Dixie Chicks

Von 1998 bis heute entwickelten sich die Dixie Chicks von einer relativ unbekannten Band zu einem der Top Acts der modernen Country Music. Die Anf├Ąnge der Band gehen aber noch weiter zur├╝ck. 1989 taten sich die Geigerin Martie Seidel und ihre Banjo spielende Schwester Emily Erwin in Dallas mit der Bassistin Laura Lynch und der Gitarristin Robin Lynn Macy zusammen. Nachdem sie sich zun├Ąchst als Stra├čenmusikerinnen durchschlugen, folgten schon bald Auftritte in Clubs. Richtig in Schwung kam die Karriere der vier Damen als Martie Seidel einen dritten Platz bei den National Fiddle Championships belegte. Zu Beginn kokettierten die Dixie Chicks, die der Little Feat Song "Dixie Chickens" zu ihrem Bandnamen inspiriert hatte, mit dem klassischen Cowgirl-Image. Auch Ihr Sound war eine Mischung aus traditionellem Country, Folk und Bluegrass.

So verwundert es nicht, dass sie ihr erstes Album, das 1990 auf einem unabh├Ąngigen Label erschien, "Thank Heavens for Dale Evans" nannten. Aber schon das 1992 erschienene "Little Ol' Cowgirl" lie├č eine Hinwendung zu einem moderneren Sound erkennen - eine Entwicklung, die sicher mit dazu beitrug, dass Macy schlie├člich die Band verlie├č. Laura Lynch ├╝bernahm die Lead Vocals, und das Trio meldete sich 1993 mit "Shouldn't a Told You That" zur├╝ck. Kurz nachdem die Chicks 1995 einen Vertrag mit dem von Sony wiederbelebten Label Monument Records unterschrieben hatten, verlie├č auch Lynch die Band. Wenn man einem Artikel im Dallas Observer vom 10. Dezember 1998 Glauben schenken darf, waren sowohl Lynch als auch Macy den Bestrebungen von Seidel und Erwin zum Opfer gefallen, den Dixie Chicks ein j├╝ngeres Image zu geben. Im weiteren Verlauf des Artikels hei├čt es, die Dixie Chicks seien "die Country-Version von Menudo - Hire und Fire beim Erreichen des Verfallsdatums". Den Part von Laura Lynch ├╝bernahm schon bald die 21j├Ąhrige S├Ąngerin Natalie Maines, Tochter der Steel Guitar-Legende Lloyd Maines.

Mit der personellen Ver├Ąnderung ging auch eine Auffrischung der Garderobe und eine Verj├╝ngung des Country-Sounds einher. Trotzdem h├Ątte kaum einer 1998 den ├╝berw├Ąltigenden Erfolg von "Wide Open Space", ihrem Deb├╝t-Album bei einem gro├čen Label, vorausgesagt. Nachdem die Band mit der vorab ausgekoppelten Single "I Can Love You Better" ihren ersten Top Ten-Hit landete, schafften es auch "There's Your Trouble" und der Titelsong des Albums an die Spitze der Country Charts. Innerhalb eines Jahres nach seinem Erscheinen hatte "Wide Open Spaces" viermal Platin eingeheimst, und aus den Dixie Chicks waren Superstars geworden. Davon zeugten nicht nur die Auszeichnung "Best Vocal Group" und der "Horizon Award" der Country Music Association, sondern auch die Auszeichnung "Favorite New Country Artist" bei den American Music Awards. "Wide Open Spaces" wurde nicht nur das meistverkaufte Duo- bzw. Band-Album der Country-Geschichte, sondern erhielt dar├╝ber hinaus einen Grammy als bestes Country-Album.

1999 folgte "Fly"┬Ł, das die Dixie Chicks mit der Singleauskopplung "Ready to Run" erneut in die oberen Gefilde der Charts katapultierte. Auch "Goodbye Earl" wurde zum Hit und festigte ihren Status als Superstars. Im Mai 2002 traten die Dixie Chicks schlie├člich zusammen mit Shakira, Mary J. Blige, Cher und Celine Dion bei der f├╝nften VH1 Divas Show in Las Vegas auf. Nur drei Monate sp├Ąter brachten die Ladies mit "Home" ihr sechstes Album auf den Markt, das erste f├╝r ihr eigenes Sony-Label Open Wide Records.

