "The Entire Dark Side of the Moon Album" von Pink Floyd
Myers: "Hallelujah" von Leonard Cohen

Wer sind Eure musikalischen Vorbilder?
McBain: Ryan Adams
Myers: John Lennon

Was hört Ihr Euch selbst immer wieder und wieder sagen?
Booyah

Mit wem w√ľrdet Ihr gerne einmal ein Duett aufnehmen?
Emmylou Harris