F├╝r weltweite Furore sorgte Natalie Maines als sie zu Beginn des Irak-Krieges w├Ąhrend eines Konzertes in England die ├äu├čerung fallen lie├č, sie sch├Ąme sich aus dem selben Staat (Texas) wie Pr├Ąsident George W. Bush zu sein. Ihre CDs wurden daraufhin in den USA verbrannt und vom Radio verbannt. In Deutschland sorgte Stefan Raab mit seiner Sendung "TV Total" f├╝r den Durchbruch der Dixie Chicks, die kurz nach dem Auftritt bei "TV Total" auch in Europas meistgesehener Sendung "Wetten Dass...?!" auftraten.

Die negativen Auswirkungen der Irak-├äu├čerung bekamen die Dixie Chicks auch noch 2006, mit der Ver├Âffentlichung ihres neuen Albums "Taking The Long Way" zu sp├╝ren, das in der ersten Woche zwar mit Gold, f├╝r 500.000 verkaufte CDs, ausgezeichnet wurde, aber nicht mehr an die Erfolge der Vorg├Ąnger-Alben anschlie├čen konnte. (Lesen Sie hierzu auch unsere Kolumne)

Bei den 49. j├Ąhrlichen Grammy┬«-Awards (2007) hingegen, gingen die Dixie Chicks als klarer Gewinner hervor. Sie nahmen f├╝nf der begehrten Auszeichnung mit nach Hause, darunter die drei wichtigsten und genre├╝bergreifenden Auszeichnungen: Aufnahme des Jahres, Album des Jahres und Album des Jahres. Trotz des Erfolges weigern sich die Country-Radios in den USA weiterhin Songs der Dixie Chicks zu spielen. (Lesen Sie hierzu unsere Kolumne)

Was nun folgte war vor allem f├╝r die Fans eine Durststrecke. Die drei Damen k├╝mmerten sich mehr um ihre Familien und um deren Erweiterung, als um neue Musik. Lange Zeit sah es gar so aus, als wenn es die Dixie Chicks nicht mehr geben wird. Erst 2010 gab es neue Lebenszeichen. Emily Robison und Marty McGuire hielten es ohne neue Musik nicht l├Ąnger aus und ver├Âffentlichten unter dem Namen "Court Yard Hounds" eine CD ohne Natalie Maines, welche musikalisch sehr back to the roots ging. Bluegrass und Folk vom Feinsten.

Wie man so sch├Ân sagt: Totgesagte leben l├Ąnger. So gaben die Chicks Sommer 2010, zusammen mit den Eagles und Keith Urban, einige Konzerte in den USA.

  • Discografie

  • DVD

  • Charts (Album)

  • Charts (Single)

  • Film- und TV-Auftritte


Cover Jahr Album
Anmerkung

2010 Court Yard Hounds (Columbia Nashville) CD-Besprechung
Album ohne Natalie Maines

2006 Taking the Long Way (Open Wide) CD-Besprechung
2x (USA)

2003 Top Of The World Tour: Live (Open Wide) 1xgold(USA)

2002 Home (Open Wide) 6x (USA)

1999 Fly (Monument Records) 1x diamant (USA)

1998 Wide Open Spaces (Monument Records) 1x diamant (USA)
2x (USA)

1993 Shouldn't A Told You That (Crystal Clear)

1992 Little Ol' Cowgirl (Crystal Clear)

DixieChicks-ThankHeavensForDaleEvans 1992 Thank Heavens For Dale Evans (Crystal Clear)


Cover Jahr Album
Anmerkung
2003 Top of The World Tour: Live (Open Wide / Sony) 1x (USA)

2002 An Evening With The Dixie Chicks (Open Wide / Sony) 2x (USA)


Jahr Album Chart
H├Âchste Platzierung
2012 The Essential Dixie Chicks Country Albums 40
2011 Playlist: The Very Best Of The Dixie Chicks Country Albums 27
2010 Playlist: The Very Best Of The Dixie Chicks Country Albums 27
2010 The Essential Dixie Chicks Country Albums 40
2006 Taking The Long Way Country Albums 1
2006 Taking The Long Way European Top 100 Albums
2006 Taking The Long Way The Billboard 200 1
2006 Taking The Long Way Top Canadian Albums 1
2006 Taking The Long Way Top Internet Albums
2004 Top Of The World Tour Live Country Albums 3
2004 Top Of The World Tour Live The Billboard 200 27
2003 Top Of The World Tour Live Top Internet Albums 27
2002 Home Country Albums 1
2002 Home The Billboard 200 1
2002 Home Top Canadian Albums 2
2002 Home Top Internet Albums
1999 Fly Country Albums 1
1999 Fly The Billboard 200 1
1999 Fly Top Canadian Albums 6
1999 Fly Top Internet Albums 1
1999 Wide Open Spaces Top Canadian Albums 16
1998 Wide Open Spaces Country Albums 1
1998 Wide Open Spaces Heatseekers 3
1998 Wide Open Spaces The Billboard 200 4

Jahr Single Chart
H├Âchste Platzierung
2007 Neighbor Hot Digital Songs 50
2007 The Neighbor Pop 100 55
2007 The Neighbor The Billboard Hot 100 74
2006 Everybody Knows Country Singles 45
2006 Lullaby Pop 100 76
2006 Not Ready To Make Nice Adult Contemporary 32
2006 Not Ready To Make Nice Country Singles 36
2006 Not Ready To Make Nice Hot Adult Contemporary Tracks 32
2006 Not Ready To Make Nice Hot Adult Top 40 Tracks 29
2006 Not Ready To Make Nice Hot Canadian Digital Singles 3
2006 Not Ready To Make Nice Hot Digital Songs 2
2006 Not Ready To Make Nice Pop 100 6
2006 Not Ready To Make Nice The Billboard Hot 100 4
2005 I Hope Country Singles 54
2005 I Hope Pop 100 92
2003 Godspeed (Sweet Dreams) Country Singles 48
2003 Landslide Top 40 Mainstream 13
2003 Travelin' Soldier The Billboard Hot 100 25
2002 Landslide Adult Contemporary 1
2002 Landslide Adult Top 40 2
2002 Landslide Canadian Singles Chart 2
2002 Landslide Country Singles 2
2002 Landslide The Billboard Hot 100 7
2002 Landslide Top 40 Tracks 9
2002 Long Time Gone Country Singles 2
2002 Long Time Gone The Billboard Hot 100 7
2002 Some Days You Gotta Dance The Billboard Hot 100 55
2002 Tortured, Tangled Hearts Country Singles 58
2002 Travelin' Soldier Country Singles 1
2002 White Trash Wedding Country Singles 56
2001 Heartbreak Town Country Singles 23
2001 If I Fall You're Going Down With Me Country Singles 3
2001 If I Fall You're Going Down With Me The Billboard Hot 100 38
2001 Some Days You Gotta Dance Country Singles 7
2000 Cold Day In July Country Singles 10
2000 Cold Day In July The Billboard Hot 100 65
2000 Goodbye Earl The Billboard Hot 100 19
2000 Without You The Billboard Hot 100 31
1999 Cowboy Take Me Away Country Singles 1
1999 Cowboy Take Me Away The Billboard Hot 100 27
1999 Goodbye Earl Country Singles 13
1999 If I Fall You re Going Down With Me Country Singles 75
1999 Let Er Rip Country Singles 64
1999 Ready To Run Country Singles 2
1999 Ready To Run The Billboard Hot 100 39
1999 Sin Wagon Country Singles 52
1999 Tonight The Heartache s On Me Country Singles 6
1999 Tonight The Heartache s On Me The Billboard Hot 100 46
1999 Without You Country Singles 1
1999 You Can t Hurry Love Country Singles 60
1999 You Were Mine The Billboard Hot 100 34
1998 I Can Love You Better The Billboard Hot 100 77
1998 There s Your Trouble Country Singles 1
1998 There s Your Trouble The Billboard Hot 100 36
1998 Wide Open Spaces Country Singles 1
1998 Wide Open Spaces The Billboard Hot 100 41
1998 You Were Mine Country Singles 1
1997 I Can Love You Better Country Singles 7



Jahr Rolle Film/Serie
2007 sich selbst Shut Up and Sing (Dokumentation)
2005 sich selbst Sesame Street: All Star Alphabet